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Bildbearbeitung: Nik Collection 3 von DxO jetzt verfügbar
Screenshot © Markus Linden

DxO Nik Collection 3 mit neuem Plug-in

Einführungspreis ca. 100 Euro
03.06.2020

Die Nik Collection 3 von DxO kommt mit verbessertem Zugriff, einem neuen Datei-Handling, einem weiteren Plug-in für Perspektivkorrektur und mehr. Wir haben die Sammlung der Foto-Plug-in Suite für Adobe Photoshop, Lightroom Classic und DxO PhotoLab ausprobiert.

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Selective Tool der Software Nik Collection 3

Das „Selective Tool“ erscheint als schwebende Palette und bietet einen Schnellzugriff auf Favoriten oder zuletzt angewendete Filter.

© DxO

Das „Selective Tool“ ist die Oberfläche der Nik Collection – es erscheint in Photoshop oder Affinity Photo als schwebende Palette und erlaubt den schnellen Zugriff auf die einzelnen Filter der Plug-in-Sammlung. Die Oberfläche war etwas in die Jahre gekommen – in der neuen Version wirkt sie modern und der Nutzer kann per Mausklick zwischen einer komprimierten Version (es werden nur die Icons der Filter angezeigt) und einer ausführlichen wechseln. In letzterer gibt es jetzt auch einen Schnellzugriff sowohl auf die zuletzt angewendeten Einstellungen eines Filters als auch auf die persönlichen Favoriten. Auch der Schnellzugriff ist möglich: Dann wird der zuletzt genutzte Filter angewendet, ohne dass die Oberfläche des Filters geöffnet werden muss.

Sieben plus eins

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Nik Collection 3 ist mit einem zusätzlichen Plug-in ausgestattet, dem Perspective Efex

Das neue Plug-in Perspective Efex erleichtert die Korrektur von perspektivischer Verzerrung. Es stehen sowohl Automatiken als auch manuelle Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung.

Screenshot © Markus Linden

Mit insgesamt acht Plug-ins gehört jetzt eines mehr zu der Sammlung. DFine (Rauschreduktion), Viveza (Farb- und Tonwertanpassung), HDR Efex (HDR-Bearbeitung), Color Efex Pro (Farb- und Kreativeffekte), Analog Efex (Kamera- und Filmsimulation), Silver Efex (Schwarzweiß-Konvertierung) und Sharpener Pro (Raw- und Export-Schärfen) sind bekannt und wurden nicht wesentlich erweitert, neu ist Perspective Efex. Letzterer ist ein wahres Multitalent und kann sowohl die Verzeichnung von Objektiven korrigieren (inkl. der Entzerrung eines Fisheyes) als auch perspektivische Verzerrungen korrigieren. Dabei lassen sich nicht nur stürzende Linien, sondern auch horizontale Achsen korrigieren. Anders als zum Beispiel in Lightroom kann dabei selektiv in die Automatik eingegriffen werden und es stehen helfende Tools zur Verfügung: Der Fotograf kann vertikale und horizontale Linien, die ausgerichtet werden sollen, separat oder gemeinsam markieren. Eine eingeblendete Lupe hilft beim präzisen Arbeiten.

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Miniatur Efex ist neu in der Nik Collection 3

Das neue Plug-in Perspective Efex kann per Unschärfe-Verlauf einen Miniaturisierungseffekt in Fotos bringen.

© DxO

Außerdem kann Perspective Efex auch per Unschärfe-Verlauf einen Miniaturisierungseffekt in Fotos bringen. Dabei lassen sich der Verlauf und das Bokeh präzise steuern. Den Kennern der DxO-Produkte mag das alles bekannt vorkommen: Diese Tools standen bisher bei der App Viewpoint zur Verfügung, die derzeit immer noch separat verkauft wird.

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Verlustfrei rückgängig

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Zwischenschritte mit Nik Collection 3 speichern

Neben der Original- und der Ergebnisdatei kann die Software auch Zwischenschritte abspeichern, wenn der Anwender den entsprechenden Hacken setzt.

© DxO

Für alle, die aus Lightroom oder On One Photo Raw heraus die Filter aufrufen wollen, gibt es eine deutliche Erleichterung im Workflow: Das non-destruktive Arbeiten mit den Plug-ins der Collection. Zwar muss wie bisher aus einer Raw-Datei heraus eine JPEG- oder TIFF-Datei gerechnet werden, um den entsprechenden Filter anwenden zu können – wählt man jetzt aber „TIFF“, so setzt die Software auf das Multipage-TIFF-Format und speichert neben der Original- und der Ergebnisdatei auch die Zwischenschritte. Als Anwender muss man dabei „Speichern und Bearbeitung später fortsetzen“ im jeweiligen Plug-in aktivieren. Ruft man diese Tiff-Datei später wieder auf, so kann man im betreffenden Plug-in die früher erstellten Arbeiten rückgängig machen oder verändern. Im Test verdoppelte sich der Speicherplatz für eine TIFF-Datei – bei 36 Megapixeln kommt man so schnell auf über 400 MB Platzbedarf pro 16-Bit-Foto.

Preise und Verfügbarkeit

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Selective Tool von Nik Collection 3

Acht verschiedene Plug-ins bietet Nik Collection 3.

Screenshot © Markus Linden

Die Nik Collection 3 By DxO (Windows und macOS) kann ab sofort und bis zum 30. Juni 2020 über die Website von DxO zum Einführungspreis von 99,99 € anstatt 149 € heruntergeladen werden. Das Update ist in diesem Angebotszeitraum für 59,99 € anstatt 79 € erhältlich. Fotografen, die die Nik Collection 2 By DxO oder eine ältere Version besitzen, können über ihr Kundenkonto ein Update erwerben. Auf der Website von DxO ist außerdem eine einmonatige kostenlose Testversion der Nik Collection 3 By DxO zum Download verfügbar.

Fazit

Das verlustfreie Bearbeiten aus Lightroom heraus, das überarbeitete Selective Tool mit Schnellzugriff und das neue Plug-in Perspektive Efex machen ein Update lohnend. Etwas schade ist, dass DxO nicht auch die Oberflächen der anderen Plug-ins renoviert hat. Jetzt steht das moderne Perspective Efex neben den etwas altbackenen Oberflächen der anderen Tools – die nichtsdestotrotz vom Funktionsumfang und der Flexibilität her unerreicht sind.

Hersteller DxO
Systemanforderungen Windows ab 7, macOS ab 10
Unterstützte Anwendungen Photoshop (Elements), DxO PhotoLab, Lightroom Classic, Affinity Photo, On
One Photo Raw (und weitere Program­me, die eine Export-Schnittstelle bieten oder
Photoshop-Plug-ins ausführen)
Preis 149 Euro, Upgrade 79 Euro
Info www.dxo.com/de
Pro Schnell, gute Perspektivkorrektur, großer Leistungsumfang
Contra Uneinheitliche Nutzerführung bei den Plug-ins

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Markus Linden
Über den Autor
Markus Linden

Markus Linden hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er schreibt on- und offline über Fotografie und Fotografen, organisiert Fotowettbewerbe und fotografiert selbst leidenschaftlich gerne. Dem fotoMAGAZIN ist er seit 2003 zunächst als Redakteur und jetzt als freier Mitarbeiter verbunden.