Canon EOS 700D und 100D: Zwei mit Hybrid-AF

21.03.2013

Zwei neue Einsteiger-SLRs bringt Canon im April auf den Markt. Beide besitzen einen Hybrid-Autofokus, der eine kontinuierliche Fokussierung im Videomodus ermöglicht. Die EOS 100D ist außerdem die aktuell kleinste SLR mit APS-C-Sensor.

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Die EOS 700D hat ein hochwertigeres Gehäusefinish als die Vorgängerin und einen Schwenkmonitor

Beide Neuen sind mit einem 18-Megepixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format ausgestattet und richten sich an Spiegelreflex-Einsteiger. Dort bewegen sie sich aber im oberen Preisbereich: Die EOS 700D löst die 650D ab und kostet rund 850 Euro, die EOS 100D ca. 800 Euro (jeweils mit dem neuen Kitobjektiv EF-S 3,5-5,6/18-55 mm IS STM).

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Das neue Kitobjektiv mit Schrittmotor

Kitobjektiv mit Schrittmotor

Das neue Kitobjektiv EF-S 3,5-5,6/18-55 mm IS STM ist wie schon das 18-135 mm IS STM mit einem Stepping Motor (STM) ausgestattet, der eine schnellere Fokussierung auch im Live-View und Videomodus ermöglicht. Bei der Bildqualität soll das Objektiv ebenfalls besser geworden sein.
Die EOS 700D hat nun ein höherwertiges Gehäusefinish und wurde bei der Bedienung etwas optimiert. So zeigt die Kamera beispielsweise im Live-View eine Vorschau auf die Kreativfilter, darunter Fisheye und Miniatur-Effekt. Spektakulärer ist die EOS 100D: Sie ist nach unseren Recherchen die zurzeit kleinste Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor. Weiterentwickelt hat Canon bei ihr den Hybrid-Autofokus im Live-View und Video: Beim Hybrid-AF II decken die Pixel zur Phasenerkennung einen größeren Bereich des Bildsensors ab (ca. 80 Prozent) die Fokussierung soll deutlich schneller geworden sein. Die EOS 700D hat noch die erste Generation des Hybrid-Autofokus. Die EOS 100D kann außerdem zwei Bilder parallel schießen (ein normales und eins mit Filtereffekt) und Zeitraffervideos mit Miniatur-Effekt aufzeichnen.

 

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Die EOS 100D ist nur rund 117 mm breit und wiegt 407 g

Unterschiede beim Autofokus

Im Sucherbetrieb haben beide Kameras einen Autofokus mit neun Messfeldern, wobei in der EOS 700D alle Sensoren als besonders empfindliche Kreuzsensoren ausgelegt sind, bei der EOS 100D nur das mittlere Messfeld. Gering sind die Unterschiede beim Sucher: Beide decken 95 Prozent des Bildfeldes ab, bei der EOS 100D ist er minimal größer (Vergrößerung 0,87x versus 0,85x). Die Touchscreen-Monitore sind groß und hochauflösend (Diagonale 7,7 cm, 1,04 Millionen Punkte); dreh- und schwenkbar ist allerdings nur das Display der EOS 700D. Bei Bildserien ist die EOS 700D etwas schneller: Sie schießt 5 Bilder/s, die EOS 100D 4 B/s. Identisch sind die Full-HD-Videomodi, die mit 30, 25 oder 24 Bildern/s aufzeichnen; für die Tonaufnahme lässt sich ein externes Mikrofon anschließen. Einen Batteriegriff gibt es dagegen nur für die EOS 700D.

> weitere Informationen von Canon

 

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.