Fujifilm X-E3 mit 4K-Video

Ab Ende September für rund 900 Euro
07.09.2017

Kompakter, mit neuem Bedienkonzept und 4K-Video präsentiert sich die Systemkamera X-E3. Wir hatten sie bereits in der Hand

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Fujifilm X-E3

Die X-E3 hat keinen integrierten Blitz, es wird aber ein kleiner Aufsteckblitz mitgeliefert

Bild: Fujifilm

Die X-E3 ist aktuell die kleinste Systemkamera von Fujifilm und unterbietet sowohl die Vorgängerin X-E2s als auch das Schwestermodell X-T20 um einige Millimeter und Gramm. Bei den inneren Werten ist sie in den meisten Punkten mit der X-T20 identisch, die Unterschiede liegen vor allem im flachen Messsucher-Design der Neuen. Äußerliche Änderungen gegenüber der X-E2s offenbaren sich auf der Rückseite. So ist der Vierwege-Controller entfallen – seine Funktionen stehen nun aber durch Wischen nach links, recht, oben oder unten auf dem neuen Touchscreen zur Verfügung. Dank des gewonnenen Platzes auf der Rückseite und eines ergonomischer geformten Handgriffs liegt die X-E3 sehr gut in der Hand.

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Fujifilm X-E3

Der Monitor erlaubt jetzt die Touchbedienung. Die Funktionalität der Viererwippe wurde auf den Touchscreen verlagert. Neu ist der Joystick neben dem Monitor

Bild: Fujifilm

Mit Touchscreen

Der berührungsempfindliche Monitor hat eine Diagonale von 7,6 cm (3,0 Zoll) und löst 1,04 Millionen Bildpunkte auf, er ist im Gegensatz zur X-T20 nicht beweglich gelagert. Neu ist der kleine Joystick, der zur Menü-Navigation und zum Bewegen des AF-Messfeldes genutzt werden kann. Letzteres ist natürlich auch auf dem Touchscreen möglich, selbst wenn die Kamera im Sucherbetrieb genutzt wird. Die wichtigsten Einstellungen stehen wie immer per Q-Menü zur Verfügung, das – im Gegensatz zum vollständigen Menü – ebenfalls per Touch bedient werden kann. Zur Kamerasteuerung gibt es außerdem zwei Einstellräder aus Aluminium für Belichtungszeit und Belichtungskorrektur – die Blende wird in der Regel am Objektiv eingestellt. Ein Vollautomatikmodus lässt sich schnell über einen eigenen Hebel aktivieren. Der OLED-Sucher ist wie in der X-T20 mit einer Diagonalen von 0,39 Zoll und einer Vergrößerung von 0,62x deutlich kleiner als im Flaggschiff X-T2, hat aber eine sehr gute Auflösung (2,36 Millionen Punkte) und reagiert sehr schnell. Einen Blitz hat Fuji im Gegensatz zur X-T20 nicht eingebaut, ein kleiner Aufsteckblitz (EF-X8) befindet sich aber im Lieferumfang.

X-Trans-Sensor der dritten Generation

Vom Monitor und Sucher abgesehen entsprechen die wesentlichen technischen Eckdaten der X-T20. So kommt derselbe X-Trans-CMOS-III-Sensor im APS-C-Format mit 24 Megapixeln zum Einsatz wie in der X-T20, X-T2 und X-Pro2. Der integrierte Hybrid-AF mit Phasen-Detektions-Pixeln auf dem Bildsensor bringt bis zu 325 Messfelder und verschiedene Modi mit. Dank neuer Algorithmen soll er bei der Verfolgung bewegter Motive schneller sein als bisher bei anderen X-Kameras. Die neuen Algorithmen stehen allerdings als Firmware-Update auch für die X-T2 oder X-Pro2 zur Verfügung (siehe separate Meldung).

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Fujifilm X-E3

Typisch Fuji: Die Bedienung mit Zeiten- und Belichtungskorrekturrad. Wer die Vollautomatik vorzieht, kann schnell per Hebel wechseln

Bild: Fujifilm

Der 4K-Videomodus ist ebenfalls aus der X-T20 bekannt: 3840 x 2160 Pixel zeichnet die Kamera mit bis zu 30 Bildern/s auf, Full-HD mit 60 Bildern/s. Auch die Ausgabe des Bildes auf einen HDMI-Monitor und der Anschluss eines externen Mikrofons sind möglich. Die Highend-Features der X-T2 (unkomprimierte Aufzeichnung auf einen externen Rekorder, logarithmisches Gamma) fehlen allerdings. Serien kann die X-E3 mit rasanten 14 Bildern/s schießen, wobei ein rein elektronischer Verschluss zum Einsatz kommt. Mit mechanischem Verschluss sollen 8 Bilder/s möglich sein. Der elektronische Verschluss ermöglicht sehr kurze Zeiten (bis zu 1/32.000 s) und das lautlose Auslösen.

Wi-Fi und Bluetooth

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Vergleich X-E3 und X-T20

Unterschiede zwischen der X-E3 und der X-T20 gibt es vor allem bei Größe, Gewicht, Bluetooth und Blitz

Bild: Fujifilm

Wi-Fi zur drahtlosen Bildübertragung und Fernsteuerung der Kamera ist wie schon bei den anderen aktuellen X-Kameras an Bord, allerdings hat Fuji erstmals das stromsparende Bluetooth LE ergänzt. Damit soll eine ständige Verbindung zwischen Kamera und Smartgerät mit der App „Fujifilm Camera Remote“ möglich sein. Zukünftige Updates der App sollen auch die Übertragung von GPS-Daten vom Smartphone auf die Kamera per Bluetooth unterstützen. Gespeichert wird auf SD-Karten (UHS-I), als Datenschnittstelle ist USB 2.0 vorhanden. Der Akku liefert wie in der X-T20 Strom für 350 Aufnahmen (nach CIPA-Standard). Weitere Features der X-E3 sind die Filmsimulation, der integrierte Raw-Konverter, Intervallaufnahmen, Mehrfachbelichtungen, Schwenkpanoramen, Gesichts- und Augenerkennung, Fokus-Peaking und ein digitaler Schnittbildindikator.

Die Fujifilm X-E3 ist ab Ende September für rund 900 Euro in den Farben Schwarz und Silber-Schwarz erhältlich. Zusammen mit dem XF 2,8-4/18-55 mm R LM OIS werden rund 1300 Euro fällig.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.