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EOS 750D und EOS 760D
EOS 750D und EOS 760D © Canon

Canon EOS 750D und 760D: Zwei Mittelklasse-SLRs

Ab April erhältlich
06.02.2015

Gleich um zwei Modelle erweitert Canon im April die gehobene Einsteigerklasse. Sie unter-scheiden sich vor allem beim Gehäuse und Bedienkonzept. Wir hatten beide bereits in der Hand

Unterschiede zwischen den beiden Kameras sind auf den ersten Blick zu erkennen: Während die EOS 750D äußerlich weitgehend der 700D entspricht (die als Schwestermodell auf dem Markt bleibt), lehnt sich die EOS 760D an die gehobene Amateurkamera EOS 70D an. So befindet sich das Moduswahlrad auf der linken Seite und kann gegen ein versehentliches Verstellen gesperrt werden. Auf der rechten Seite gibt es ein kleines Statusdisplay. Auf der Rückseite findet der Fotograf statt einer Viererwippe ein Daumenrad. Beide Kameras haben ähnlich wie die EOS 700D einen Pentaspiegelsucher mit 95 % Bildfeld. Bei der 760D lassen sich allerdings wie bei der EOS 7D Mark II zahlreiche Belichtungsinformationen und eine Wasserwaage einblenden – Canon spricht von einem „intelligenten Sucher“.

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Canon EOS 760D

Auf der Rückseite bringt die EOS 760D das Daumenrad der gehobenen EOS-Modelle mit

Mit 24 Megapixeln
Bei den inneren Werten sind die Unterschiede geringer: Beide sind, wie die EOS M3, mit einem neuen 24-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format ausgestattet, der ISO-Werte von 100 bis 12.800 ermöglicht. Durch die Integration von Phasen-Detektionspixeln (Hybrid-AF III) stellt auch der Live-View-Autofokus in Kombination mit STM-Objektiven für eine Spiegelreflexkamera schnell scharf und erlaubt eine kontinuierliche Fokussierung bei der Videoaufnahme und eine sanfte Schärfeverlagerung – in dieser Hinsicht machten die beiden Kameras im ersten Check bereits einen guten Eindruck. Auch den Sucher-AF hat Canon deutlich verbessert: Er nutzt nun wie bei der EOS 70D 19 Kreuzsensoren (statt 9 bei der EOS 700D). Für die Bildaufbereitung ist der aktuelle DIGIC-6-Prozessor zuständig. Bereits aus der EOS 7D Mark II bekannt ist die Flacker-Erkennung, die dafür sorgt, dass die Kamera bei Leuchstoffröhrenlicht dann auslöst, wenn das Licht am hellsten ist. Auch die Belichtungsmessung wurde verbessert, sie erfolgt nun mit einem Sensor mit 7500 Pixeln. Serien schießen beide Kameras – wie schon die EOS 700D – mit 5 Bildern/s, wobei der Puffer für 940 JPEGs oder 8 Raws ausreicht. Im neuen MP4-Videomodus steht die volle HD-Auflösung mit bis bis zu 30 Bildern/s zur Verfügung. Nur bei der EOS 760D sind auch Filme in den Kreativ-Modi „HDR-Movie“ und „Miniatur“ möglich. Ein externes Mikrofon können beide Kameras nutzen. Gemeinsam haben sie auch den dreh- und schwenkbaren 3,0-Zoll-Touchscreen und das integrierte Wi-Fi-Modul mit Dynamic-NFC zum einfacheren Verbindungsaufbau.
Die EOS 750D kostet voraussichtlich rund 700 Euro bzw. 800 Euro im Kit mit dem EF-S 3,5-5,6/18-55 mm IS STM, die EOS 760D wird vermutlich für ca. 750 Euro ohne Objektiv oder 1100 Euro mit dem EF-S 3,5-5,6/18-135 mm IS STM zu haben sein.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.