DxO One: "DSLR"-Qualität aus dem iPhone?

Hosentaschenkamera mit iPhone-Connect
18.06.2015

DxO stellt eine Aufsteckkamera für iPhone & Co. vor. Anders als die üblichen Lösungen wird sie direkt über den Lightning-Port mit dem Smartphone verbunden. Wir konnten die DxO One schon mal in die Hand nehmen

Dass DxO – der Spezialist für Bildverarbeitungstechnologien und Entwickler von DxO Optics Pro und anderen Software-Lösungen – eine Kamera vorstellt, ist schon eine Nachricht für sich. Die Funktionsweise der Kamera sorgt ebenfalls für Aufmerksamkeit: Die kleine DxO One ist eine Aufsteckkamera, die sowohl zusammen mit einem iPhone oder iPad arbeitet als auch – etwas eingeschränkt – autark.

DxO One iPhone-Kamera

DxO One iPhone-Kamera

DxO One iPhone-Kamera am iPhone 6

Foto: DxO

Anders als bekannte Lösungen von Sony oder Olympus wird die 20-Megapixel-Kamera über den Lightning-Port fest mit iPhone oder iPad verbunden. Die softwareseitige Koppelung der Geräte funktioniert automatisch und praktisch sofort, eine Verzögerung bei der Bedienung entfällt ebenfalls. Die Kamera ist extrem kompakt und etwa so hoch wie die Breite des iPhone 6; aber auch beim iPhone 5 trägt sie nur wenige Millimeter auf. Sie wiegt knapp über 100 Gramm und lässt sich gut in der Hosentasche verstauen. Im Inneren arbeitet ein 1-Zoll-Sensor, der 20,2-Megapixel auflöst.

Das Objektiv mit einer Anfangsöffnung von f1,8 weist eine Festbrennweite von umgerechnet 32 Millimetern auf. Gesteuert wird sie von von einer App im iPhone, im Standalone-Modus kann sie nur ausgelöst werden – allerdings fehlen Display oder Sucher. Lediglich ein Info-Display gibt Auskunft über die Kapazität von Akku und Speicherkarte.

Die App bietet die wichtigsten Automatiken und Motivprogramme an, auch die manuelle Belichtungssteuerung ist möglich. Die Bilder werden wahlweise in der Kamera auf einer Micro-SD-Karte oder im iOS-Gerät gespeichert. Im RAW-Modus bleiben die Bilder in der Kamera, kleinere JPEGS werden dann auf Wunsch im iPhone abgelegt. Neben dem DNG-Format beherrscht die Kamera auch ein sogenanntes „Super-RAW“, bei dem vier Belichtungen hintereinander zu einem Foto verschmolzen

DxO One iPhone-Kamera

DxO One iPhone-Kamera

DxO One iPhone-Kamera

Foto:DxO

werden. Die Bilder sollen dann auch bei schlechten Lichtverhältnissen fast rauschfrei sein.

Die DxO One wird wahrscheinlich ab Oktober 2015 erhältlich sein und etwa 650 Euro kosten. Im Lieferumfang enthalten ist – zumindest zum Verkaufsstart – die Software DxO Optics Pro und DxO Filmpack.

Ein erstes Hands-On der kleinen DxO One lesen Sie in der kommenden Ausgabe des fotoMAGAZINs, die am 16. Juli erscheint. Hier haben wir das Testgerät schon mal ausgepackt.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Markus Linden
Über den Autor
Markus Linden

Markus Linden hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er schreibt on- und offline über Fotografie und Fotografen, organisiert Fotowettbewerbe und fotografiert selbst leidenschaftlich gerne. Dem fotoMAGAZIN ist er seit 2003 zunächst als Redakteur und jetzt als freier Mitarbeiter verbunden.