Leica M10 mit Wi-Fi und neuem Bildsensor

Ab sofort für 6500 Euro erhältlich
19.01.2017

Leica hat seine Messsucherkamera gründlich überarbeitet: Das Gehäuse der neuen M10 ist flacher geworden, Sucher und Sensor wurden verbessert und erstmals ist Wi-Fi an Bord

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Leica M10

Das Gehäuse der M10 ist etwas flacher geworden

Bild: Leica

Das Magnesium-Druckgussgehäuse der M10 ist nur noch 33,75 mm tief – gut acht mm dünner als das der M (Typ 240). Breite (139 mm) und Höhe (80 mm) bleiben allerdings unverändert. Auch die Bedienelemente hat Leica neu angeordnet. So ist auf der Oberseite ein ISO-Wahlrad hinzugekommen. Die Rückseite ist noch aufgeräumter und bringt neben einer Viererwippe nur noch Tasten für Live-View, Play und Menü mit. Der Monitor hat nach wie vor eine Diagonale von 3,0 Zoll, aber eine etwas höhere Auflösung von 1,04 Millionen Punkten. Wie gehabt ist er mit Gorillaglas gegen ein Verkratzen geschützt. Verbessert hat Leica auch den Sucher: Er hat nun ein um 30 Prozent größeres Sehfeld, die Vergrößerung wurde von 0,68fach auf 0,73fach erhöht. Der Augenabstand wurde um 50 Prozent verbessert. Optional lässt sich weiterhin der elektronische Visoflex-Aufstecksucher mit 2,4 Millionen Punkten verwenden. Er lässt sich schwenken und bringt ein zuschaltbares GPS-Modul mit.

Neuer Vollformatsensor

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Leica M10

Die M10 gibt es Silber und Schwarz. Die Anzahl der Bedienelemente auf der Rückseite hat Leica reduziert

Bild: Leica

Neuerungen gibt es auch beim Bildsensor: Das CMOS-Vollformat-Sensor löst zwar wie gehabt 24 Megapixel auf, er soll aber speziell für die M10 neu entwickelt worden sein. Für eine höhere Auflösung verzichtet er auf ein Tiefpassfilter. Durch ein gegenüber der Vorgängerin verbessert Pixel- und Mikrolinsen-Design soll sich schräg einfallendes Licht besser verwerten lassen. Dem Sensor steht ein Maestro-II-Bildprozessor zur Seite, der unter anderem Serien mit 5 Bildern/s ermöglich (30 DNG-Raws oder 100 JPEGs in Folge). Die Kamera speichert auf SD(HC/XC)-Karten oder in einem internen Speicher, der von 1 auf 2 Gigabyte erweitert wurde

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Leica M10

Neu ist das ISO-Wahlrad auf der Oberseite

Bild: Leica

Erstmals kommt in einer M ein WLAN-Modul zum Einsatz. Zur Kommunikation mit einem iPhone oder iPad bietet Leica eine App an, welche die drahtlose Bildübertragung (auch von Raw-Dateien) und die Fernsteuerung der Kamera ermöglicht. Den erstmals in der M (Typ 240) integrierten Videomodus hat Leica bei der M10 weggelassen. Ebenfalls eingespart wurde die USB-Schnittstelle.

Weitere Merkmale der M10 sind eine kürzeste Verschlusszeit von 1/4000 s, eine Blitzsynchronzeit von 1/180 s und ein ISO-Bereich von 100 bis 6400 (erweiterbar bis auf ISO 50.000).

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.