Mit zweitem Display: HTC U Ultra

Android-Smartphone-Flaggschiffe
10.01.2017

HTC setzt in seiner neuen Smartphone-Familie namens U auf gläserne, künstliche Intelligenz, auf leistungsfähige Kameras – und den Second Screen

HTC hat heute die ersten beiden Modelle seiner künftigen U-Familie vorgestellt, die die One-Serie ablösen wird. Die Highend- und Mittelklasse-Linie debütiert in Form des U Ultra und des U Play. Im hochwertigeren U Ultra kommt dabei erstmals ein 2 Zoll großes Zweitdisplay (160 x 1040 Bildpunkte) auf der Vorderseite zum Einsatz, das über dem 5,7 Zoll großen Hauptdisplay (2560 x 1440 Bildpunkte) liegt.

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HTC U Ultra Smartphone Display Kamera UltraPixel

HTC U Ultra weist oben ein zweites Display mit 160 x 1040 Bildpunkten auf

© HTC

Das kleine Farbdisplay soll Statusmeldungen und Nachrichten abspielen und über den „Sense Companion“ aus dem Nutzerverhalten lernen und entsprechend darauf reagieren. Beipielsweise soll es vor einem längeren Meeting (Info aus dem Kalender) an das rechtzeitige Laden des Akkus erinnern, damit zwischenzeitlich nicht der Saft ausgeht. Dieses Display benötigt zwar zusätzlichen Strom, soll aber unter dem Strich beim Stromsparen helfen, da der Strom-schluckende Haupt-Screen häufiger ausgeschaltet bleiben kann.
Die Hauptkamera arbeitet mit den größeren UltraPixel (erstmals beim HTC One), von denen 12 Millionen auf dem Sensor liegen. Er nimmt auch Raws und 4k-Videos auf. Das 1,8er-Objektiv verfügt über einen optischen Bildstabilisator und einen Autofokus mit drei Arten der Schärfeerkennung (Phasendetektion, Kontrast- und Laser-AF). Flotter soll die Auto-HDR-Funktion geworden sein.
 

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HTC U Ultra Smartphone Display Kamera UltraPixel

HTC U Ultra in Saphir-Blau

© HTC

Identisch sind die Frontkameras in beiden Neuheiten. Sie arbeiten entweder im 16-Megapixel- oder – bei schlechten Lichtverhältnissen – im UltraPixel-Modus mit Pixel-Binning. Auch hier gibt es Funktionen wie Auto-HDR und Selfie-Panorama. Im U Play mit 5,2-Zoll-Display kommen ein 2/28-mm-Objektiv mit Bildstabilisator und ein 16 Megapixel-BSI-Sensor zum Einsatz, ebenfalls mit Auto-HDR und Raw-Bildausgabe.
HTCs 170 g wiegendes Topmodell Ultra (Android 7.0) kommt mit vier Rundum-Mikrofonen, die nicht nur hochwertige Tonaufzeichnungen (3D-Sound-Recording) liefern, sondern auch die Sprachsteuerung verbessern sollen. Aus bis zu zwei Metern Abstand und beliebiger Richtung soll das Ultra beispielsweise biometrisch entsperrt werden können.
Wie andere Hersteller auch verzichtet HTC auf einen analogen Kopfhöreranschluss. Mitgeliefert wird ein hochwertiges Headset mit einem zweiten Mikrofon für den USB-Anschluss. Der Sound kann auf das Gehör des Nutzers kalibriert werden. Beide Geräte besitzen ein zusätzliches Speicherkartenfach.

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HTC U  Play Smartphone Display Kamera UltraPixel

HTC U Play in Brilliant-Schwarz

© HTC

Das Ganze steckt in einem neuartigen Gehäuse mit Alurahmen und Glasrückseite, anstelle von Aluminium wie zuletzt. HTC nennt das Design Liquid Surface. Mehrere miteinander verklebten Glasschichten sind an den Rändern gebogen und zusammen mit dem Protektor Gorilla-Glas 5 soll das Gehäuse stabiler als frühere Metall- oder Kunststoffgehäuse sein.
U Ultra und U Play (Android 6) kommen in jeweils vier Farben (Schwarz, Dunkelblau, Weiß und Pink). Die Preisempfehlungen sind derzeit noch nicht final: Das Ultra (64 GB) wird sich zwischen 700 und 750 Euro bewegen, das Play (32 GB) bei etwa 400 Euro. Beide sollen noch im Februar verfügbar sein. Vielleicht schon im März folgt eine Special Edition des Ultra mit 128 GB Speicher und Saphirglas am Touchscreen für knapp 900 Euro.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Technikredakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.