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Pen E-PL9
Bild: Olympus

Olympus Pen E-PL9: Kleine Systemkamera mit 4K-Video

Ab Mitte März für ca. 550 Euro erhältlich
07.02.2018

4K-Video, ein eingebauter Blitz und eine vereinfachte Bedienung sind die wichtigsten Neuerungen der preiswerten Micro-Four-Thirds-Kamera Pen E-PL9. Wir konnten sie bereits ausprobieren.

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Pen E-PL9

Der Griff ist etwas ergonomischer als bei der E-PL8. Auf dem Programmwahlrad ist der AP-Modus hinzugekommen

Bild: Olympus

Äußerlich fällt vor allem der neue Griff auf, der einen etwas besseren Halt verleiht als bei der E-PL8. Das Programmwahlrad auf der Oberseite wurde – wie schon bei der OM-D E-M10 Mark III – um den AP-Modus ergänzt. Mit ihm lassen sich schnell spezielle Funktionen aufrufen, die sich bisher in den Tiefen der Menüs versteckt hatten, beispielsweise für Light Painting oder Mehrfachbelichtungen. Neu sind hier die Optionen für lautloses Auslösen und Schwenkpanoramen. Ebenfalls aus der E-M10 Mark III bekannt ist die Short-Cut-Taste, die ein zum jeweils eingestellten Programm passendes vereinfachtes Menü auf dem Touch-Monitor (3,0 Zoll, 1,04 Mio. Punkte) aufruft. Dieser lässt sich wie bisher nach oben und unten kippen – für Selfies steht ein spezieller Portrait-Modus zur Verfügung.

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Pen E-PL9

Der Monitor lässt sich in die Selfie-Position kippen.

Bild: Olympus

Neu ist der integrierte Ausklappblitz, dem der Accessory-Port am Blitzschuh zum Opfer gefallen ist – ein externer elektronischer Aufstecksucher lässt sich daher nicht mehr verwenden. Neben Wi-Fi hat Olympus nun auch ein stromsparendes Bluetooth-Funkmodul integriert, das eine permanente Verbindung zum Smartphone oder Tablet mit der OI.Share-App ermöglichen soll. Über Bluetooth lässt sich die ausgeschaltete Kamera laut Olympus „wecken“, die Fernsteuerung erfolgt per Wi-Fi. Leider funktionierten bei unserem Vorserienmodell die Wi-Fi- und Bluetooth-Funktionen noch nicht bzw. wurden von OI.Share-App noch nicht unterstützt.

4K-Video und schnelle Serienbilder

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Pen E-PL9

Neu gegenüber der E-PL8 ist der ausklappbare Blitz

Bild: Olympus

Zu den neuen inneren Werten gehört der TruePic-VIII-Bildprozessor (aus der E-M1 Mark II und E-M10 Mark III bekannt), der unter anderem die Aufzeichnung von 4K-Video (mit 30 B/s) und mehr AF-Messfeldern (121 statt 81) ermöglicht. Neu sind außerdem die Art-Filter „Instant Film“ und „Bleach Bypass“ (letzterer ist schon aus der E-M10 III bekannt).

Bereits testen konnten wir den Serienbildmodus. Mit elektronischem Verschluss (Achtung: versteckt unter Szenenprogrammen) sind nun 12 Bilder/s möglich, welche die Kamera bei JPEGs extrem lange durchhält (wir haben den Test nach 200 Bildern in Folge abgebrochen), bei Raws wird sie nach 11 Aufnahmen langsamer. Mit mechanischem Verschluss haben wir 8,6 Bilder/s gemessen. Leider kann die Pen den Autofokus im schnellsten Serienbildmodus nicht nachführen. Hierfür muss der langsamere Modus (Low) gewählt werden; dann sind 4 Bilder/s möglich.

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Pen E-PL9

Die E-PL9 in Weiß. Der Sensor löst 16 Megapixel auf.

Bild: Olympus

Die Bildqualität der E-PL9 liegt etwa auf dem Niveau der Vorgängerin E-PL8 – vielleicht sogar minimal darüber (Näheres wird der Labortest in fM 4/18 zeigen). Beide Pens nutzen einen 16-Megapixel-Sensor ohne Tiefpassfilter und machen sehr knackige und scharfe Aufnahmen. Bis ISO 800 ist die Qualität fast tadellos und bei ISO 1600 immer noch sehr gut.

Die Pen E-PL9 ist ab Mitte März in Schwarz-Silber, Braun-Silber und Weiß für rund 550 Euro erhältlich, das Kit mit dem 3,5-5,6/14-42 mm EZ Pancake kostet ca. 700 Euro.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.