Rekord: Nikon Coolpix P1000 mit 3000 mm

Optisches 125-fach-Zoom
10.07.2018

Mit dem größten Brennweitenbereich von 24 bis 3000 mm entsprechend Kleinbild wartet die neue Nikon Coolpix P1000 auf.

Als erste Kompaktkamera mit optischem 125-fach-Zoom (Stand 10. Juli 2018) hat Nikon heute die Coolpix P1000 vorgestellt. Das Nikkor-Objektiv mit einer optischen Brennweite von 24-3000 mm bei einer gleitenden Lichtstärke von f/2,8-8 soll trotz der baulichen Herausforderung (mit 5 ED-Glas-Linsen und 1 Super-ED-Glas-Linse) eine minimierte Verzeichnung und scharfe Aufnahmen liefern. Der 250-fache Dynamic Fine Zoom erweitert zusätzlich die Obergrenze digital auf beeindruckende 6000 mm.

Aber auch ohne Digitalzoom können mit der Endbrennweite 3000 mm sehr weit entfernte Objekte plötzlich formatfüllend abgebildet werden. Bisheriger Spitzenreiter unter den Superzoomkameras mit der längsten Brennweite und dem größten Brennweitenbereich ist die Nikon P900 (hier im Test) mit einem 83fach-Zoom von 24-2000 mm.

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Nikon Coolpix P1000 Kamera Kompaktkamera 125-fach-Zoom Megazoom

Nikon Coolpix P1000 mit Blitzschuh und eingefahrenem Objektiv ...

© Nikon

Die langen Brennweiten nützen allerdings wenig, wenn die Aufnahmen verwackelt werden. Daher hat Nikon einen optischen Bildstabilisator (VR) mit Dual-Detect-Technologie eingesetzt, der die Kompensation von 5,0 Lichtwertstufen bietet. Zur Berechnung des Verwacklungsausgleichs wird zum einen der Input der Gyrosensoren herangezogen, zum anderen direkt auf dem Sensor die Bewegung „herausgelesen“. Der aktivierte Bildstabilisator soll zudem ein ruhigeres Bild in Sucher und Monitor liefern.

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Nikon Coolpix P1000 Kamera Kompaktkamera 125-fach-Zoom Megazoom

... und ausgefahrenem Objektiv.

© Nikon

Ihr CMOS-Bildsensor (1/2,3-Zoll) löst wie bei der P900 16 Megapixel auf, allerdings ist er nun rückwertig belichtet. Neben Raw-Aufnahmen können Fotografen Videos in 4K/UHD mit 30p aufzeichnen. Im manuellen Videomodus ist das unkomprimierte Aufzeichnen auf einem externen Rekorder möglich (Clean HDMI Output). Der Stereoton kann dabei wahlweise mit dem eingebauten Mikrofon oder optional mit einem externen Mikrofon aufgenommen werden. Das Autofokussystem ermöglicht im Fotomodus Aufnahmeserien mit bis zu 7 Bildern/s.

Monitor und Sucher

Die Bildschirmdiagonale der P1000 ist auf 8,1 cm (3,2 Zoll) angewachsen, die Auflösung jedoch bei ca. 921.000 Bildpunkten (RGBW) geblieben. Er ist weiterhin flexibel dreh- und schwenkbar. Beim elektronischen Sucher wurde die Auflösung auf 2,359 Millionen Bildpunkte erhöht.
 

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Nikon Coolpix P1000 Kamera Kompaktkamera 125-fach-Zoom Megazoom

Der Monitor der Nikon Coolpix P1000 ist größer geworden.

© Nikon

Als erste Nikon Bridge-Kamera verfügt die P1000 über einen Systemblitzschuh, der den Betrieb der SB-Blitzgeräte unterstützt. Mit der SnapBridge-Konnektivität lassen sich Fotos direkt nach der Aufnahme automatisch auf ein Smartgerät übertragen, um sie dann unmittelbar mit anderen teilen zu können. SnapBridge erlaubt weiterhin die Fernauslösung mittels Smartgerät.

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Nikon Coolpix P1000 Kamera Kompaktkamera 125-fach-Zoom Megazoom

Das Display ist sehr beweglich.

© Nikon

Die mit ca. 1415 g (mit Akku und Speicherkarte) nicht ganz leichte Coolpix P1000 ist voraussichtlich ab Mitte September für knapp 1100 Euro erhältlich.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Technikredakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.