Fujifilm kündigt großes Firmware-Update für X-T1 an

Verfügbar Ende Juni
11.05.2015

Firmware-Version 4.0 soll den Spitzenmodellen der X-Serie (X-T1 und X-T1 Graphit Silber) zahlreiche neue und verbesserte Funktionen beibringen, darunter eine gesteigerte AF-Performance und eine Augenerkennung

Fuji bleibt seiner Linie treu, die X-T1 kontinuierlich zu verbessern. So hatte Ende letzten Jahres bereits die Firmware 3.0 wichtige Neuerungen gebracht.

Die nun für Ende Juni angekündigte Version 4.0 bringt folgende Funktionen (Originaltext des Herstellers):

1. Neues Autofokus-System

1.1 Neues Autofokus-System mit den Modi „Zone“ und „Weit/Verfolgung (C)“ für müheloses Fotografieren von sich bewegenden Motiven

Das neue Autofokus-System ergänzt das schnelle und präzise 49-Einzelpunkt-Autofokus-System mit den neuen Modi „Zone“ und „Weit/Verfolgung (C)“, bei denen eine größere Anzahl von 77 Autofokus-Punkten zur Verfügung steht. Damit wird die Fähigkeit der Kamera, sich bewegende Objektive zu erfassen, wesentlich verbessert.

Der Modus „Zone“ ermöglicht es dem Fotografen, eine 3x3, 5x3 oder 5x5 Zone aus einem Bereich mit 77-Autofokus-Punkten auszuwählen. Innerhalb der gewählten Zone findet eine Multi AF-Auswertung statt. Die 3x3 und 5x3 Zonen in der Mitte bieten eine besonders schnelle Fokussierung durch die Verwendung von integrierten Phasendetektions-Pixel. 

Im Modus „Weit/Verfolgung (C)“ zeigt die Kamera den Bereich im Fokus an, der automatisch aus dem 77-Autofokus-Punkte-Bereich (Maximal im AF-S Modus) ermittelt wird. Im kontinuierlichen Autofokus-Modus (AF-C) wird das Objekt im Fokusbereich über den gesamten 77-Autofokus-Punkte-Bereich verfolgt. Dies ermöglicht es, den Fokus auf ein Objekt zu setzen, das sich vertikal, horizontal sowie vor und zurück bewegt.

1.2 Verbesserte Autofokus-Genauigkeit

Der Einzelpunkt-Autofokus unterteilt den Fokusbereich in kleinere Abschnitte, um die Entfernung zum Motiv noch exakter bestimmen zu können und somit eine noch bessere Autofokus-Genauigkeit zu erzielen. Die eingebauten Phasendetektions-Pixel arbeiten jetzt mit einem Erfassungsbereich beginnend bei 0.5 EV, eine deutliche Verbesserung zu den vorherigen 2.5 EV, und sorgen für einen Phasen-Autofokus, der schnelles Fokussieren bei schlechten Lichtbedingungen und bei Motiven mit geringem Kontrast ermöglicht.  

1.3 Autofokus mit Augenerkennung

Das Firmware-Update beinhaltet außerdem FUJIFILMs Gesichtserkennungs-Autofokus mit Augenerkennung, der automatisch die Augen eines Menschen erkennt und darauf fokussiert. Mit dieser Funktion kann man ganz einfach auch bei schwierigen Bedingungen auf die Augen fokussieren, z.B. bei einer Porträtaufnahme mit weit offener Blende, um ein schönes Bokeh zu erzielen.

1.4 Auto-Makro-Modus

Das Firmware-Update implementiert eine Auto-Makro-Funktion, wodurch die Kamera bei Bedarf automatisch in den Makro-Modus wechselt, während sie die herkömmliche Autofokus-Geschwindigkeit beibehält. Man muss nicht länger die Funktionstaste zur Umschaltung in den Makro-Modus drücken, um eine Nahaufnahme machen zu können. Außerdem kann man nun die Funktionstaste für die Makro-Funktion mit einer anderen Funktion belegen.

1.5 Verbesserung des Autofokus im Video-Modus

Der optimierte Algorithmus ermöglicht einen natürlicheren und geschmeidigeren Autofokus bei der Aufnahme von Videos.

2. Weitere Verbesserungen

2.1 Erweiterung der Verschlusszeiten-Einstellungen

Wenn das Verschlusszeitenrad auf T und der Verschluss-Typ „Mechanisch + Elektronisch“ eingestellt wurde, können über das vordere Funktionswahlrad alle Verschlusszeiten von 30-1/32.000 Sek. in 1/3 EV-Schritten ausgewählt werden. Bisher war dies auf 30-2 Sek. begrenzt. Der Fotograf kann nun folglich die Verschlusszeit über einen größeren Bereich auswählen, ohne die Kameraposition ändern zu müssen. Dies ist besonders hilfreich bei der Aufnahme im Hochformat, wenn der optionale Batteriegriff VG-XT1 angebracht ist.  

2.2 Belichtungskorrektur im manuellen Modus

Die Belichtungskorrektur kann auch im manuellen Modus mit aktivierter Auto ISO-Einstellung verwendet werden.

2.3 Feinere Gitterlinien verbessert die Motivbetrachtung

Die Gitterlinien, die man im Set-up-Menü auswählen kann, wurden feiner gestaltet, um das Motiv ungestörter betrachten zu können.   

2.4 Bezeichnung des „Ruhemodus“ wurde geändert

Der „Ruhemodus“ wurde umbenannt in „Ton & Blitz AUS“.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.