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Marktzahlen 2016
Der Gesamtmarkt für Digitalkameras war 2016 noch einmal stark rückläufig

Imaging-Markt 2016: Rückgänge und Wachstum

Kameramarkt schrumpft weiter
27.02.2017

Der Photoindustrie-Verband (PIV) hat Zahlen für den deutschen Foto- und Imaging-Markt im Jahr 2016 veröffentlicht. Das konstatierte stabile Niveau gilt allerdings nicht für den Kernbereich der Digitalkameras und Objektive. Für 2017 erwartet der PIV dagegen einen Wertzuwachs

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Marktzahlen 2016

Auch nach Wert ist Markt für Digitalkameras rückläufig

„Der Photoindustrie-Verband e.V. (PIV), weist für den consumer- und profiorientierten Imaginggesamtmarkt, mit seinen derzeitigen Kernbereichen entsprechend dem Imagingworkflow für 2016, ein stabiles Umsatzniveau von weit über 20 Milliarden Euro aus“, vermeldet der Branchenverband. Und weiter „Innerhalb der Hauptsegmente des Imaging Workflows, von der Aufnahme, Bearbeitung, Transfer/Speicherung bis zur Ausgabe des consumer- und profiorientierten Imaging­gesamtmarktes, kam es in 2016 erneut zu Absatzverschiebungen ... Multicopter, VR, Cloud, Bild- und Videobearbeitung etc. gewannen ebenso weiter an Relevanz für den Imagingmarkt, wie Retro mit der Sofortbildfotografie und die Bildausgabe.“

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Marktzahlen 2016

DSLRs verlieren 2016 stark, spiegellose Systemkameras leicht

Kameraverkäufe rückläufig

Wie genau sich das "stabile Umsatzniveau" errechnet, weist der PIV nicht aus. Die konkret vorgelegten Zahlen sind fast alle negativ. Vor allem im Kernbereich von Kameras und Objektiven sind die Ergebnisse ernüchternd. Hier sind alle Bereiche rückläufig, auch solche die 2015 noch zugelegt hatten (Smartphones, Actioncams und spiegellose Systemkameras). Der gesamte Kameramarkt (inklusive Actioncams) ist von 2015 auf 2016 von 3,99 Millionen auf 2,89 Millionen Stück geschrumpft – ein deutlich stärkerer Rückgang als von 2014 (4,46 Mio. Stück) auf 2015. Besonders stark trifft der Rückgang nach wie vor Kompaktkameras (3,09 auf 2,19 Mio. Stück) und DSLRs (von 636.000 auf 460.000 Stück). Spiegellose Systemkameras die 2015 noch zugelegt hatten, sind leicht rückläufig (von 270.000 auf 245.000 Stück). Ausnahmen sollen hochwertige Digitalkameras im Bereich von 1500 Euro und mehr sein, die laut PIV stabil auf Vorjahresniveau liegen (genaue Zahlen nennt der PIV hierfür nicht). Außerdem legen Sofortbildkameras zu.

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Marktzahlen 2016

Rückgang auch nach Wert bei allen Wechselobjektivkameras

Die Gründe für den Rückgang im Kamerabereich sieht der PIV unter anderem im Erdbeben in Kumamoto, das zu Lieferengpässen geführt hat. Das Jahr 2017 sei dagegen gut gestartet. Zu erwarten sei zwar kein Zuwachs bei der Menge, aber beim Wert. Die Hoffnung beruht dabei auch auf den guten Konjunkturerwartung für das laufende Jahr.

Rückgänge auch beim Zubehörmarkt

Auch der Zubehörmarkt ist rückläufig, allerdings nicht so stark wie der Kameramarkt. So schrumpfte der Objektivmarkt (ohne Kitverkäufe) von 780.000 auf 710.000 Stück, Blitzgeräte von 125.000 auf 110.000, Fototaschen von 2,94 Mio. auf 2,55 Mio.. Zulegen konnten dagegen Stative von 785.000 auf 800.000 Stück. Am besten stehen Fotobücher da: 2016 wurden 9,0 statt 8,8 Mio. produziert.

 

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.