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Kleinste Polaroid Sofortbildkamera – Polaroid Go im Praxistest

Neue Polaroid Sofortbildkamera – Polaroid Go im Praxistest

Kleine kreative Begleiterin
29.04.2021

Die neueste Sofortbildkamera von Polaroid kommt im Miniaturformat. Und so sind auch die Bilder der Polaroid Go kleiner als die ihrer Vorgängerinnen. Welche Funktionen die analoge Sofortbildkamera bietet und worauf man beim Fotografieren achten sollte, verrät unser Test.

Nach der Polaroid Now vor etwa einem Jahr bringt Polaroid nun eine neue analoge Sofortbildkamera auf den Markt: die Polaroid Go. Was direkt auffällt? Mit nur 10,5 Zentimetern Länge, 8,39 Zentimetern Breite und 6,15 Zentimetern Höhe ist die Polaroid Go viel kleiner als ihre Vorgängerin und vermutlich auch kleiner als alle anderen Sofortbildkameras. Auch die verwendeten Filme, die es in dieser Größe bisher nicht gab, sind eine Miniaturversion des klassischen quadratischen Formats – aber mit genau so viel Retro-Charme. Die Filme kommen direkt aus der analogen Sofortbildkamera, brauchen etwa 15 Minuten zur Entwicklung.

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Farbfilm der Polaroid Go Sofortbildkamera

Passend zur Polaroid Go gibt es jetzt den neuen Polaroid Go Film.

© Polaroid

Wie viel kostet die Polaroid Go?

Die neue Instant-Camera von Polaroid ist am 27. April 2021 erschienen und derzeit für etwa 120 Euro (UVP) erhältlich. Im Starter-Set zusammen mit einem Doppelpack-Film (entspricht 16 Bildern) kostet sie etwa 140 Euro. Der Preis des Sofortbild-Films liegt bei etwa 20 Euro für einen Doppelpack (2 x 8 Sheets). Damit ist der Polaroid-Film etwas teurer als beispielsweise die Filme für die Sofortbildkameras von Fujifilm – wie die Instax Mini 40. Warum die Polaroid-Filme recht teuer sind, erklären wir im Video.
Derzeit gibt es für die Polaroid Go "nur" den klassischen Farbfilm. Mit Blick auf das restliche Sortiment von Polaroid, kann allerdings gehofft werden, dass auch noch weitere Filme im neuen Format erscheinen werden. 

Funktionen der Sofortbildkamera von Polaroid

Die neue Sofortbildkamera von Polaroid bietet einen Selfie-Spiegel, einen Selbstauslöser, einen dynamischen Blitz und die Möglichkeit, Doppelbelichtung anzufertigen. Der Kamera-interne Akku wird über den seitlichen Anschluss geladen und soll für 15 Film-Packs reichen. Wie die Bilder in unserem Test geworden sind erfahren Sie in unserem Video. Zudem erklären wir die Funktionen der Sofoftbildkamera und ziehen ein Fazit.

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Bilder aus der Polaroid Sofortbildkamera

Mit der Polaroid Go sind Doppelbelichtungen möglich (rechtes Bild).

© Polaroid

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Unterschiede Polaroid Now und Polaroid Go

Nicht nur in der Größe unterscheiden sich die Polaroid Go und die Polaroid Now. Funktionen wie Doppelbelichtung, Selbstauslöser und Blitz besitzen beide Kameras. Während man jedoch bei der Polaroid Now noch drei Stufen der Belichtung einstellen konnte, macht das die Polaroid Go vollkommen automatisch und bietet in diesem Bereich keine Einstellmöglichkeit. Das soll zu einer einfacheren Bedienbarkeit beitragen. Neu bei der Polaroid Go ist dafür der "Selfie-Spiegel". Und der rote Auslöser-Button hat einen neuen Platz bekommen. Er sitzt jetzt oben auf der Kamera, statt auf der Vorderseite. Ich persönlich finde diese Postion besser, da ich nicht so schnell die Finger versehentlich vor dem Blitz oder dem Auswurf habe. Während es die Polaroid Now bereits in vielen unterschiedlichen Farben gibt, ist die kleine Schwester bisher "nur" im klassischen Weiß erhältlich. Aber vielleicht ändert sich das noch... 

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Polaroid Now und Polaroid Go im Vergleich

Die Polaroid Go ist deutlich kleiner als die Polaroid Now – bringt aber einen ähnlichen Funktionsumfang mit.

© Polaroid

Polaroid Kamera Test

Im Praxistest haben wir unter anderem ausprobiert, was passiert, wenn man das gleiche Motiv mit Blitz und ohne Blitz fotografiert. Im Test der Vorgängerin Polaroid Now ist damals aufgefallen, dass auch bei Fotos mit Motiven, die nicht mehr vom Blitz erfasst werden, die Aktivierung des Blitzes einen Unterschied macht. Beispielhafte Motive sind weiter entfernte Häuser oder Personen bei Tageslicht. Auch bei der Polaroid Go gab es hier Unterschiede. Das Foto, das mit Blitz aufgenommen wird, wirkt meist dunkler, was gleichzeitig zu mehr Zeichnung in hellen Bildbereichen führen kann. Diese geringere Belichtung könnte darin begründet liegen, dass beim Verwenden des Blitzes die Belichtung automatisch etwas heruntergenommen wird, weil der Blitz als zusätzliche Lichtquelle in Verwendung ist. Bei der Aktivierung des Blitzes sollte also das Motiv an sich, das Umgebungslicht und die Entfernung zum Motiv beachtet werden.

Vorteile:

  • Kompakte Größe
  • Einfache Bedienung
  • Selbstauslöser
  • Doppelbelichtung & Blitzeinstellung
  • Selfie-Spiegel

Nachteile:

  • Kompakte Größe bedingt kleine Bilder (kann aber auch ein Vorteil sein)
  • Mehr als 1 Euro pro Bild
  • Kein Schutz vor der "Linse"
  • 15-minütige Entwicklungszeit der Bilder

Fazit

Das Fotografieren mit der Polaroid Go hat Spaß gemacht. Die kleine Größe animiert dazu, die Kamera in die Tasche zu stecken und mitzunehmen. Trotz der geringen Größe liegt sie gut in der Hand. Der Blick durch den Sucher ist angenehm und lässt sich bequem mit dem Betätigen des Auslösers verbinden. Natürlich sind aufgrund des kompakten Gehäuses die entstehenden Bilder relativ klein. Das sollte man bei der Motivwahl im Hinterkopf haben. Zum Festhalten toller Momente und als Andenken für Freunde und Familie eignen sie sich trotzdem gut.

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Instant-Camera Polaroid Go

Die neue Polaroid Go fällt vor allem durch ihre kompakte Größe auf.

© Polaroid

Technische Daten

Maße der Kamera 83,9 x 61,5 x 105 mm (B x H x T)
Maße der Bilder 46 x 45 mm
Gewicht (ohne Filmkassette) 242 g
Stromversorgung Lithium-Ionen-Batterie,
750 mAh, 3,7 V Nennspannung, 2,7 Wh
Belichtungssteuerung Automatisch
Verschlusszeit Automatisch, 30 - 1/125 s
Brennweite 51,1 mm 

 

Noch unentschlossen, ob Sie lieber eine Sofortbildkamera oder einen Sofortbilddrucker möchten? Hier gehts zum Test-Video des Polaroid Hi    Print oder Instax Mini Link Printer.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Lea Spraul

Seit September 2019 ist Lea Spraul Volontärin in der fotoMAGAZIN-Redaktion. Sie ist vor allem zuständig für Angelegenheiten, die sich online abspielen – unter anderem Instagram, Facebook, YouTube und Beiträge auf fotomagazin.de. Neben ihrer Tätigkeit in der Redaktion studiert sie „Digital Journalism“ im Master.