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Ricoh Pentax K-1
Ricoh Pentax K-1: Der Batteriegriff D-BG6 ist optional für rund 250 Euro erhältlich

Pentax K-1: Vollformat-SLR mit 36 Megapixeln und Bildstabilisator

Ab April für rund 2000 Euro erhältlich
17.02.2016

Spät, aber mit beeindruckenden Leistungsdaten, steigt Ricoh in den Vollformatmarkt ein. Die Pentax K-1 macht mit einigen Alleinstellungsmerkmalen und einem attraktiven Preis auf sich aufmerksam

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Ricoh Pentax K-1

Der Monitor ist flexibel gelagert, bleibt aber in der optischen Achse

© Ricoh

Der 36-Megapixel-Sensor erinnert an Nikons deutlich teurere D810. Wie bei dieser kommt der CMOS-Sensor auch bei Ricoh ohne Tiefpassfilter aus. Die Kamera ermöglicht aber wie schon einige APS-C-Modelle des Herstellers, bspw. die K-3 II, eine Tiefpassfiltersimulation, für die der Sensor in leichte Schwingungen versetzt wird. Ebenfalls aus der K-3 II bekannt ist der Pixel-Shift-Resolution-Modus, der vier Aufnahmen macht, bei denen der Sensor um jeweils einen Pixel nach links, rechts, unten und oben verschoben wird. Auf diese Weise werden pro Pixel rote, grüne und blaue Farbinformationen erfasst, die normalerweise mit Qualitätsverlusten aus Nachbarpixeln interpoliert werden müssen. Ricoh verspricht in diesem Modus sowohl eine höhere Schärfe und eine bessere Farbdarstellung, als auch ein geringeres Rauschen – Voraussetzung ist allerdings ein Stativ. Motivbewegungen sollen aber erkannt werden – um Artefakte zu verhindern wird dann nur eine Belichtung genutzt. Die Empfindlichkeit des Bildsensors reicht bis ISO 204.800. Die Hauptaufgabe des beweglichen Sensors ist natürlich die Bildstabilisierung, die fünf Achsen nutzen kann und fünf Blendenstufen kompensieren soll.

Eine weitere Besonderheit ist der neue, bewegliche 3,2-Monitor mit 1,04 Mio. Punkten. Seine spezielle Konstruktion ermöglicht ein Schwenken um 90 Grad nach oben, 45 Grad nach unten und 35 Grad zur Seite, wobei er immer in der optischen Achse bleibt. Das Monitorglas soll besonders gehärtet und damit vor Kratzern geschützt sein. Der optische Glasprisma-Sucher hat ähnlich wie bei der Nikon D810 eine Vergrößerung von 0,7x und deckt 100 Prozent des Bildfeldes ab.

Das Metallchassis mit Magnesiumlegierung ist mit 87 Dichtungen gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt. LEDs beleuchten die Bedienelemente auf der Rückseite, das Bajonett und die Schnittstellen; beim Statusdisplay lässt sich sogar die Helligkeit der Beleuchtung regulieren. Robust ist auch der Verschluss, der für 300.000 Auslösungen getestet ist. Die kürzeste Verschlusszeit liegt bei 1/8000 s (1/200 s Blitzsynchronzeit).

Neuer Autofokus

Das neu entwickelte Autofokussystem SAFOX XII bringt 33 Messfelder, davon 25 Kreuzsensoren, mit und ist bis -3 EV empfindlich. Die Kombination mit dem 86.000-Pixel-RGB-Sensor zur Belichtungsmessung ermöglicht eine Echtzeitanalyse des Motivs und eine verbesserte Tracking-Leistung. Serien schießt die K-1 mit 4,4 Bildern/s (70 JPEGs oder 17 Raws in Folge). Schaltet man die Kamera auf das APS-C-Format mit rund 15 Megapixeln um, so nimmt sie maximal 6,5 Bilder/s auf (100 JPEGs oder 50 Raws in Folge).

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Pentax-D FA 3,5-5,6/28-105 mm ED DC WR

Zusammen mit der Kamera kommt das Pentax-D FA 3,5-5,6/28-105 mm ED DC WR für rund 600 Euro auf den Markt

© Ricoh

Full-HD-Videos beherrscht die neue Pentax ebenfalls, allerdings nur mit 60 Halbbildern oder 30 Vollbildern/s. Zeitrafferaufnahmen lassen sich auch zu einem 4K-Video zusammensetzen. Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse sind vorhanden. Gespeichert wird auf SD-Karten (UHS-I), für die zwei Slots zur Verfügung stehen. Ricoh hat sowohl ein GPS- als auch in Wi-Fi-Modul integriert, das auch zur Fernsteuerung genutzt werden kann. Der Akku liefert Strom für 850 Aufnahmen.

Zwölf Objektive

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Pentax-D FA 2,8/15-30 mm ED SDM WR

Das Pentax-D FA 2,8/15-30 mm ED SDM WR ist ebenfalls ab April für rund 1700 Euro erhältlich

© Ricoh

Parallel zur Kamera stellt Ricoh zwei wetterfeste Objektive vor: Das Pentax-D FA 3,5-5,6/28-105 mm ED DC WR soll rund 600 Euro kosten, das Superweitwinkel Pentax-D FA 2,8/15-30 mm ED SDM WR ca. 1700 Euro. Insgesamt stehen aktuell zwöf Vollformat-taugliche Objektive zur Verfügung. Bereits im letzten Jahr kamen das D FA 2,8/24-70 mm, 2,8/70-200 mm und 4,5-5,6/150-450 mm auf den Markt. Hinzu kommen zwei D-FA Makros (50 und 100 mm) und Objektive aus der FA und Limited Edition-Serie (31 mm, 43 mm, 77 mm, 35 mm, 50 mm). Für APS-C-gerechnete Objektive lassen sich an der K-1 im APS-C-Modus mit rund 15 Megapixeln nutzen, einige sollen sogar fast den Vollformat-Bildkreis abbilden (z. B. das DA* 55 mm). Per Adapter lassen sich außerdem die Pentax-Mittelformat-Objektive nutzen.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.