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Olympus-Logo.
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Bild: Olympus

Olympus will das Kamera- und Objektivgeschäft auslagern

Absichtserklärung
24.06.2020

Gerüchte um das Kamerageschäft von Olympus gab es schon seit längerem. Nun hat das Unternehmen bekanntgegeben, das Imaging-Geschäft an Japan Industrial Partners, Inc. (JIP) auslagern zu wollen.

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Die OM-D E-M1 Mark III ist die jüngste Kamera von Olympus.

Die OM-D E-M1 Mark III ist die jüngste Kamera von Olympus.

Bild: Olympus

Hintergrund der Auslagerung ist, dass die Imaging-Sparte von Olympus trotz einer Restrukturierung der Produktion (z. B. Verlagerung nach Vietnam) drei Geschäftsjahre in Folge Verluste geschrieben hat. Bisher hat Olympus ein sogenanntes „Memorandum of Understanding“ über die Übertragung seines Imaging-Geschäfts an Japan Industrial Partners Inc. (JIP) unterschrieben, also eine Absichtserklärung. Der abschließende Vertrag soll am 30. September unterschrieben werden, der eigentlich Unternehmensübergang ist für Ende des Jahres geplant. Während der laufenden Gespräche sollen die Geschäfte wie gewohnt weitergeführt werden. „Verkaufs-, Service- und Marketingabteilungen werden weiterhin hart daran arbeiten, Kunden, die sich für die Fotografie begeistern, mit großartigen Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen“, lässt Olympus wissen. Und weiter: „Olympus ist der Ansicht, dass durch die Ausgliederung an JIP und die gemeinsame Führung, die Organisationsstruktur schlanker, effizienter und agiler wird und dies zugleich auch der geeignetste Weg für das Imaging-Geschäft ist, nachhaltig und kontinuierlich zu wachsen sowie weiterhin einen Mehrwert für die Nutzer der Produkte zu bieten.“

Wie sich das Geschäft nach der Übernahme entwickelt, bleibt abzuwarten. JIP hatte in der Vergangenheit beispielsweise die Vaio-Notebook-Sparte von Sony übernommen und weitergeführt. Das könnte auch bei Olympus der Fall sein.

Statement von Olympus Deutschland

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Olaf Kreuter leitet das Consumer Marketing von Olympus in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Olaf Kreuter leitet das Consumer Marketing von Olympus in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Bild: Olympus

Von Olympus Deutschland (Olaf Kreuter) haben wir folgendes Statement zum Thema erhalten:

„Heute haben die Olympus Imaging Business Unit und Japan Industrial Partners, Inc. (JIP) ein Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet. Beide Unternehmen führen nun weitere Gespräche mit dem Ziel der Übertragung des langjährigen Imaging-Geschäfts von Olympus auf JIP zum Ende des Kalenderjahres 2020.

JIP ist ein starkes Unternehmen, das bereits ähnliche strategische Ausgliederungen zum Erfolg geführt und das Wachstum vieler Marken maximiert hat. Olympus sieht die mögliche Übertragung als eine Gelegenheit, das Imaging-Geschäft so zu entwickeln, dass sowohl langjährige als auch neue Kunden davon profitieren können. Olympus und JIP sichern den Stakeholdern volle Transparenz zu, sobald sich die Pläne konkretisieren.

Olympus Imaging wird die Geschäfte wie gewohnt fortführen. Das gilt für laufende Aktionen, Promotions, geplante Events und natürlich auch die vereinbarten Auslieferungen. Neue Produkte werden ebenfalls wie geplant eingeführt. Ihre Ansprechpartner aus dem Sales Team, der Kundenservice und das Marketingteam sind weiterhin für Sie da.“

Olaf Kreuter, Leitung Consumer Marketing Deutschland, Österreich und Schweiz, Consumer Products Olympus Deutschland GmbH

Weiterführende Links

Statement von Olympus Deutschland 

Ausführliche englischsprachige Pressemitteilung 

 

 

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.