Fujifilm X30: hochwertige Kompaktkamera mit elektronischem Sucher

26.08.2014

Statt eines optischen Suchers hat Fuji die Nachfolgerin der X20 nun mit einem hochauflösenden elektronischen OLED-Sucher ausgestattet. Keine Änderungen gibt es bei Sensor und Objektiv

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Die X30 ist ab Oktober in Schwarz oder Schwarz-Silber erhältlich

Der elektronische Sucher dürfte die wichtigste Neuerung in der X30 sein. Während der optische Sucher in der X20 nur etwa 85 Prozent des Bildfeldes abdeckte, bringt es der elektronische auf 100 Prozent. Mit 2,36 Millionen Bildpunkten hat er eine sehr hohe Auflösung und mit einer kleinbildäquivalenten Vergrößerung von 0,65 ist er sogar etwas größer als die Sucher in vielen Systemkameras (absolute Größe 0,39 Zoll). Ähnlich wie den bei dem Systemkamera-Spitzenmodell X-T1 spricht Fuji von einem Echtzeit-Sucher, das heißt die Verzögerung soll minimal sein. Verbessert wurde auch der 3,0-Zoll-Monitor. Er stellt jetzt 920.000 Punkte dar und kann nach oben und unten gekippt werden. Einblenden lassen sich eine elektronische Wasserwaage oder Hilfslinien.

 

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Der Monitor lässt sich nun kippen

Mit Hybrid-AF

Sensor und Objektiv sind die gleichen wie in der X20. So kommt nach wie vor ein X-Trans-II-CMOS mit einem Formfaktor von 2/3 Zoll und einer Auflösung von 12 Megapixeln zum Einsatz. Der Hybrid-Autofokus kombiniert die Kontrast-Detektion mit Phasen-Autofokus-Pixeln auf dem Bildsensor. Das lichtstarke Objektiv zoomt weiterhin vierfach (2-2,8/28-112 mm beim Kleinbild).
Wie gehabt ist die Kamera mit klassischen Bedienelementen wie einem Rad zur Belichtungskorrektur und einem manuellen Zoomring ausgestattet. Neu ist das zweite Objektivrad über das sich Blende, Verschlusszeit, ISO oder Filmsimulation verändern lassen.

 

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3 mm (B x H x T)

Mit Wi-Fi

Integriert hat Fuji nun auch ein Wi-Fi-Modul per Smartphone-App kann die Kamera auf diesem Weg auch ferngesteuert werden. Erweitert wurden die Filmsimulationen. Neben den Klassikern Astia, Velvia und Provia steht nun auch Classic Chrome zur Verfügung. Videos nimmt die X30 mit voller HD-Aufösung, 60 Bildern/s, Stereoton und eine maximalen Datenrate von bis zu 36 MBit/s auf; ein externes Mikrofon lässt sich nun ebenfalls anschließen. Bei Serienbildern bringt es die neue Kamera auf 12 Bilder/s. Last but not least hat Fuji die Akkukapazität verbessert. So lassen sich nun 470 statt 270 Bilder mit einer Ladung aufnehmen.
Die X30 ist ab Oktober für rund 550 Euro in Silber oder Silber-Schwarz erhältlich.

 

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.