Fujifilm X-T100: flexibles Einsteigermodell

Mit Sucher und Schwenkdisplay
24.05.2018

Als Lifestyle-Kamera präsentiert Fujifilm seine neue X-T100, die das Fotografieren besonders einfach machen soll. Wir konnten sie einem ersten Hands-on unterziehen.

Im – für Fujifilm-Verhältnisse – günstigen Einsteigerbereich ist die spiegellose Systemkamera X-T100 angesiedelt, die heute vorgestellt wurde und voraussichtlich Ende Juni erhältlich sein wird. Ihre Preisempfehlung beträgt knapp 600 Euro für das Gehäuse und 700 Euro im Kit mit dem XC 3,5-5,6/15-45 mm OIS PZ.

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Fujifilm X-T100 spiegellose Systemkamera APS-C Selfie Schwenkdisplay

Der kleine, anschraubbare Griff lässt die Fujifilm X-T100 etwas besser in der Hand liegen.

© Fujifilm

Konzipiert ist die X-T100 vor allem für Fotografen, die unkompliziert ihren Alltag und ihre Erlebnisse in qualitativ hochwertigen Bildern festhalten und schnell auf sozialen Medien teilen wollen. Bei letzterem hilft die integrierte Bluetooth-Funktion mit einer konstanten, energiesparenden Drahtlos-Verbindung (und der kostenlosen App „Fujifilm Camera Remote“), um Fotos und Videos automatisch an ein Smartphone oder Tablet zu senden. Die Übertragung funktioniert sogar im Aufnahme-Modus, sodass die Bilder direkt nach der Aufnahme geteilt werden können.
 

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Fujifilm X-T100 spiegellose Systemkamera APS-C Selfie Schwenkdisplay

Das Schwenkdisplay kann bei der X-T100 auch nach oben und unten geneigt werden.

© Fujifilm

Damit die Bilder zuvor gelingen, hat Fuji einen 24,2-Megapixel-CMOS-Sensor in APS-C-Größe verbaut, der eine ISO-Empfindlichkeit von 200 bis 12.800 (erweiterbar bis 51.200) bietet. Für die Scharfstellung sorgt ein Hybrid-AF-System mit überarbeitetem AF-Algorithmus.
Eine Neuheit im Fuji X-Line-up ist der sehr variabel kipp- und schwenkbare Monitor. Er lässt sich für Selfies beispielsweise um fast 180 Grad seitlich schwenken sowie nach oben und unten neigen. Seine Bilddiagonale beträgt 7,6 cm, die Auflösung ca. 1,04 Mio. Bildpunkte und seine Touch-Sensibilität kann auf sieben Bereiche gelegt werden. Die X-T100 besitzt zusätzlich einen elektronischen Sucher, der mit einer Größe von 0,39 Zoll, 2.360.000 Bildpunkten, 60 Bilder/Sekunde und einer Vergrößerung von 0,62x aufwartet. Für Brillenträger ist der Einblick allerdings etwas eng.

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Fujifilm X-T100 spiegellose Systemkamera APS-C Selfie Schwenkdisplay

Neu in der Kameraklasse ist bei Fujifilm das Funktionsrad auf der linken Schulter.

© Fujifilm

Mit 8 GB doppelt so groß wie in der preislich ähnlich angesiedelten X-A5 (ca. 500 Euro) ist der interne Arbeitsspeicher. Er erlaubt schnellere Serienbilder (6 Bilder/s, bis zu 26 in Folge), eine komplikationslosere Datenübertragung per Bluetooth oder Wi-Fi, bessere Sucher- und Displaydarstellungen und soll sogar die SR+-Motiverkennung verbessern. Dieser SR+-Automatik-Modus bietet eine kombinierte Motivszenen- und Objekterkennung, was zum schnellen Bilderfolg führen soll. Mit rekordverdächtigen elf verschiedenen Selbstauslöserarten (nach Dauer, Gesichtserkennung, Gruppenstärke, Entfernung ...) kann die X-T100 fast autark fotografieren. Für die dunklen Momente ist ein Blitz mit Leitzahl 5 (ISO 100) eingebaut. 17 Filtereffekte und elf Filmsimulationsmodi können den Bildern weiteren Pfiff verleihen.

Videos nimmt die X-T100 in 4K auf, allerdings nur mit 15 B/s. Flüssiger gelingen Full-HD-Videos mit bis zu 60 B/s. Auch Highspeed-Movies sind mit bis zu vierfacher Geschwindigkeit einstellbar. Die Stromversorgung übernimmt der bekannte Akku NP-W126S, der auch über USB in der Kamera geladen werden kann.
Wie die großen X-Modelle besitzt die X-T100 ein Funktionsrad auf der linken Kameraschulter, das zum Einstellen der Werte bei verschiedenen Funktionen genutzt wird. Das Gehäuse wird es in zwei Farben (Schwarz und Dunkelsilber) geben. Im Lieferumfang befindet sich ein kleiner, anschraubbarer Griff, der die Ergonomie etwas verbessert.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Technikredakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.