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Sony Alpha 7R III
Die Alpha 7R III misst 126,9 x 95,6 x 73,7 mm und wiegt 657 g. Bild: Sony

Sony Alpha 7R III erzeugt Bilder mit 169 Megapixeln

Preis: ca. 3500 Euro
25.10.2017

Deutlich verbessert zeigt sich Sonys hochauflösende Vollformat-Kamera: Mit dem rückseitig belichteten 42,4-Megapixel-Sensor lassen sich dank Pixel-Shift Aufnahmen mit 169,6 Megapixeln erstellen

Die Sensorauflösung hat sich gegenüber der Alpha 7R II nicht verändert: Der rückseitig belichtete CMOS-Sensor (Typ Exmor R) löst nach wie vor effektive 42,4 Megapixel auf. Trotzdem soll die Bildqualität besser geworden sein. Dazu trägt laut Sony unter anderem die Nano-AR (Antireflexions-)Beschichtung auf dem Sensorglas bei, welche eine effizientere Lichterfassung ermöglicht. Der Dynamikumfang soll bei 15 Blendenstufen liegen. Die Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis 32.000 (erweiterbar auf 50 und 102.400 für Fotos).

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Sony Alpha 7R III

Der Vollformat-Sensor löst 42,4 Megapixel auf und ist beweglich gelagert

Bild: Sony

Spektakuläre Auflösungenwerte lassen sich in Kombination mit dem 5-Achsen-Bildstabilisator mit Sensor-Shift erzielen: Im Modus „Pixel Shift Mehrfachaufnahmen“ verschiebt die Kamera den Sensor in Ein-Pixel-Schritten und nimmt vier Bilder auf, die im Raw-Konverter zu einer Datei mit 169,6 Megapixeln verrechnet werden können. Sinn machen dürfte dies wohl nur mit sehr hochwertigen Objektiven, einem stabilen Stativ und nicht bewegten Motiven. Der Bildstabilisator wurde übrigens ebenfalls verbessert: Er soll nun 5,5 statt 4,5 Blendenstufen kompensieren.

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Sony Alpha 7R III

Der bewegliche Monitor hat eine Diagonale von 7,5 Zentimetern. Neu ist der Joystick

Bild: Sony

Besserer AF, schnellere Serienbilder

Deutliche Verbesserungen verspricht Sony auch beim Autofokus: Dieser bringt 399 Phasen-Detektions-Punkte mit, die 68 Prozent des Sensor abdecken. Hinzukommen 425 Kontrast-AF-Punkte, 400 mehr als bei der Alpha 7R II. Der AF soll in Lowlight-Situationen doppelt so schnell greifen wie bisher. Die Präzision der Motivverfolgung und die Effektivität der Augenerkennung soll sich ebenfalls verdoppelt haben und nun auch beim Einsatz von Objektiven für das A-Bajonett, die per Adapter genutzt werden, zur Verfügung stehen. Das aktive AF-Messfeld lässt sich per Touch oder mit Hilfe eines Joysticks verschieben.

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Sony Alpha 7R III

Das Gehäuse ist flach, aber der Griff ausgeprägt

Bild: Sony

Für einen Geschwindigkeitsschub sorgt der neue BIONZ X-Bildprozessor, der mit einem Front-End-LSI kombiniert wurde – die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung soll um den Faktor 1,8 gesteigert worden sein. Bemerkbar macht sich dies bei den Serienbildern: Die Alpha 7R III kann nun bis zu 10 Bilder/s bei voller Auflösung und mit Schärfenachführung aufnehmen (sowohl mit mechanischem als auch mit elektronischem Verschluss). Mit einer UHS-II-Speicherkarte sollen 76 JPEG bzw. komprimierte Raw-Aufnahmen oder 28 unkomprimierte Raws in Folge möglich sein. Bei 8 Bildern/s ist die Verzögerung im Sucher bzw. auf dem Monitor nur noch minimal. Die kürzeste Verschlusszeit beträgt 1/8000 s, die Synchronzeit 1/250 s. Die Erschütterungen durch den mechanischen Verschluss sind laut Sony reduziert worden. Mit einem rein elektronischen Verschluss ist auch ein erschütterungsfreies und lautloses Auslösen möglich.

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Sony Alpha 7R III

Eine Synchronbuchse und ein Mikrofonanschluss sind vorhanden

Bild: Sony

4K-Video mit HDR-Unterstützung

Nicht fehlen darf bei Sony natürlich der 4K-Videomodus. Die Kamera nimmt mit 3840 x 2160 Pixeln (maximal 30p) über die gesamte Breite des Vollfomatsensors auf. Im Super-35-mm-Format liest sie jeden einzelnen Pixel aus und erfasst so 5K-Daten, die auf die 4K-Auflösung heruntergerechnet werden. Unterstützt werden die logarithmischen Profile S-Log 2 und S-Log3. Außerdem hat Sony das neue Hybrid Log-Gamma (HLG) integriert, das den HDR-Workflow unterstützt und auf HDR-Fernsehern für Bewegtbilder mit einem großen Dynamikumfang sorgt. Vier- bis fünffache Zeitlupen sind mit 120 Bildern/s in Full HD und mit  einer Datenrate von 100 MBit/s möglich, wobei der Autofokus nachgeführt werden kann.

Verbesserter Sucher

Der OLED-Sucher hat gegenüber der Alpha 7R II eine höhere Auflösung: Wie in der Alpha 9 stellt er nun 3,686 Millionen Bildpunkte dar, die Vergrößerung beträgt 078x und die Bildwiederholrate lässt sich von 60 auf 120 Bilder/s umschalten. Das klappbare 3,0-Zoll-Display stellt 1,44 Millionen Punkte dar und nutzt die WhiteMagic-Technologie für eine bessere Erkennbarkeit bei hellem Tageslicht.

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Sony Alpha 7R III

Wi-Fi und NFC sind an Bord

Bild: Sony

Selbstverständlich verfügt die Alpha 7R III über Wi-Fi. Außerdem gibt es einen Blitzsynchronanschluss und USB 3.1 Typ-C. Mit der neuen Desktop-Software „Imaging Edge“ ist es möglich, ferngesteuerte Live-Aufnahmen zu machen und die Raw-Dateien zu entwickeln. Erweitert hat Sony die Speicheroptionen. So stehen nun  zwei SD-Karten-Slots zur Verfügung, von denen einer UHS-II unterstützt. Die Akkulaufzeit wirde mit Hillfe des neuen aus der Alpha 9 bekannten Z-Serien-Akkkus um das 2,2fach auf 650 Aufnahmen mit Monitor bzw. 530 mit Sucher gesteigert. Weitere Funktionen sind die Anti-Flimmer-Einstellung für Aufnahmen unter Kunstlicht sowie eine Minimierung von Belichtungs- und Farbfehlern am oberen und unteren Bildrand, die bei kurzen Verschlusszeiten auftreten können.

Die Alpha 7R III ist ab Ende November für rund 3500 Euro erhältlich.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.