Canon PowerShot G1 X: Kompaktkamera mit großem Sensor und Zoom

09.01.2012

Mit der PowerShot G1 X betritt Canon Neuland: Die ab Februar für rund 750 Euro erhältliche Kamera kommt mit großem CMOS-Sensor und 4fach-Zoom und soll die Bildqualität einer Spiegelreflexkamera erreichen.

Der CMOS-Bildsensor in der G1 X misst 18,7 x 14,3 mm und liegt damit größenmäßig zwischen Micro-FourThirds (17,2 x 13 mm) und APS-C (bei Canon ca. 22 x 15 mm). Im Vergleich zu Canons aktuellen Spiegelreflexkameras wie der EOS 600D hat der Bildwandler der Neuen etwas weniger Pixel (netto 14,3 statt 18 Millionen), die aber die gleiche Größe haben und daher ein ähnliches Rausch- und Dynamikverhalten erwarten lassen. Für eine gute Bildqualität auch bei hohen Empfindlichkeiten (ISO-Bereich 100 bis 12.800) soll auch der neue DIGIC-5-Bildprozessor sorgen. Die volle Auflösung erreicht die Kamera im 4:3-Seitenverhältnis, sie lässt sich aber durch einen Beschnitt auf 3:2 (12,6 Megapixel), 16:9 (9,8 MP), 1:1 /10,7 MP) oder 4:5 (8,5 MP) umschalten.

 

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Das Gehäuse besteht aus Edelstahl

Mit 4fach-Zoom

Das fest montierte Objektiv zoomt 4fach (2,8-5,8/15,1-60,4 mm entsprechend 28-112 mm beim Kleinbild, Naheinstellgrenze 20 cm) und hat einen eingebautem Bildstabilisator, der bis zu vier Blendenstufen kompensieren soll und sich automatisch an die Aufnahmesituation anpasst (Intelligent IS wählt die passende Einstellung aus sieben Modi, beispielsweise fürs Schwenks, Videos oder Makros). Wer auch bei viel Licht mit offener Blende fotografieren will, kann einen ND-Filter zuschalten, der um drei Blendenstufen abdunkelt. Wie schon der PowerShot G12 bringt auch die G1 X sowohl eine optischen Sucher als auch einen dreh- und schwenkbaren Monitor mit (3,0 Zoll/7,5 cm, 920.000 Punkte).

 

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Die G1 X bringt einen optischen Sucher mit

AF-Tracking und Serienbilder

Der Autofokus arbeitet wie bei Kompaktkameras üblich per Kontrastmessung und bringt neun Messfelder mit, die sich auch manuell anwählen lassen; er ermöglicht eine Gesichtserkennung und eine Motivverfolgung (Tracking). Im Highspeed-Serienmodus schießt die G1 X bis zu 4,5 Bilder/s bei dieser Geschwindigkeit allerdings nur sechs in Folge. Der normale Serienbildmodus erreicht 1,9 B/s; wenn der Autofokus nachgeführt werden soll, sind es nur noch 0,7 B/s. Der Videomodus zeichnet in Full-HD mit 24 Bildern/s und Stereoton auf. Als Codec kommt H.264 zum Einsatz. Weitere Merkmale der G1 X sind RAW-Dateien mit 14 Bit Farbtiefe, Multishot-Funktionen, bei denen mehrere Bilder kombiniert werden (HDR, Nachtaufnahmen ohne Stativ), ein Systemblitzschuh, kurze Belichtungszeiten (1/4000 s), eine elektronische Wasserwaage und Kreativfilter (darunter Miniatureffekt). Gespeichert wird auf SD(HC/XC)-Karten, der Akku liefert Strom für rund 250 Aufnahmen. Als Zubehör bietet Canon unter anderem eine Unterwassergehäuse, eine Gegenlichtblende, einen Filteradapter und eine Fernbedienung an Speedlite-Systemblitzgeräte sind kompatibel.
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tamar.stern