Lichtfeldkamera soll die Fotografie revolutionieren

22.06.2011

Das kalifornische Startup-Unternehmen Lytro will eine Kameras auf den Markt bringen, welche die Fotografie revolutionieren soll – unter anderem durch das Fokussieren nach der Aufnahme.

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Der Prototyp einer Lichtfeldkamera entstand im Rahmen einer Doktorarbeit an der Stanford-Universität

© Ren Ng

Gründer von Lytro ist Ren Ng, der seine Doktorarbeit an der Stanford-Universität zum Thema Lichtfeld-Fotografie geschrieben und in diesem Zusammenhang bereits eine Prototypen einer entsprechenden Kamera entwickelt hatte (siehe auch fotoMAGAZIN 8/2008, Seite 18). Lichtfeldkameras erfassen mit Hilfe von Mikrolinsen, die zwischen Objektiv und Sensor platziert sind, nicht nur die Menge des Lichtes, sondern auch die Ausbreitungsrichtung und errechnen daraus virtuelle Schärfeebenen. Unter dem Stichwort Living Pictures zeigt Lytro auf seiner Webseite, wie sich die Schärfeebene nachträglich verlagern lässt (siehe auch Beispiel unten).
In einem Interview mit der Webseite All Things Digital stellt Ren Ng eine erschwingliche Kompaktkamera mit Lichtfeldtechnik noch für dieses Jahr in Aussicht. Neben einer Fokussierung nach der Aufnahme soll die Technologie auch 3D-Aufnahmen mit einem Objektiv ermöglichen.
Lytro hat 45 Mitarbeiter, zu den technischen Beratern soll unter anderem der ehemalige Adobe-Chef Bruce Chizen gehören.
 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.