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Das Insta360 One R-System ist modular aufgebaut. Der Monitor befindet sich im Core, verschiedene Objektiv-Sensoreinheiten lassen sich seitlich anstecken.
Das Insta360 One R-System ist modular aufgebaut. Der Monitor befindet sich im Core, verschiedene Objektiv-Sensoreinheiten lassen sich seitlich anstecken. Bild: Insta360

Insta360 One R: Actioncam mit Wechselobjektiven

Drei Module
07.01.2020

Die neue Kamera des chinesischen 360-Grad- und Actioncam-Spezialisten Insta360 ermöglicht es erstmals, Objektiv und Sensor zu wechseln. Eines der Wechselobjektivmodule entstand in Zusammenarbeit mit Leica.

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Die Core-Einheit mit Anschlüssen für die Objektivmodule.

Die Core-Einheit mit Anschlüssen für die Objektivmodule.

Bild: Insta360

Ursprünglich war Insta360 durch 360-Grad-Kameras bekannt geworden, kürzlich erschien aber auch eine 2D-Actioncam. Das Insta360 One R-System besteht aus einer Basiseinheit (Core) mit Touchscreen-Monitor und aktuell drei Objektiv-Sensor-Einheiten zum Wechseln. Am günstigsten (ca. 400 Euro) ist das „One R 4K Weitwinkel Mod“. Es ist mit einem lichtstarken Superweitwinkel-Objektiv (2/16,4 mm beim Kleinbild) und einem 12-Megapixel-Sensor ausgestattet. Die Videoauflösung liegt bei maximal 3840 x 2160 Pixeln und 60p (alternativ 4000 x 3000 Pixel bei 30p). Rund 510 Euro werden für das „One R Dual-Lens 360 Mod“ fällig. Es besteht aus zwei Fisheye-Objektiven für 360-Grad-Bilder (2,8/7,2 mm). Fotos lassen sich mit gut 18 Megapixeln aufnehmen, Videos mit 5,7K (5760 x 2880 Pixel/30p oder 3840 x 1920 Pixel/50p). Das teuerste Modell ist das in Zusammenarbeit mit Leica entwickelte „One R 1-Zoll Weitwinkel-Mod“ für rund 600 Euro. Es zeichnet sich neben dem verhältnismäßig großen 1-Zoll-Sensor durch die laut Hersteller hochwertige Optik aus (3,2/14,4 mm).

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Das "4K Weitwinkel-Mod" hat eine kleinbildäquivalente Brennweite von 16,4 mm.

Das "4K Weitwinkel-Mod" hat eine kleinbildäquivalente Brennweite von 16,4 mm.

Bild: Insta360

Insta360 One R mit zahlreichen Funktionen

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Das "One R 1-Zoll Weitwinkel-Mod“ entstand in Zusammenarbeit mit Leica.

Bild: Insta360

Außerdem stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • FlowState 2.0 ist eine elektronische Stabilisierungstechnologie, die laut Hersteller Gimbal-ähnliche Aufnahmen ermöglichen soll.
  • Die One R ist bis zu einer Tiefe von fünf Metern wasserdicht. Ein optionales Dive-Case erlaubt Tauchgänge bis 60 m.
  • Einige Kamerafunktionen lassen sich mit Sprachbefehlen steuern.
  • Bei 360-Grad-Aufnahmen hilft die Auto-Frame-Funktion, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz die interessantesten Szenen eingrenzt und die Perspektive entsprechend ändert.
  • „Deep Track“ ermöglich die einfache Objektverfolgung bei der Bearbeitung eines 360-Grad-Videos, sodass sich das markierte Objekt immer im Mittelpunkt der Aufnahme befindet. Per „Point to Track“ kann die One R ein Objekt sogar in Echtzeit verfolgen. Auslösen lässt sich das Tracking durch den Sprechbefehl „Mark that“.
  • Aus Aufnahmen mit Selfie-Stick kann die Software der One R den Stick automatisch herausrechnen (nur beim Dual-Lens 360 Mod.)
  • Verbesserungen der Bildqualität sind per Night-Shot-Modus, HDR und durch die ColorPlus-Funktion möglich.
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    Ein externes Mikrofon lässt sich per Adapter anschließen.

    Ein externes Mikrofon lässt sich per Adapter anschließen.

    Bild: Insta360

    Zwei integrierte Mikrofone und ein Wind-Filter sollen für eine gute Audioqualität sorgen. Über USB-C und einen Zubehörschuh lassen sich auch externe Mikrofone nutzen.

  • Die One R-App bringt verschiedene Spezialfunktionen mit, darunter Hyperlapse. Ein Posen-Erkennungs-Algorithmus soll jeden Frame einer Aufnahme erkennen, in dem eine bestimmte Pose eingenommen wird, und diesen extrahieren und zu einer Stop-Motion-Animation zusammensetzen. Der Starlapse-Modus hilft bei der Erstellung von 360-Grad-Zeitraffer Aufnahmen des Nachthimmels. Auch für den ähnlich im Film Matrix bekannten Bullet-Time-Effekt steht eine Funktion zur Verfügung.
  • Die One R-App bietet mit FlashCut eine Audio-Bearbeitungsfunktion. Unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz sortiert FlashCut Aufnahmen basierend auf einem vom User ausgewählten Thema (Essen, Reisen oder Haustiere) automatisch und kann diese zu einem Musik-Beat zu einem beeindruckenden Clip kombinieren.

Als Zubehör ist unter anderem ein leistungsstärkerer Akku erhältlich.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.