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Olympus Pen E-P7 mit Kitobjektiv 14-42 mm (28-84 mm beim Kleinbild).
Olympus Pen E-P7 mit Kitobjektiv 14-42 mm (28-84 mm beim Kleinbild).
Bild: Olympus

Olympus Pen E-P7: Design-Kamera mit 20 Megapixeln

Preis: ca. 800 Euro
09.06.2021

Das neue Unternehmen OM Digital Solutions bringt als erste Kamera die Olympus Pen E-P7 auf den Markt, ein kleines, schickes Micro-Four-Thirds-Modell mit 20-MP-Sensor.

Das neue Unternehmen OM Digital Solution entstand Anfang 2021 durch die Auslagerung der Kamera-, Objektiv- und Audiosparte von Olympus. Der Markenname Olympus bleibt auf absehbare Zeit erhalten. Als erste Kamera unter dem neuen Firmendach kommt Ende Juni also die Pen E-P7 auf den Markt und tritt die Nachfolge der 2019 vorgestellten Pen E-PL10 an, die wiederum nur minimale Änderungen gegenüber der Pen E-PL9 von 2018 mitbrachte. Die Pen E-P7 hat nun deutlich mehr Neuerungen aufzuweisen.

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Die Rückseite der Pen E-P7 ist recht aufgeräumt.

Die Rückseite der Pen E-P7 ist recht aufgeräumt. Viele Funktionen lassen sich über den Touchscreen steuern.

Bild: Olympus

Bekannter 20-Megapixel-Sensor

Zunächst ist sie mit dem aktuellen 20-Megapixel-CMOS-Sensor ausgestattet, der auch aus OM-D-Modellen bekannt ist. Die Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis 25.600. Wie die meisten Pens (mit Ausnahme der Pen-F) hat die E-P7 keinen Sucher. Der Monitor (3,0 Zoll, 1,04 Mio. Punkte) lässt sich nach oben und unten kippen und in die Selfie-Position bringen. Auch die Bedienung ist stark auf den Touchscreen ausgerichtet. Auf der Vorderseite ist ein Schalter hinzugekommen, über den sich schnell zwischen dem Standard-Fotomodus und verschiedenen Farb- und Monochrome-Profilen wechseln lässt. Hier lassen sich Farben, Schatten und Lichter und – für SW-Profile – Farbfilter und Körungseffekte simulieren. Natürlich stehen auch die bekannten Art-Filter zur Verfügung, deren Stärke sich einfach auf dem Touchscreen anpassen lässt.

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Der 3,0-Zoll-Monitor lässt sich um 85 Grad nach oben und 180 Grad nach unten kippen.

Der 3,0-Zoll-Monitor lässt sich um 85 Grad nach oben und 180 Grad nach unten kippen.

Bild: Olympus

Verbesserungen bei Autofokus und Bildstabilisierung

Verbessert hat der Hersteller die Effektivität des integrierten 5-Achsen-Bildstabilisators (IBIS), die nun bei 4,5 (statt 3,5) Lichtwertstufen liegen soll. Der noch effektivere Sync IS (also die Kombination aus IBIS und Stabilisator im Objektiv) bleibt aber den höherwertigen OM-D-Modellen vorbehalten.

Einen weiteren Unterschied zu den meisten OM-Ds gibt es beim Autofokus. Anders als die E-M5 Mark III, E-M1 Mark III oder E-M1 X hat die Pen E-P7 keinen Hybrid-, sondern einen reinen Kontrast-AF mit 121 Messfeldern. Der Hersteller verspricht aber einen verbesserten kontinuierliche Autofokus und auch die Gesichts- und Augenerkennungs-Algorithmen aus den OM-D Modellen sind an Bord. So sollen Gesichter und Augen selbst dann erkannt und scharfgestellt werden, wenn sie teilweise verdeckt beziehungsweise im Profil zu sehen sind.

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Die neue Pen hat zwei Einstellräder und ist mit dem Kitobjektiv sehr kompakt.

Die neue Pen hat zwei Einstellräder und ist mit dem Kitobjektiv sehr kompakt.

Bild: Olympus

USB-Ladefunktion und Bluetooth-Datenübertragung

Zu den weiteren Neuerungen gehört, dass sich die Kamera per USB laden lässt. Der Akku liefert mit einer Ladung Strom für 360 Aufnahmen. Während der mechanische Verschluss als kürzeste Zeit 1/4000 s schafft, ist mit dem elektronischem Verschluss 1/16.000 s und das lautlose Auslösen möglich. Im AP (Advanced Photo)-Modus stehen unter anderem Live Composite und Live Bulb für Langzeitbelichtungen, Panorama, HDR, Focus-Bracketing und Mehrfachbelichtungen (zwei Aufnahmen) zur Verfügung. Der eingebaute Blitz hat eine Leitzahl von 7,6 (ISO 200); ein Blitzschuh ist vorhanden und auch das drahtlose Olympus Wireless RC-System wird unterstützt. Serien gelingen mit bis zu 15 Bilder/s – in der höchsten Geschwindigkeitstufe allerdings ohne AF-Nachführung. Videos nimmt die Kamera ohne Crop mit 4K-Auflösung und 30p bis zu knapp 30 Minuten am Stück auf. Der Zeitlupenmodus beherrscht bei 1280 x 720 Pixeln mit 120 fps.

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Die Pen E-P7 ist neben Schwarz-Silber auch in Weiß-Silber erhältlich.

Die Pen E-P7 ist neben Schwarz-Silber auch in Weiß-Silber erhältlich. Links neben dem Objektiv ist der Farb-Profil-Schalter zu sehen.

Bild: Olympus

Verfügbarkeit und  Preis

Das neue Pen E-P7 soll Ende Juni zu einem UVP von 799 Euro (Gehäuse) bzw. 899 Euro (Kit inkl. M.Zuiko Digital ED 14-42mm F3.5-5.6 EZ) in Weiß-Silber beziehungsweise in Schwarz-Silber verfügbar sein.

> Olympus Pen E-P7 in der fotoMAGAZIN-Kameradatenbank

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.

Olympus Pen E-P7: Design-Kamera mit 20 Megapixeln

Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.