Olympus OM-D E-M10 Mark III mit 4K-Video

Preis: ca. 650 Euro
31.08.2017

Die dritte Inkarnation der preiswerten spiegellosen Systemkamera OM-D E-M10 wartet nun mit 4K-Video und einem neuen Bedienkonzept auf

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Olympus OM-D E-M10 Mark III

Die E-M10 Mark III ist in Silber und Schwarz erhältlich

Bild: Olympus

Gegenüber ihrer Vorgängerin OM-D E-M10 Mark II ist die Mark III minimal größer und schwerer geworden. Ein Grund hierfür ist der etwas ausladendere Griff. Trotzdem gehört die Neue nach wie vor zu den kleineren und leichteren Systemkameras. Überarbeitet hat Olympus das Bedienkonzept. Direkt neben dem Einschalter befindet sich jetzt eine Short-Cut-Taste, die eine Smartphone-ähnliche Menüführung auf dem Touch-Monitor ermöglicht. Über das Moduswahlrad kann der Fotograf außerdem den neuen AP(Andvanced Photo)-Modus aufrufen und dann schnell bisher in den Menüs versteckte Funktionen aufrufen. Dazu gehören Live Composite, Live Time (beide für Langzeitbelichtungen), Mehrfachbelichtungen, HDR, Panorama Keystone-Korrektur, Belichtungsreihen und Focus Bracketing. Auch das Lautlosschalten der Kamera ist hier schnell möglich.

4K mit Bildstabilisierung

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Olympus OM-D E-M10 Mark III

Bei der Olympus OM-D E-M10 Mark III ruft die Short-cut-Taste eine Smartphone-ähnliche Touch-Bedienoberfläche auf.

Bild: Olympus

Die wichtigste technische Änderung ist der von Full-HD auf 4K verbesserte Videomodus. Hochauflösendes Video nimmt die E-M10 III mit 3840 x 2160 Pixeln, 30, 25 oder 24 Bildern/s und einer Datenrate von bis zu 102 MBit/s auf. Möglich macht dies unter anderem der neue TruePic VIII-Bildprozessor. Full-HD-Videos zeichnet die Kamera nach wie vor mit 60 Bildern/s auf, Zeitlupen nun in 720p (statt VGA-Auflösung) und 120 Bildern/s. Die Bildstabilisierung erfolgt bei der Videoaufnahme über eine Kombination aus Sensor-Shift und digitalem Verfahren auf fünf Achsen.

Weitere Neuerungen: Der Auto-Modus (ehemals iAuto) wurde überarbeitet; er soll nun Unschärfen durch Verwackeln auch im Dunkeln erkennen. Hinzugekommen ist außerdem der Art-Filter „Bleach Bypass“ – und zwar in zwei Varianten: Typ I gibt Metalloberflächen einen glänzenden Effekt, Typ II ahmt eine nostalgische Farbdarstellung alter Kinofilme nach.

Kein neuer Sensor

Keine Änderungen gibt es beim Micro-Four-Thirds-Sensor: Dieser löst nach wie vor 16 Megapixel auf (die höherpreisigen Modelle Pen-F und E-M1 Mark II sind inzwischen mit einen 20-Megapixel-Sensor ausgestattet) und verzichtet auf ein Tiefpassfilter.

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Olympus OM-D E-M10 Mark III

Der Touchscreen-Monitor ist klappbar

Bild: Olympus

Wie gehabt ist die E-M10 Mark III mit einem elektronischen Sucher mit 2,36 Millionen Bildpunkten ausgestattet, der Klappmonitor hat eine Diagonale von 3,0 Zoll und stellt 1,04 Millionen Punkte dar. Der in die Kamera integrierte Bildstabilisator arbeitet auf fünf Achsen und soll vier Blendenstufen kompensieren. Serien schießt die E-M10 Mark III mit bis zu 8,6 Bildern/s wobei 22 Raws in Folge möglich sind.

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Olympus OM-D E-M10 Mark III

Der Sucher hat sich gegenüber der Vorgängerin nicht geändert, er löst 2,36 Millionen Punkte auf

Bild: Olympus

Zu der weiteren Olympus-typisch üppigen Ausstattung zählen WLAN, eine Augenerkennung, ein elektronischer Verschluss mit Zeiten bis zu 1/16.000 s (mechanisch 1/4000 s) und die Unterstützung für UHS-II-SD-Karten. Die Akkulaufzeit beträgt 330 Bilder.

Die OM-D E-M10 Mark III ist in Silber und Schwarz erhältlich und kostet rund 650 Euro, bzw. 800 Euro in Kombination mit dem 3,5-5,6/14-42 mm EZ.

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.