Canon EOS 200D: kleine Einsteiger-SLR

Ab Ende Juli erhältlich
29.06.2017

Canons EOS 200D ist äußerlich klein, hat bei den inneren Werten aber deutlich zugelegt. Wir hatten die neue Mini-SLR bereits in der Hand

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Canon EOS 200D

Der Monitor ist nun dreh- und schwenkbar gelagert

Bild: Canon

Die neue Einsteiger-EOS ist zwar minimal größer und schwerer als die Vorgängerin EOS 100D, aber die leichteste SLR (453 Gramm) mit dreh- und schwenkbarem Display. Letzteres (3,0 Zoll, 1,04 Mio. Pixel, Touchscreen) ist auch schon eine der Neuerungen. Dazu passend hat Canon außerdem erstmals bei einer SLR einen Selfie-Modus integriert, der für Optimierung von Hautpartien sorgt und den Hintergrund durch eine digitale Bearbeitung unscharf erscheinen lässt. Auffällig ist außerdem die verbesserte Ergonomie: Dank größerem Griff liegt die Kamera deutlich besser in der Hand. Der Sucher ist unverändert: Er zeigt 95 Prozent des aufgenomenen Bildes und hat eine Vergrößerung von 0,87x (0,52x im Vergleich zum Kleinbild). Einsteigern soll das neue Menü helfen, das intuitiv verständliche Begriffe statt Fachwörter nutzt.

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Canon EOS 200D

Die EOS 200D bringt die von den Einsteigermodellen bekannten Bedienelemente mit

Bild: Canon

Neue Funktionen

Bei den inneren Werten ist die EOS 200D ganz auf der Höhe der Zeit und integriert die Neuerungen, die auch schon in die EOS 800D, 77D und 6D Mark II Einzug gehalten haben. Dazu gehören der neue 24-Megapixel-Bildsensor mit verbesserter Dynamik, der Dual Pixel CMOS AF für einen schnellen Live-View-/Video-AF, der DIGIC-7-Bildprozessor, Wi-Fi mit NFC und Bluetooth. Die Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis 25.600 und lässt ich auf 51.200 erweitern. Serien gelingen mit 5 Bildern/s, bzw. 3,5 Bildern/s mit Servo-AF im Live-View. Der Sucher-AF ist dagegen noch auf dem Stand der EOS 100D: Er hat neun Messfelder, die ab einer Lichstärke von f/5,6 Kreuzsensoren sind; die Empfindlichkeit reicht bis -0,5 EV. Zur Belichtungsmessung stehen wie in der EOS 100D 63 Sektoren zur Verfügung.

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Canon EOS 200D

Der Griff fällt größer aus als beim Vorgängermodell

Bild: Canon

Effektvoll

Die EOS 200D ist mit zahlreichen Kreativfiltern ausgestattet, neu sind vier verschiedene HDR-Einstellungen („Standard“, „Gesättigt“, „Kräftig“ und „Relief“). Auch für Videos stehen Filter zur Verfügung. Neben dem schon bekannten Miniatur-Effekt sind dies „Traum“, „Erinnerung“, „Alter Spielfilm“ und „Dramatisches S/W“. Videos nimmt die EOS 200D mit Full-HD-Auflösung und 60 Bildern/s auf, im HDR-Modus mit 30 Bildern/s. Auch ein Zeitraffer-Video-Modus ist an Bord. Gegenüber dem nächsthöheren Modell EOS 800D fehlt unter anderem eine elektronische Wasserwaage und der Gehäuseblitz lässt sich nicht als Speedlite-Transmitter zur drahtlosen Steuerung externer Blitzgeräte nutzen.

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Canon EOS 200D

Die EOS 200D gibt es auch in Weiß

Bild: Canon

Die EOS 200D ist in Schwarz, Weiß und Silber ab Ende Juli voraussichtlich für rund 600 Euro erhältlich, mit dem EF-S 4-5,6/18-55 mm IS STM für rund 700 Euro.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.