Panasonic Lumix GX9 und Lumix TZ202

Beide Kameras für jeweils 799 Euro zu haben.
13.02.2018

Mit der Lumix GX9 bringt Panasonic heute die Nachfolgerin der starken GX8. Das neue Flagschiff kommt im schlanken Design, hat 20,3 Megapixel an Bord und dreht Videos in 4K – ebenso wie die Lumix TZ202, die heute ebenfalls vorgestellt wurde. Von der GX9 konnten wir uns schon einen ersten Eindruck verschaffen.

 

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Die Lumix GX9 von vorne. Wer das Vorgängermodell kennt, dem fällt sofort der schmalere Handgriff ins Auge.

© Panasonic

Vergleicht man die Lumix GX9 mit ihrer großen Schwester wird schnell ersichtlich, dass das Design deutlich erschlankt ist und sich mit 124 x 72 x 47 mm eher dem der GX80 anpasst. Der Handgriff fällt schmaler aus, als noch bei der Lumix GX8. Dem neuen Kunststoffgehäuse fehlt der Spritzwasserschutz der GX8. Neu gegenüber der GX8, aber aus der GX80 bekannt, ist der ausklappbare Gehäuseblitz.

Die Lumix GX9 kommt, ähnlich wie ihre Vorgängerin, mit einer doppelten Bildstabilisierung (auf 5 statt 4 Achsen) und einem 20-Megapixel-Sensor. Außerdem können Videos in 4K-Qualität aufgenommen werden.

Panasonic Lumix GX9: mit dualer Bilstabilisierung

Die duale Bildstabilisierung – bestehend aus einer 2-Achsen-Stabilisierung im Objektiv und einer 5-Achsen-Stabilisierung in der Kamera – unterdrückt Verwacklungsunschärfe in alle Richtungen. Auf diese Weise sollen selbst bei ungünstigen Aufnahmesituationen scharfe Foto- und Videoaufnahmen gelingen. Die Effektivitität gibt Panasonic mit vier Blendenstufen an.

Der LCD-Sucher lässt sich wie bei der GX8 um 80 Grad nach oben schwenken und stellt 2,8 Mio. Bildpunkte im 16:9-Format dar. Das Sichtfeld beträgt hierbei 100 Prozent. Er ist allerdings deutlich kleiner als in der GX8 (Vergrößerung 0,7 statt 0,77x) und zeigte in unserem ersten Test im Gegensatz zum OLED-Sucher der GX8 leichte Regenbogen-Artefakte beim Schwenken. Kippbar (aber nicht mehr zur Seite schwenkbar) ist der 7,5 cm große Touchscreen-Monitor, der sich um 80 Grad nach oben sowie um 45 Grad nach unten neigen lässt.

4K-Video: kein Problem für die GX9

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Sequenz Aufnahme

Mit der neuen "Sequenzkomposition" lässt sich eine Person mehrfach in einem Bild festhalten. Sie steht über die 4K-Fotofunktionen der GX9 und TZ202 zur Verfügung.

Bild: Panasonic

Wer auf der Suche nach einer fähigen Videokamera ist, könnte mit der GX9 glücklich werden. Sie nimmt fließende Videos in 4K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf – allerdings mit Crop, also verengtem Bildwinkel. Funktionen wie die Auto-Markierung (die Kamera findet beispielsweise automatisch Gesichter in einer Videosequenz) oder auch die Sequenzkomposition (ein Motiv wird mehrfach in ein Bild montiert) ergänzen das Video-Repertoire des neuen Flaggschiffs. Schwachpunkt: Es existiert kein Anschluss für ein externes Mikrofon.

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Der Blick von oben zeigt das schmale Design der Kamera.

© Panasonic

Was hat die Lumix GX9 noch zu bieten?

Verbesserungen verspricht Panasonic auch beim Autofokus-Tracking, das auf Basis von Algorithmen aus der Lumix G9 optimiert wurde. Der Kontrast-AF nutzt die DfD-Technologie und ist bis -4 EV empfindlich. Ganz so schnell wie die G9 ist die GX9 allerdings nicht: Sie schießt Serien mit 9 Bildern/s beziehungsweise 6 B/s mit AF-Nachführung. Der mechanische Verschluss (bis zu 1/4000 s, GX8: 1/8000 s) soll vibrationsärmer und leiser sein. Ein zusätzlicher elektronischer Verschluss (1/16.000 s) für das lautlose Auslösen ist ebenfalls vorhanden.

Selbstverständlich verfügt die Lumix über Wi-Fi und die Möglichkeit, mobile Endgeräte wie das Smartphone oder auch ein Tablet mit der Kamera zu verbinden; per Bluetooth Low Energy ist außerdem eine permanente Verbindung zum Smartgerät möglich. Der neue Filter "L.Monochrome Dynamisch" komplettiert die Sammlung bereits bekannter Panasonic-Filter. Der "Grain Effect" sorgt für besonders viel Korn im Bild und kann mit allen monochromen Bildstil-Modi kombiniert werden. Der Akku liefert im normalen Betrieb Strom für 260 Aufnahmen, lässt sich aber im neuen Stromsparmodus auf 900 Bilder verlängern.

Die Panasonic Lumix GX9 kommt ab März 2018 in der Farbe Schwarz in den Handel und liegt preislich bei 799 Euro.

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Der Blick von oben auf die TZ202 mit ihrem 15-fach-Zoom.

© Panasonic

Panasonic Lumix TZ202: von Makro bis 15-fach-Zoom

Mit der Lumix TZ202 komplettiert Panasonic seine beliebte Travel-Zoom-Serie um ein weiteres Modell. Die kompakte Kamera ist mit einem hochempfindlichen 1-Zoll-MOS-Sensor ausgestattet und liefert Videoaufnahmen in 4K-Qualität samt Live Cropping. Den Zoombereich hat Panasonic von 10fach bei der TZ101 ((2,8-5,9/25-250 mm beim Kleinbild) auf 15-fach erweitert: Das weitwinklige Leica DC Vario-Elmar (3,3-6,4/24-360 mm) macht Makroaufnahmen von bis zu 3 cm möglich und erlaubt dem Anwender, verwacklungsfreie Aufnahmen unter unterschiedlichsten Bedingungen aufzunehmen. Der verbaute Sensor sorgt dabei für die nötige Detailschärfe und erlaubt Bildempfindlichkeiten von bis zu ISO 12.800.

Sucher und Kontrollmonitor der TZ202

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Unterschiede TZ101 und TZ202

Die wichtigsten Unterschiede zwischen der TZ101 und TZ202

Quelle: Panasonic

Der rückseitig integrierte 3-Zoll-Monitor bildet einen 100 prozentigen Aufnahmebereich ab und kann per Touch bedient werden. Die Auflösung beläuft sich auf 1.240.000 Bildpunkte. Der Live-View-Sucher der Lumix TZ202 bildet 2,3 Megapixel im 3:2-Format ab. Ein Linearmotor sorgt für einen schnellen Autofokus und die integrierte Depth-from-Defocus-Technologie trägt zur präzisen Fokusleistung der TZ202 bei. Auf diese Weise erreicht das AF-System laut Hersteller eine Geschwindigkeit von bis zu 0,1 Sekunden und Serienbildaufnahmen von bis zu 10 Bildern pro Sekunde. Aufnahmen im Raw-Format sind für die Kamera kein Problem, diese können in der Kamera entwickelt werden.

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Die Lumix TZ202 mit ausgeklapptem Blitz.

© Panasonic

TZ202 kommt mit benutzerfreundlicher Bedienoberfläche

Das Bedienfeld ist mit diversen Einstellknöpfen und -rädern ausgestattet, welche die Bildgestaltung erleichtern sollen. Beispielsweise lassen sich das Zoom und die Belichtung bequem steuern, sodass sich der Fotograf noch besser auf den optimalen Bildausschnitt konzentrieren kann. Und häufig genutzte Einstellungen wie Fokus, Blende, Verschlusszeit, Aufnahmemodus oder Filter können dank des schnellen Zugriff besser genutzt werden.

Was hat die Lumix TZ202 noch zu bieten?

Auch die Lumix TZ202 ist mit Wi-Fi sowie mit Bluetooth ausgestattet, um eine sofortige Bildwiedergabe auf externen Geräten zu ermöglichen. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 370 Bildern pro Aufladung. Außerdem verfügt die Kamera ebenfalls über den neuen "L-Monochrome"-Filter.

Die Panasonic Lumix TZ202 kommt ab März 2018 in den Farben Schwarz und Silber in den Handel und liegt preislich bei 799 Euro. as/aj

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Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.