DJI Mavic Air 2 mit gesteigerten Leistungen

In wenigen Wochen am Start
28.04.2020

Vor allem in Sachen Flugdauer und Kameraleistungen übertrifft die neue DJI Mavic Air 2 ihre Vorgängerin.

Als "beste Allround-Drohne, die wir je gebaut haben", preist DJI die neue Mavic Air 2. Da wäre zum einen die Kameratechnik: Ein größerer 1/2"-Kamerasensor ermöglicht hochauflösende Foto- und Videoaufnahmen, die die Motive voll zur Geltung bringen,
Der 570-g-Copter ist die erste Drohne der Mavic-Serie, die 4K-Videoaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde und 120 Mbps ermöglicht. Darüber hinaus kann sie Inhalte als HDR-Video, in 4-facher Zeitlupe in 1080p mit 120 Bildern/Sekunde oder in 8-facher Zeitlupe in 1080p mit 240 Bildern/s aufzeichnen. Der Pilot kann Bilder mit 12 Megapixeln (Pixel-Binning) aufnehmen oder die neue hochauflösende 48 Megapixelfunktion auswählen. Das Objektiv hat Lichtstärke f/2,8 und eine kleinbildäquivalente Brennweite von 24 mm.

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Die DJI Mavic Air 2 wird zum Transport platzsparend zusammengeklappt.

© DJI

Die SmartPhoto-Funktion

Die neue SmartPhoto-Funktion nimmt Fotos mit 12 Megapixel auf, wobei sie mithilfe von  Szenenanalyse und Deep-Learning-Technologie automatisch eine von drei Bildaufnahmeoptionen auswählt: Szenenerkennung, HyperLight und HDR.
Szenenerkennung: Wenn man in diesem Modus fotografiert, unterscheidet die Mavic Air 2 zwischen insgesamt fünf Kategorien: Sonnenuntergang, Himmel, Gras, Schnee und Bäume. Die Einstellungen werden so optimiert, dass das Foto ein Höchstmaß an Farben, Details und Nuancen aufweist.
HyperLight: HyperLight wurde für Aufnahmen bei schwachen Lichtverhältnissen entwickelt. Dabei werden mehrere Fotos aufgenommen und dann zusammengefügt, um ein klareres Bild mit geringerem Rauschen zu erhalten, als es normalerweise bei einer einzelnen Aufnahme bei schlechten Lichtverhältnissen üblich ist.
HDR Fotos: Die Mavic Air 2 nimmt automatisch sieben verschiedene Belichtungen desselben Motivs auf und fügt sie zu einem hochdynamischen Bild zusammen.
Damit die fliegende Kamera auch ruhige Aufnahmen schafft, besitzt die Air 2 einen motorisierten und auf drei Achsen stabilisierenden Gimbal gegen Verwacklungen.

Die Flugleistungen der Mavic Air 2

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Die DJI Mavic Air 2 schafft bis zu 34 Flugminuten.

© DJI

Die Mavic Air 2 verfügt im Vergleich zur Vorgängerin über neue Motoren, neue elektronische Drehzahlregler (ESCs), verbesserte Akkutechnologie (3.500 mAh) und ein aerodynamisches Design, das in Kombination eine maximale Flugzeit von bis zu 34 Minuten ermöglicht. Die proprietäre Übertragungstechnologie OcuSync 2.0 von DJI wurde überarbeitet und ermöglicht nun eine zuverlässigere und stabile HD-Videoübertragung von der Drohne bis zu maximal 10 km. OcuSync 2.0 unterstützt sowohl das 2,4-GHz- als auch das 5,8-GHz-Frequenzband und verwendet eine automatische Umschaltfunktion, um je nach Signalstärke zwischen den beiden Frequenzbändern zu wechseln, während die Anti-Interferenz-Technologie störende Signale abblockt, um eine einwandfreie Videoübertragung zu gewährleisten.
Hindernissensoren an Vorder- und Rückseite der Drohne warnen den Piloten, wenn er zu nahe an ein Objekt heranfliegt. Diese Sensoren können zur Kollisionsvermeidung auch so eingestellt werden, dass die Drohne daran gehindert wird, sich dem Hindernis weiter zu nähern. Die Mavic Air 2 ist darüber hinaus mit der Geofencing-Technologie GEO ausgestattet, um sie von besonders sensiblen Orten, wie Flughäfen, fernzuhalten.
Das Advanced Pilot Assistance System (APAS, fortschrittliches Assistenzsystem für Piloten) 3.0 ermöglicht den Drohnen von DJI autonomes Fliegen auf höchstem Niveau. Wird APAS 3.0 vom Benutzer aktiviert, berechnet die Mavic Air 2 zur Kollisionsvermeidung eine neue Flugroute, wenn Hindernisse den Weg der Drohne versperren. Dank 3D-Kartierung ermöglicht die aktualisierte Version selbst in hochkomplexen Umgebungen weiche Übergänge und flüssigere Bewegungen um Objekte herum.

Sicherheit

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Zur Mavic Air 2 gehört natürlich eine Remote Control.

© DJI

Als erste Verbraucherdrohne von DJI ist die Mavic Air 2 mit AirSense-Technologie ausgestattet, welche den Drohnenpiloten vor anderen Flugobjekten in der Nähe warnt und so für mehr Sicherheit sorgt. AirSense verwendet die ADS-B genannte Flugsicherungstechnologie, um Signale von Flugzeugen und Hubschraubern in der Umgebung zu empfangen und deren Position auf dem Kontrollbildschirm des Drohnenpiloten anzuzeigen. Sollten sich diese anderen Flugobjekte der Drohne nähern, warnt AirSense Drohnenpiloten mit Benachrichtigungen, Geräuschen und Vibration, um sie auf die Situation aufmerksam zu machen.

Flug-Aufnahmefunktionen

FocusTrack ist die aktuelleste Tracking-Funktion aller DJI-Drohnen und verfügt über drei verschiedene Aufnahmemodi:
ActiveTrack 3.0: Wählen Sie ein Zielobjekt aus, dem die Mavic Air 2 automatisch folgen soll. Die dritte Version der ActiveTrack-Funktion verwendet modernste Kartierungstechnologie und neue Flugrouten-Algorithmen, die eine verbesserte Zielobjektverfolgung und Kollisionsvermeidung bieten und es ermöglichen, ein Zielmotiv schnell wieder zu erfassen, wenn es vorübergehend von einem Objekt verdeckt wird.
Point of Interest 3.0: Legt eine automatische Flugroute um ein bestimmtes Zielmotiv fest. Die aktualisierte Version präsentiert sich mit einer verbesserten Oberflächenerkennung, um Zielobjekte besser dynamisch verfolgen zu können.
Spotlight 2.0: Spotlight, das in professionellen Drohnen von DJI zu finden ist, fixiert ein Zielmotiv im Bild, während der Benutzer die Bewegung der Drohne frei steuern kann.

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Lieferumfang des Standardpakets.

© DJI

Die Hyperlapse-Funktion ermöglicht einen Zeitraffer mit dem zusätzlichen Effekt, dass sich die Drohne physisch bewegt. Zum ersten Mal lässt sich Hyperlapse mit einer maximalen Auflösung von 8K aufnehmen, wobei dem Piloten vier Flugmodi zur Auswahl stehen: Freie Bewegung (Free Movement), Kreisen (Circle), Kursverriegelung (CourseLock) und Wegepunkte (WayPoints). Der Pilot kann darüber hinaus noch zwischen mehreren vorprogrammierten Flugmanövern, den so genannten QuickShots, wählen: Rocket, Circle, Dronie, Helix, Boomerang und Asteroid.

Preise und Verfügbarkeit

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Lieferumfang der Fly-more-Combo.

© DJI

Die Mavic Air 2 kann bereits bei autorisierten Händlern oder in DJIs Onlinestore vorbestellt werden, eine Auslieferung soll in Westeuropa ab Mitte Mai beginnen. Die Mavic Air 2 wird in zwei Varianten erhältlich sein: als Standardpaket mit der Mavic Air 2, einem Akku, einer Fernsteuerung sowie allen erforderlichen Kabeln zum Preis von 849 Euro und als „Fly More Combo“ Packet mit sämtlichen Komponenten der Standardversion plus einer Umhängetasche, ND-Filtern, einer Ladestation und drei Akkus zum Preis von 1049 Euro.

Mehr zum Thema Drohnen & Video finden Sie auch in unserem gleichnamigen Booklet in der Ausgabe fotoMAGAZIN 4/2020.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Technikredakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.