Canon EOS R5 kommt mit 8K-Video und IBIS

Entwicklungsankündigung
13.02.2020

Canon hat die Entwicklung der spiegellosen Vollformatkamera EOS R5 angekündigt. Sie soll 8K-Video aufnehmen und einen integrierten Bildstabilisator (IBIS) mitbringen. Außerdem neu: die  image.canon.cloud.

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Die EOS R5 von hinten.

Die EOS R5 von hinten.

Bild: Canon

Bisher hat Canon nur einige wichtige Eckdaten bekanntgegeben. So soll die Kamera mit 8K eine viermal höhere Videoauflösung erreichen als 4K. Dies soll sich unter anderem als Reserve nutzen lassen, um Ausschnitte aus dem Video zu ziehen. Die Auflösung des Bildsensors hat Canon noch nicht genannt, für eine Bildbreite von rund 8000 Pixeln müsste er bei einem Seitenverhältnis von 3:2 aber ca. 42 Megapixel haben. Erstmals bei Canon soll die R5 über einen Bildstabilisator in der Kamera verfügen (In Body Image Stabilisation, IBIS), der mit dem Stabilisator des Objektivs zusammenarbeitet.

Die Canon EOS R5 schießt 20 Bilder pro Sekunde

Trotz der hohen Auflösung soll die R5 auch schnell sein und 20 Bilder/s mit elektronischem Verschluss sowie 12 Bilder/s mit mechanischem Verschluss schießen. Es stehen zwei Speicherkartenplätze zur Verfügung. Um welche Karten es sich handelt, hat Canon noch nicht verraten; wir tippen aber auf CFexpress. Als weiteres Feature nennt Canon die automatische Übertragung der Bilddaten auf die neue image.canon.cloud.

Neuer Online-Dienst image.canon.cloud

Neben der Kamera stellt Canon auch den kostenlosen Online-Dienst image.canon.cloud vor, der ab Anfang April mit 10 GB Speicher an den Start gehen soll. Von hier aus lassen sich Bilder und Videos an weitere Endgeräte oder Dienste wie Google Drive, Flickr und YouTube weiterleiten. Die Kompatibilität mit weiteren Diensten von Adobe und Google (Fotos und One) ist für Juni 2020 geplant.

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image.canon.cloud

Die image.canon-Cloud kann Daten auf verschiedene Geräte und Dienste verteilen.

Kompatible Kameras mit WLAN ab dem Modelljahr 2020 sollen per WLAN Bilder direkt aus der Kamera in den neuen Cloud-Dienst speichern können. Die Originaldaten der Kameras stehen zunächst 30 Tage in der Cloud. Wenn sie in dieser Zeit nicht in den Langzeitspeicher verschoben werden, löscht Canon sie. Von allen Bildern werden niedrig aufgelöste Kopien für Social-Media-Anwendungen erstellt.

image.canon.cloud ist der Nachfolger der Canon Image Gateway, die ab Mitte März eingestellt wird. Die Daten werden migriert, in der Übergangszeit hat der Anwender keinen Zugriff auf seine Bilder.

Video zur EOS R5 von Canon-Japan

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.