Olympus stellt neues Flaggschiff OM-D E-M1 Mark II vor

18 Bilder/s mit Autofokus
19.09.2016

Auf der photokina hat Olympus heute sein neues Micro-Four-Thirds-Flaggschiff vorgestellt. Die OM-D E-M1 Mark II ist deutlich schneller geworden und hat nun einen 4K-Video-Modus

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OM-D E-M1 Mark II

Die E-M1 Mark II mit dem 2,8/12-40 mm

Bild: Olympus

Der neue 20,4-Megapixel-Sensor der OM-D E-M1 Mark II hat einen gegenüber der EM-1 deutlich verbesserten Phasen-Detektions-Autofokus. So stehen nun 121 Phasen-Pixel (Kreuzsensoren) zur Verfügung, die 80 Prozent des Bildes abdecken. Der neue Autofokus ermöglicht es, Serien mit 18 Bildern/s mit Autofokusnachführung zu schießen. Ohne AF sind sogar 60 Bilder/s bei voller Auflösung möglich. Wird der neue Pro-Capture-Modus gewählt, minimiert sich die Auslöseverzögerung, da bereits vor dem Auslösen bis zu 14 Bilder aufgenommen werden. Den Pufferspeicher hat Olympus verdoppelt. Die genaue Länge der Serienbilder steht noch nicht fest, es dürften aber rund 60 Raws in Folge sein. Für eine hohe Geschwindigkeit ist auch der neue Bildprozessor TruePic VIII zuständig.

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OM-D E-M1 Mark II

Der Batteriegriff ist als Zubehör erhältlich

Bild: Olympus

Der Sensor selber soll sich um den Faktor drei schneller auslesen lassen. Außerdem verspricht Olympus eine verbesserte Bildqualität in Form eines größeren Dynamikumfangs und eines geringeren Bildrauschens. Per Pixel-Shift lassen sie bei der Pen-F sich vom Stativ mehrere Aufnahmen zu einem Bild mit 50 Megapixeln kombinieren (High-Resolution-Shot).

Verbesserter Sucher

Der Sucher hat die gleiche Größe  und Auflösung wie in der E-M1 lässt sich aber von einer Bildwiedergabe von 60 auf 120 Bilder/s umschalten und hat dann eine entsprechend flüssigere Darstellung. Die Blackout-Zeit im Sucher soll ebenfalls deutlich reduziert worden sein, sodass sich das Motiv nun Live verfolgen lässt. Der Monitor ist nun vollständig dreh- und schwenkbar.

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OM-D E-M1 Mark II

Die E-M1 Mark II ist abgedichtet und frostsicher

Neu ist außerdem der 4K-Modus. Die E-M1 Mark II nimmt sowohl mit 3840 x 2160 Pixeln und bis zu 30 Bildern/s auf als auch im  Cinema-4K-Modus mit 4096 x 2160 Pixeln und 24 Bildern/s – hier liegt die Datenrate bei bis zu 237 Mbit/s. Über HDMI kann ein Signal mit 4:2:2-Farbabtastung ausgegeben werden.

Der 5-Achsen-Bildstabilisator wurde weiter verbessert und soll nun zusammen mit dem neuen M.Zuiko Digital  4/12-100 mm Pro bei 100 mm bis zu 6,5 Blendenstufen kompensieren können. Weitere Merkmale der E-M1 Mark II sind zwei SD-Speicherkartenslots (einer UHS-II-kompatibel), eine um 40 % längere Akkulaufzeit und kürzere Ladezeiten (mit neuem Akku) und eine USB 3.0-Schnittstelle.

Die staub- und spritzwassergeschützte Kameras ist einzeln oder im Kit mit den M.Zuiko Digital 2,8/12-40 mm vermutlich ab Dezember erhältlich. Der Preis steht noch nicht fest. Als Zubehör ist unter anderem der neue Batteriegriff HLD-9 erhältlich.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.