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Polaroid Originals Comeback mit 80 OneStep 2 Color i-Type Film
© Polaroid Originals

Polaroid Originals: Comeback mit 80

Aus The Impossible Project wird Polaroid Originals
14.09.2017

Große Neuigkeiten auf dem Sofortbildmarkt: Das Impossible Project heißt ab sofort Polaroid Originals, kommt mit neuer Kamera und neuen Preisen für ihre Filme. Wir haben alle Infos für Sie zusammengefasst

 

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Die Polaroid Originals OneStep 2 i-Type Kamera in der Frontansicht

Und so sieht sie aus, die OneStep 2 aus dem Hause Polaroid Originals. Das Design ist stark an dem der Polaroid OneStep aus den 70er-Jahren angelehnt

© Polaroid Originals

Jetzt will es das Impossible Project noch einmal wissen: Mit dem Launch der neuen Marke "Polaroid Originals" zeigt das Unternehmen einmal mehr, wie möglich das Unmögliche sein kann. Denn mit einem Namenswechsel dieser Art hat bis vor kurzem wohl noch keiner gerechnet.

So wurden die Anteile der Marke Polaroid erst kürzlich, genauer gesagt im Mai diesen Jahres, zu 100 Prozent an eine Investorengruppe rund um den polnischen Unternehmer Wiaczeslaw "Slava" Smolokowski verkauft. Slava Smolokowski ist der Vater von Polaroid Originals-CEO Oskar Smolokowski, die Familie stieg bereits 2012 als Mehrheitseigner in das Impossible-Geschäft rund um das Sofortbild ein, als Florian Kaps das von ihm gegründete Impossible Project verließ. Ob ein Namenswechsel zum Ursprungsnamen "Polaroid" realistisch sei, beantwortete Oskar Smolokowski im September 2016 noch mit einem Nein. Zu viele komplizierte Lizenzfragen würden dies unmöglich machen, außerdem wolle man sich auf den Ausbau der eigenen Marke konzentrieren. Und trotzdem: Das Impossible Project findet nun ein Ende und wird zu Polaroid Originals. Somit wäre die Frage um eine mögliche Namensänderung dann auch geklärt.

Die vergangenen Jahre haben eine starke Wiederbelebung der analogen Sofortbildfotografie gezeigt. Die wachsende Nachfrage geht über den bloßen Nostalgie-Faktor hinaus. (…) Ein greifbares Artefakt jenseits unserer Smartphone-Bildschirme wird von daher immer kostbarer.
Oskar Smolokowski

Ganz nebenbei markiert dieses Revival auch den Moment der Polaroidschen Firmengründung am 13. September 1937. Ein Comeback zum 80. Geburtstag, sozusagen. Und es gibt noch weitere Ankündigungen zu machen: Polaroid Originals will künftig nicht nur mit einer neuen Kamera im Retro-Look überzeugen, auch die auf der photokina angekündigte Preissenkung für die Filme (wir berichteten) soll nun vollzogen werden. Doch fangen wir der Reihe nach an.

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Die OneStep 2 von Polaroid Originals in der Farbe graphit

Und so sieht die OneStep 2 in graphit aus

© Polaroid Originals

Die Polaroid Originals OneStep 2  i-Type Kamera: ein Klassiker der analogen Sofortbildfotografie

Die OneStep 2 ist eine klassische Point-and-Shoot-Kamera. Sie kommt mit eingebautem Blitz, einem Selbstauslöser von acht Sekunden und einer Brennweite von 106 mm. Die benötigte Energie bezieht die Kamera neuerdings nicht mehr aus einer in der Filmkartusche versteckten Batterie, die Stromversorgung regelt heute eine USB-Schnittstelle, über die ein verbauter Lithium-Ionen-Akku geladen werden kann. Die angegebene Akkukapazität liegt bei bis zu 60 Tagen. Die Naheinstellgrenze der OneStep 2 liegt bei 0,6 m, sodass der Fotograf auch näher an sein Motiv rantreten bzw. gut und gerne Selfies von anfertigen kann. Wer gerne ohne Blitz arbeiten möchte, für den haben die Hersteller auf der Rückseite der Kamera einen Knopf verbaut: Wir der Knopf zusammen mit dem Auslöser gedrückt, so löst der Blitz nicht aus. Ein LED-Bildzähler sowie ein Stativgewinde sind ebenfalls mit an Bord.

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Die Polaroid Originals OneStep 2 i-Type Kamera in der Seitenansicht

Die OneStep 2 in der Seitenansicht verrät, dass die heutige Version minimal schmaler gebaut ist als das Vorgängermodell

© Polaroid Originals

Die Kamera kann sowohl mit den Polaroid Originals i-Type als auch mit den Filmen des Typs 600 genutzt werden und liefert Bilder im typischen Polaroid-Look. Die OneStep 2 ist ab sofort in den zwei Farbvarianten weiß und graphit erhältlich. Stolzer Besitzer wird man allerdings erstmal nur durch Vorbestellung via www.polaroidoriginals.com. Der Preis liegt bei knappen 120 Euro. Ein USB-Ladekabel sowie ein Kameragurt sind im Lieferumfang inbegriffen. Die ersten Kameras sollen voraussichtlich ab Ende Oktober ausgeliefert werden können.

Die technischen Details der
Polaroid Originals OneStep 2  im Überblick

Filmformat Polaroid Originals i-Type Film
Polaroid Originals 600 Film
Brennweite 106 mm
Belichtungsautomatik ja
Belichtungskorrektur +1/-1
Filmauswurf automatisch
Mehrfachbelichtungen nein
Eingebauter Blitz Automatik bzw. Blitz-aus-Button rückseitig
Naheinstellgrenze 0.6 m
Fokuszonen 0.6 m bis unendlich
Stativgewinde ja
Selbstauslöser ja, 8 Sekunden
Bildzähler ja
Batterie verbauter Lithium-Ionen-Akku: 3,7V
USB-Schnittstelle vorhanden: USB-Ladekabel wird mitgeliefert
Maße und Gewicht 150 mm (L) x 110 mm (W) x 95 mm (H)
440 Gramm ohne Film
Kameragurt wird mitgeliefert
Garantie 2 Jahre innerhalb der EU

Die Polaroid Originals Filme: Pressenkungen in Sicht

Wer mit alten sowie neuen Kameras der Marke Polaroid bzw. Impossible arbeitet, kann aufatmen, denn die Filme werden nun günstiger. Geplant waren die Pressenkungen schon seit längerer Zeit. So hat uns Oskar Smolokowski bereits im September 2016 im Rahmen eines Interviews von diesen Plänen berichtet. Darüber hinaus zeigen sich die Filme außerdem in einem neuen Gewand.

Wer künftig mit den i-Type-Filmen fotografieren möchte, muss mit knappen 16 Euro rechnen. Für die Farb- und Schwarzweißfilme, sowie den Special Editions der Sorte SX-70, 600 oder Spectra werden rund 19 Euro fällig. Am Inhalt hat sich jedoch nichts geändert. Sofortbildfotografen werden nach wie vor acht Bilder aufnehmen können und die verwendete Entwicklerchemie wird auch weiterhin dahingehend verbessert, die Entwicklungszeiten möglichst kurz zu halten. Bestellbar ab sofort unter www.polaroidoriginals.com.

Polaroid Originals: alle Filme auf einen Blick

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.