Sofortbildkamera: Lomo´Instant Automat Glass

Der neueste Streich aus Österreich
17.03.2017

Die analoge Sofortbildkamera Lomo´Instant Automat Glass komplettiert ihr Vorgängermodell um ein weitwinkliges, lichtstärkeres Glasobjektiv. Wir haben alle Infos zu Lomographys neuestem Streich für Sie auf einen Blick

 

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Bildbeispiel der LIA Glass-Daniel Schaefer

Beispielbild der LIA Glass von Daniel Schäfer

© Daniel Schäfer

Ihre Vorgängerin, die Lomo´Instant Automat, brachte bei Kickstarter über 900.000 Dollar ein und verneunfachte somit Lomographys ursprüngliche Finanzierungsziel von 100.000 Dollar. Ihre insgesamt sechste Kickstarter-Kampagne konnten die Wiener demnach als Erfolg verbuchen, deswegen kommt nun die Nachfolgerin ihrer Sofortbildkamera "LIA": die Lomo´Instant Automat Glass.

Die LIA Glass liefert Sofortbilder im Kreditkartenformat und ist mit einem mehrfach beschichtetem Glasobjektiv ausgestattet, bestehend aus sechs Linsenelementen. Besonders Freunde des Weitwinkels könnten an der LIA Glass ihren Spaß haben, hat sie doch mit ihrem Glasobjektiv bei 38 mm (21 mm Kleinbildäquivalenz) einen recht großen Abbildungsbereich für eine Sofortbildkamera. Und mit einer maximalen Blendenöffnung von f/4,5 (die kleinste Blende liegt bei f/22) sollte die Kamera auch schwierige Lichtsituationen meistern können. Wer auf Nummer Sicher gehen will, lässt seine Bilder automatisch belichten.

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Lomo´Instant Automat Glass: Detailansicht von hinten

Die rückseitige Detailansicht der Lomo´Instant Automat Glass verrät, dass sich die Designer auch über dekorative Details Gedanken gemacht haben

© Lomography

Mit dem Close-up-Aufsatz kann sich der Fotograf bis auf 10 cm an sein Motiv heranwagen – oder aber sich selbst fotografieren. Fans von Mehrfachbelichtungen können so oft auf den Auslöser drücken, wie es ihnen beliebt. Eine LED-Lichtanzeige informiert darüber, wieviele Bilder noch zur Verfügung stehen.

Was hat die Lomo´Instant Automat Glass noch zu bieten?

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Bildbeispiel der LIA Glass-Matthias Fiegl

Bildbeispiel von Matthias Fiegl, dem Lomo-Weltpräsidenten höchstpersönlich

© Matthias Fiegl

Experimentell wird es mit dem Objektivaufsatz "Splitzer": Mit diesem kann das Bild in mehrere Teile zerkleinert und Stück für Stück belichtet werden. Wer Lust hat, Abends mit seiner LIA Glass loszuziehen, sollte sein Stativ nicht vergessen – ein Stativgewinde ist natürlich vorhanden. Eine im Objektivdeckel integrierte Fernbedienung hilft dem Fotografen, verwacklungsfreie Langzeitbelichtungen im "Bulb"-Modus zu machen. Die maximale Belichtungszeit liegt hier bei 30 Sekunden.

Die LIA Glass kommt zunächst in dem verspielten Design "Magellan", für das texturiertes, veganes Leder verwendet wurde – weitere Varianten können laut Hersteller noch folgen. Preislich liegt die Kamera bei 189 Euro, die Auslieferung erfolgt derzeit etwa drei bis vier Wochen nach Vorbestellung. Im Lieferumfang sind außerdem Magnetsticker, Klebepunkte Fotohalter und -clips, Karten mit kreativen Shooting-Inspirationen und Farbgelfilter für den Blitz enthalten. Zur Bestellung geht es übrigens hier.

Die technischen Details der
Lomo´Instant Automat Glass im Überblick

Filmformat Fuji Instax Mini Film
Belichtungsbereich 62 mm x 46 mm
Brennweite 38 mm (21 mm äquivalent)
Belichtungsautomatik programmierte Automatik
Blende f/4,5, f/22
Belichtungszeit Bulb (maximal 30 s)
Belichtungskorrektur +1/-1
Filmauswurf motorisiert
Mehrfachbelichtungen unbegrenzt
Leitzahl eingebauter Blitz 9
Eingebauter Blitz Automatik bzw. Blitz-aus-Modus
Naheinstellgrenze 0.3 m
Fokuszonen 0.3 m/ 0.6 m/ 1 m bis unendlich
Stativgewinde ja
Übertragung Fernauslöser Infrarot mit zwei Sensoren
(jeweils einer an Vorder-
und Rückseite)
Bildzähler LED-Anzeige, abwärts zählend
Batteriebedarf 2 x CR2  (6V)
Batteriebedarf Fernauslöser 1 x CR1632  (3V)
Filtergewinde 43 mm
Objektivaufsätze Close-up, Splitzer

 

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Anne Schellhase

fM-Volontärin Anne Schellhase kümmert sich um den Online-Bereich des Magazins und fotografiert leidenschaftlich analog. Sie ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie uns über unsere Social Media-Kanäle kontaktieren

© Tamara Skudies

Was  oder wer ist  "Lomography"?
Unsere Volontärin Anne Schellhase klärt Sie auf!

Lomography hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Erhalt analoger Fotografie zu sichern, diese zurück in unsere heutige Zeit zu holen und einer breiten Zielgruppe zugänglich zu machen. Dabei hat sich die Lomographische Gesellschaft der experimentellen und kreativen Fotografie verschrieben. Gallery Stores und Embassy Stores bieten weltweit die Produkte an und bieten Platz für Ausstellungen, Meet-Ups, Workshops und sind Anlaufstelle für analog interessierte Fotografen. Angefangen hat das alles 1991, als eine Gruppe Wiener Studenten ein – nach eigenen Aussagen –  staubiges Fotogeschäft in Prag betrat. Dort entdeckten sie die russische Lomo LC-A. Diese Geschichte würde jetzt noch ewig so weiter gehen … Damals ahnten sie noch nicht, wieviele Menschen sie noch Jahre später mit ihrer analogen Mentalität erreichen würden.

Das Prinzip ist recht simpel und für jedermann zu verstehen: Schnappen Sie sich eine analoge Kamera, tragen Sie diese stets bei sich und machen Sie hier und da ein Bild aus der Hüfte. Und haben Sie Spaß dabei! Ein Lomograph ist jemand, der eine Leidenschaft für ganz alltägliche Fotografie hegt, der Momente festhalten will. Ihrer Kreativität und Spontanität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie es aus!

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.