Adobe Stock #VisualTrends2018: Multilokalismus

15.06.2018

Adobe Stocks aktueller #VisualTrend widmet sich dem Multilokalismus. Es geht um lokales Bewusstsein, unterschiedliche Kulturen und um die Verbundenheit mit faszinierenden Orten.

 

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Adobe Stock Visual Trends 2018 Multilokalismus 03
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Mit seinen sechs #VisualTrends2018 behandelt Adobe Stock Themen, die uns besonders bewegen. Unter anderem geht es darum, wie wir auf das aktuelle Weltgeschehen reagieren und wie dieses uns als Gesellschaft prägt. Der Fokus liegt hierbei auf kreativen Verarbeitungsprozessen aus den Bereichen Kunst, Lifestyle, Mode, Technik und Technologie. Speziell letztgenannte verhilft uns dazu, unsere lokale Verbundenheit in ein globales Bewusstsein zu transformieren. Grund genug für die Benennung des Multilokalismus als dritten Visual Trend 2018.

Multilokalismus: von lokalen Kulturen und globaler Bewusstseinsänderung

Was bedeutet es also, speziell im Jahr 2018, multilokal zu sein? Unter Multilokalität versteht man das Phänomen, dass sich unser Alltag nicht nur an einem festen Ort abspielt, sondern – je nach Funktion – auf mehrere Orte verteilt. Dieser Umstand ist also schon dann gegeben, wenn wir das Haus verlassen, um unseren Arbeitsplatz aufzusuchen.

Adobe Stock geht weiter und möchte wissen, in welcher Weise der technische und visuelle Fortschritt uns, unsere Reiselust und unser Interesse an verschiedenen Kulturen und unser globales Bewusstsein beeinflusst. Hierfür lohnt sich die Betrachtung von Werken weltweiter Stockfotografen. Auch interessiert, wie die kreative Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen unseren Respekt für selbige formt. Aufgeschlossenheit, Akzeptanz und eine Affinität gegenüber modernen Technologien spielen eine große Rolle für die Entwicklung von internationalen Beziehungen, dem Verständnis für Kulturen, einer gelingenden Vernetzung untereinander und der Aufklärung globaler Problemlagen.

Andy Smith über den Drang nach Abenteuern und den Rückzug aus der Digitalisierung

So ist beispielsweise der in Großbritannien ansässige Fotograf Andy Smith davon überzeugt, dass der Reise-Trend und die Lust auf einzigartige Erlebnisse an entlegenen Orten Teil einer modernen, visuellen Entwicklung ist, die sich stetig weiterentwickelt: "Der Wunsch, dieser technisch dominierten Welt für wenige Augenblicke zu entfliehen, hat zugenommen", so Smith. Er prognostiziert, dass wir auch in Zukunft visuelle Trends erleben, die sich vom materiellen Besitz wegbewegen. Stattdessen werden wir künftig immer mehr Bilder sehen, durch die multilokal Suchende ihr globales Bewusstsein und erlebte Abenteuer visualisieren. Hierfür müssen sich Fotografen auf ihre wichtigste Fähigkeit besinnen: das Beobachten.

Fotografen sind von Natur aus neugierig und lieben es, zu beobachten.

Komplexe Städte, Gruppen und Dynamiken auf respektvolle und authentische Weise einzufangen, wird laut Andy erst möglich, wenn Fotografen ihre Sinne nutzen. Dazu gehört die Neugier und das Beobachten von Details und Augenblicken, die anderen entgehen: "Wir alle sind schließlich ,Experten‘ für unsere eigenen lokalen Bereiche und können der Welt daher am besten zeigen, wie es ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt da zu leben, wo wir leben.“

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Multilokalismus: Der Takeaway-Service für Designer und Marken

Die Stockfotografie könne unter anderem auch dazu beitragen, der zunehmenden Sehnsucht nach authentischen Momenten von Endverbrauchern gerecht zu werden. Laut Smith sind Stocksammlungen das perfekte Medium dafür, schließlich können lokale Stockanbieter ihren Lebensmittelpunkt am besten zeigen – mit allen Facetten, die ihre Gegend zu bieten hat. Es sei dann der Job von Designern und Marken, ein Gefühl für echte Momente zu entwickeln und lokale Erlebnisse für Konsumenten greifbar zu machen.

Für Smith bedeutet Multilokalismus aber noch viel mehr als das. Für den Fotografen steht die Diversität ganz klar im Vordergrund. Speziell die Verbundenheit unzähliger Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, die dennoch durch gemeinsame Interessen mit ein und demselben Ort verbunden sind, fasziniert den Fotografen.

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Liebt die Stille, sanftes Licht und die Verbundenheit mit der Natur: Fran Mart aus Schottland

Der in Schottland lebende Spanier Fran Mart fühlt sich selbst multilokal und hält seine Reisen zwischen den Welten mit seiner Kamera fest. Seine fotografische Reise begann mit einem Schicksalsschlag, als er vor fünf Jahren seinen jüngeren Bruder verlor. In dieser schmerzvollen Phase entwickelte sich seine Sensibilität und er fing damit an, seinem Alltag achtsamer zu begegnen und Momente mit all seinen Sinnen wahrzunehmen. Egal ob Schattenwurf, Licht auf einer Oberfläche oder die Klänge der Natur: Mart versuchte, all das mit der Kamera festzuhalten, die nach und nach für ihn zum Instrument seiner Entdeckungen wurde und ihm die Möglichkeit bot, seinem Schmerz Ausdruck zu verleihen und die Welt neu zu entdecken.

Ich bin wie besessen von diesem Licht.

Seine erste Reise zu den schottischen Highlands 2015 faszinierte ihn sofort: Das Licht, die Naturgewalt und die scheinbare Nähe zwischen Himmel und Erde verleiteten ihn dazu, auf tagelange Wanderschaft zu gehen und das Land zu erkunden. Denn laut dem Spanier gibt es in seiner Heimat nur zwei Jahreszeiten: Sommer und eben keinen Sommer. Das grelle Licht mag zwar wunderschön und lebendig sein, es löste in ihm jedoch nie diese Faszination aus, wie er sie in Schottland spürte.

Kreative Realität: So geht es mit den #VisualTrends2018 weiter!

Wir sind gespannt auf den nächsten Teil der Adobe #VisualTrends2018. Die kommenden zwei Monate stehen unter dem Motto "Kreative Realität": Freuen Sie sich auf Phantasiewelten, exzentrische Texturen und hypersensorische Erfahrungen, in denen sich die Natur und die menschliche Vorstellungskraft vermischen. Seien Sie dabei, wenn sich die Künstler von Adobe Stock kreativen Themen widmen.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.