Nikon DL: Premium-Kompakte mit 4K und SnapBridge

Drei Modelle im Juni
23.02.2016

Gleich mit drei Modellen startet Nikon seine neue DL-Serie hochwertiger Kompaktkameras mit 1-Zoll-Sensoren und lichtstarken Objektiven

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DL24-85 mm f/1.8-2.8

Die DL24-85 mm f/1.8-2.8 (im Bild) und DL24-500 mm f/2,8-5,6 lassen sich mit dem Aufstecksucher erweitern

Nikon

Bisher hatte Nikon – anders als Sony, Canon und Panasonic – die 1-Zoll-Bildsensoren ausschließlich im Nikon-1-Wechselobjektivsystem eingesetzt. Im Juni bringt das Unternehmen nun erstmals drei Kompakte mit 20,8-Megapixel-Sensoren im 1-Zoll-Format (13,2 x 8,8 mm) auf den Markt, die nach ihren Objektivdaten benannt wurden (Brennweiten entsprechend Kleinbild): Die DL24-85 f/1.8-2.8 kostet rund 770 Euro. Mit Rekord-Weitwinkel kommt die DL18-50 f/1.8-2.8 zum Preis von rund 960 Euro auf den Markt. Im klassischen Bridgedesign und mit viel Zoom gibt es die DL24-500 f/2.8-5.6 (ca. 1050 Euro), die als einzige Kamera einen integrierte Sucher hat (ca. 2,4 Mio. Punkte). Für die anderen beiden Modelle ist optional der neigbare Aufstecksucher DF-E1 erhältlich. Der OLED-Monitor hat bei allen Kameras eine Diagonale von 3,0 Zoll, löst 1,04 Mio. Punkte auf und erlaubt die Touch-Bedienung. Bei den kleinen Modellen lässt er sich nach oben und unten kippen, bei der DL24-500 mm kann er auch gedreht werden. Alle Objektive besitzen eine Bildstabilisierung, die vier Blendenstufe kompensieren soll.

4K und schnelle Serienbilder

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DL24-85 mm f/1.8-2.8

DL24-85 mm f/1.8-2.8 mit Klappmonitor

Nikon

Gemeinsam haben die neuen Kameras auch den 4K-Videomodus (3840 x 2160 Pixel, 30p und 25p, max. Cliplänge: 5 Minuten). In Full-HD-Auflösung können die Videodaten per HDMI unkomprimiert auf einem externen Rekorder aufgezeichnet werden. Aus der Nikon-1-Serie ist der Hybrid-Autofokus mit Phasen- und Kontrast-Detektion bekannt (insgesamt 171 Messfelder davon 105 mit Phasen-Detektion). Serienbilder gelingen mit extrem hoher Frequenz von 60 B/s bzw. 20 B/s mit Schärfenachführung. Im Gegensatz zur 1er-Serie sind die DL-Modelle mit einem Standard-ISO-Blitzschuh ausgestattet.

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DL24-500 mm f/2,8-5,6

Bei der DL24-500 mm f/2,8-5,6 lässt sich ein Mikrofon anschließen

Nikon

Eine neue Nikon-Besonderheit, die erstmals für die D500 angekündigt wurde, ist die auf Bluetooth LE (Low Energy) beruhende SnapBridge-Technologie. Ist sie aktiviert, so überträgt die Kamera automatisch jedes aufgenommene Bild mit einer Auflösung von 2 Megapixeln auf ein Smartgerät. Der Vorteil gegenüber der Übertragung per Wi-Fi (das ebenfalls integriert wurde) ist, dass nicht jedes mal eine Verbindung aufgebaut werden muss, und das Smartgerät parallel mit einen WLAN-Netzwerk verbunden bleiben kann. Der mechanischer Verschluss der DL-Modelle schafft eine kürzeste Zeit von 1/2000 s und wird durch einen elektronischen Verschluss (1/16.000 s) ergänzt.

Die DL24-85 f/1.8-2.8 hat als Besonderheit einen Brennweitenring und einen zweiten Einstellring, der mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden kann. Ihr Objektiv besitzt eine Nanokristallvergütung. Die DL 18-50 f/1.8-2.8 bringt eine integrierte Perspektivkorrektur für stürzende Linien mit und verzichtet als einzige Kamera auf einen eingebauten Blitz.

 

 

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.