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Lytro Illum
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Lytro verabschiedet sich vom Consumer-Geschäft

Kameras werden nicht weiterentwickelt
07.04.2016

In einem Blogeintrag begründet Lytros CEO Jason Rosenthal, warum sich das Unternehmen vom Consumer-Markt zurückzieht und sich künftig auf das Virtual-Reality-Geschäft konzentrieren will

Lytro hatte vor etwa vier Jahren als erstes Unternehmen eine Lichtfeldkamera für den nicht-industriellen Einsatz auf den Markt gebracht gebracht, die unter anderem das Fokussieren nach der Aufnahme erlaubt. Auf das erste Modell folgte vor zwei Jahren semiprofessionelle Illum. Im letzten Herbst hatte das kalifornische Unternehmen dann die professionelle Lichtfeld-Lösung Immerge zum Erstellen von VR-Inhalten vorgestellt, die beispielsweise in den Bereichen Film, Spiele, Architektur und Medizin zum Einsatz kommen soll.

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Lytro Immerge

Lytros Immerge ist für die Erstellung von Inhalten unter anderem in den Bereichen Film, Spiele oder Architektur gadacht

Lytro

Schwieriger Kameramarkt

Nun verkündet Lytros CEO Jason Rosenthal in einem sehr persönlichen Blogeintrag den Abschied von Consumer-Geschäft. Rosenthal sieht verschiedene Gründe dafür, dass sich die Lytro-Kameras nicht durchsetzen konnten. Dazu gehören technischen Limitationen wie die niedrige Auflösung und die großen Dateien. Hinzu kommt der hohe Preis der Kameras in einem insgesamt schrumpfenden Markt, der zunehmend unter der Konkurrenz durch Smartphones leidet. Lytro hätte um eine geplante dritte oder vierte Kamerageneration auf den Markt zu bringen, mehr als die Hälfte des eingesammelten Kapitals einsetzen müssen und damit die Existenz des Unternehmens gefährdet.

Zum Scheitern der Lichtfelkameras dürften auch ähnliche Technologien begetragen haben, die zunehmend in Smartphones, Kompakt- und Systemkameras Einzug halten, beispielsweise Pansonics Post-Focus-Technologie, die verschiedene Schärfeebenen in einem 4K-Video erfasst.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Journalist und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.