Leica T: Systemkamera mit APS-C-Sensor, Touchscreen und Wi-Fi

24.04.2014

Mit der T startet Leica ein völlig neues Kamerasystem mit APS-C-Sensor. Anders als das M-System setzt es auf moderne Funktionen wie Wi-Fi und Touchscreen.

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134 x 69 x 33 mm misst das Gehäuse der Leica T

Bei der Leica T (Typ 701) handelt es sich um eine kompakte Systemkamera, deren Äußeres zusammen mit Audi Design entworfen wurde. Das Gehäuse besteht aus einem Aluminium-Block, wobei die Vorderseite mit einer Materialmischung aus hartem Kunststoff und Silikon überzogen ist, die gegen Kratzer und Stöße schützen soll. Das Design ist minimalistisch als Bedienelemente stehen neben dem Ein- und Ausschalter und den Auslöseknöpfen (für Foto und Video) lediglich zwei Einstellräder zur Verfügung. Die restliche Bedienung erfolgt über den Touchscreen, der mit einer Diagonale 3,7 Zoll fast die gesamte Rückseite einnimmt. Mit 1,3 Millionen Punkten hat er eine hohe Auflösung. Den elektronischen Aufstecksucher Leica Visoflex gibt es als optionales Zubehör. Der Clou: Er lässt sich für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven schwenken und bringt ein zuschaltbares GPS-Modul mit, um Ortsinformationen zu den Aufnahmen zu speichern.

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7-Zoll-Monitor ermöglicht die Touch-Bedienung

16-Megapixel-Sensor

Der CMOS-Sensor misst 23,6 x 15,7 mm und hat eine effektive Auflösung von 16,3 Megapixeln. Er stellt Empfindlichkeiten von 100 bis 12.500 zur Verfügung. Fotos speichert die T als JPEG oder DNG-Raw. Videos nimmt sie mit voller HD-Auflösung auf (1920 x 1080 Pixel, 30p, MP4). Der Autofokus nutzt eine Kontrast-Detektion auf dem Bildsensor, das Messfeld lässt sich auch über den Touchscreen steuern. Serien schießt die T mit bis zu 5 Bildern/s, der Verschluss beherrscht 1/4000 s. Einen kleinen Blitz hat Leica eingebaut, über den Zubehörschuh lässt sich aber auch der externe Leica SF 26 mit neigbarem Reflektor und LED-Leuchte nutzen. Die kürzeste Blitzsynchronzeit beträgt 1/180 s. Über das integrierte Wi-Fi-Modul und eine kostenlose iOS-App lässt sich die Kamera fernsteuern und Bilder können drahtlos übertragen werden.

 

 

 

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Das nicht sonderlich lichtstarke Standardzoom kostet stolze 1450 Euro

 

Zunächst zwei Objektive

Leica bietet zum Verkaufsstart der Kamera am 26. Mai zunächst zwei Objektive für das neue T-Bajonett an. Das Standardzoom Vario-Elmar-T 3,5-5,6/18-56 mm Asph. kostet 1450 Euro, die Festbrennweite Leica Summicron-T 2/23 mm Asph. 1600 Euro. Zur photokina im September will Leica zwei weitere Objektive anbieten: Das Weitwinkelzoom Super-Vario-Elmar-T 3,5-4,5/11-23 mm Asph. und das Telezoom Vario-Elmar-T 3,5-5,6/55-135 mm Asph. Preise für diese Objektive nannte Leica noch nicht. Über einen Adapter lassen sich M-Objektive an der T nutzen. Der Leica M-auf-T-Adapter verfügt über eine Abtastung für 6 Bit kodierte M-Objektive, sodass sich Funktionen wie Belichtungsmessung und Zeitautomatik nutzen lassen.
Die Leica T (Typ 701) kostet 1500 Euro, registrierte Kunden können sich Adobe Photoshop Lightroom kostenlos von der Leica-Webseite laden.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.