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Die Q2 Monochrom kommt im spritzwassergeschützen Magnesiumgehäuse auf den Markt.
Die Q2 Monochrom kommt im spritzwassergeschützen Magnesiumgehäuse auf den Markt.
Bild: Leica

Leica Q2 Monochrom: erste Kompaktkamera mit Schwarzweiß-Sensor

Preis: ca. 5590 Euro
10.11.2020

Ausschließlich schwarzweiß, das aber mit besonders guter Qualität, nimmt die Vollformatkamera Leica Q2 Monochrom auf. Wie ihre herkömmliche Schwester Q2 ist sie mit einem 47-MP-Sensor und 28-mm-Weitwinkelobjektiv ausgestattet.

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Das Objektiv ist mit einem Blendenring ausgestattet und lässt sich in den Makromodus schalten.

Das Objektiv ist mit einem Blendenring ausgestattet und lässt sich in den Makromodus schalten.

Bild: Leica

Das Konzept einer Schwarzweiß-Kamera ist bereits aus der Messsucherkamera M Monochrom aus dem Jahr 2012 und der neueren M10 Monochrom  bekannt: Da der Sensor ohne lichtschluckende Farbfilter auskommt, ist er empfindlicher. Auch die durch eine Farbinterpolation und ein Tiefpassfilter entstehenden Probleme entfallen, sodass die Aufnahmen schärfer und artefaktfreier sind. Bei der Q2 Monochrom macht sich die gesteigerte Empfindlichkeit durch eine zusätzliche ISO-Stufe im Vergleich zur herkömmlichen Leica Q2  bemerkbar (ISO 100 bis 100.000 statt 50.000).

Elektronischer Sucher und 4K-Video

Ansonsten gibt es bei den inneren Werten keine Unterschiede zur Q2: CMOS-Sensor löst 47,3 Megapixel auf, beim Objektiv handelt es sich ein Summilux 1,7/28 mm ASPH, das im Makromodus eine Naheinstellgrenze von 17 cm hat. Per Digitalzoom lässt sich die kleinbildäquivalente Brennweite auf 35 mm, 50 mm oder 75 mm erweitern, wobei die JPEG-Auflösung auf 30 MP, 14,7 MP und 6,6 MP sinkt.

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Der Rückseitenmonitor hat eine Diagonale von 3,0 Zoll.

Der Rückseitenmonitor hat eine Diagonale von 3,0 Zoll.

Bild: Leica

Der integrierte OLED-Sucher hat eine Auflösung von 3,68 Millionen Bildpunkte, der 3,0-Zoll-Monitor löst 1,04 Millionen Punkte auf. Eher ungewöhnlich für Leica ist der schnelle Serienbildmodus (10 Bilder/s) und der 4K-Videomodus mit 30 oder 24 fps. In Full-HD nimmt die Kamera mit bis zu 120 fps für Zeitlupen auf. Zur Reduzierung von Verwacklungen im Foto-und Videomodus ist die Kamera mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet.

Klassisches Gehäuse ohne roten Punkt

Verpackt ist die Hightech-Ausstattung in ein klassisches Gehäuse mit einer neuen Belederung, mattschwarzer Lackierung, grauen und weißen Gravuren sowie einem Monochrom-Schriftzug auf der Oberseite. Der rote Punkte entfällt. Das Magnesiumgehäuse ist übrigens nach dem IP-52-Standard gegen Staub- und Spritzwasser geschützt.

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Das Design der Q2 ist puristisch.

Das Design der Q2 ist puristisch.

Bild: Leica

Die Leica Q2 Monochrom ist ab sofort im Leica-Fachhandel für rund 5590 Euro erhältlich (4856 Euro für die herkömmliche Q2).

> Leica Q2 Monochrom in der fotoMAGAZIN-Kameradatenbank

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.