Tamron Objektivschule: Weihnachtsmarkt und Lichterglanz

7 Tipps für schöne Bilder
07.12.2017

Für viele ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres. Das Fotografieren der beleuchteten Innenstädte ist fotografisch gesehen jedoch nicht die einfachste Aufgabe. Wir haben 7 feine Tipps für Sie parat.

 

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Ein Muss bei jedem Bummel über den Weihnachtsmarkt: Ein Tässchen Glühwein hier und da. Sie werden sich wundern, wie kreativ Sie von Tasse zu Tasse werden!

© Tamron

So richtig zur Geltung kommt der Lichterglanz von Weihnachtsmarkt und Innenstädten natürlich erst bei Dunkelheit. Deswegen empfiehlt es sich, auf jeden Fall auch die Blaue Stunde in seinen Bummel mit einzubeziehen. Lichtermeer auf der einen, Dunkelheit auf der anderen Seite: Für den einen oder andere Fotografen ist dies eine ganz schöne Herausforderung zur Adventszeit. Deswegen möchten wir Ihnen ein paar Empfehlungen in Sachen Kameraeinstellungen geben:

  1. Setzen Sie den Blitz sparsam ein.
  2. Binden Sie vorhandene Lichtquellen geschickt in Ihren Bildaufbau mit ein.
  3. Drehen Sie an der ISO, um der Dunkelheit entgegen zu wirken. Achten Sie dabei auf mögliches Bildrauschen.
  4. Haben Sie Ihr Stativ griffbereit. Je nach Motiv, Belichtungszeit und Lichtmenge ist eine ruhige Hand noch zu unruhig. Aber Achtung: Ist der Besucherstrom zu groß, könnte der Einsatz eines Stativs schwierig werden.
  5. Wählen Sie lange Belichtungszeiten für dynamische Bewegungsunschärfe.
  6. Wählen Sie eine kurze Belichtungszeit, um Details sichtbar zu machen.
  7. Orientieren Sie sich bei der Lichtmessung an den Lichtquellen, nicht an dunklen Hintergründen.
  8. Ein leichtes Überstrahlen von Lichtquellen kann zur Stimmung beitragen. Bitte beachten: Weniger ist mehr und Überbelichtungen machen die Atmosphäre kaputt.
  9. Fotografieren Sie im Raw-Format, um in der Nachbearbeitung das Beste aus Ihren Bildern rauszuholen.

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Eine Weihnachtspyramide wie diese eignet sich hervorragend für Langzeitbelichtungen.

© Tamron

1. Tricksen Sie den automatischen Weißabgleich aus

Der automatische Weißabgleich filtert nur zu gerne die Wärme aus Ihren Fotos heraus. Doch gerade die warme Lichtstimmung ist es doch, die es einzufangen gilt. Sie haben die Wahl: Sie können den automatischen Weißabgleich ausstellen oder gehen auf Nr. Sicher, fotografieren im Raw-Format und nutzen lieber hinterher die Möglichkeit, Wärme und Farbstimmung anzupassen.

2. Langzeitbelichtungen als Mittel zum Zweck

Wo man sich zur Weihnachtszeit auch hinbewegt, die Städte sind meist überfüllt mit Menschenmassen, denen man nur schwer aus dem Weg gehen kann. Eine Lösung könnte sein, diese Besucherströme in den Bildaufbau mit einzubeziehen, indem man auf Langzeitbelichtungen setzt. Lichtpyramiden und Karussells eignen sich hierfür ebenfalls prima. Was Sie dabei aber unter keinen Umständen vergessen sollten: ein Stativ!

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Der kleine Snack zwischendurch macht sich ebenfalls gut vor der Kamera.

© Tamron

3. Die Qual der Wahl bei der Motivsuche

Dem menschlichen Auge ist es möglich, sich auch in noch so wuseligen Situationen auf bestimmte Details zu fokussieren. Schwierig wird es meist dann, wenn wir den großen Trubel auf einem zweidimensionalen Bild festhalten wollen; hier fehlt dem Auge meist ein Fixpunkt. Deswegen empfinden wir überladene Szenen auf einem Foto oft als unruhig und uninteressant. Übersichtsaufnahmen von Weihnachtsmärkten sind schön, interessante Bilder folgen dennoch einem Schema und wurden nicht einfach nur in die Total geknippst: Sie weisen einen herausgestellten Vordergrund vor, auf das sich unser Auge konzentrieren kann.

Als Vordergrundmotiv eignen sich liebevolle Details. Kerzenschein, Lebkuchenmänner, Christkugeln, Glühweintassen oder Handschuhe eignen sich hierfür super. Im Mittel- und Hintergrund spielt sich meist eine Szene ab: Eine sich drehende Weihnachtspyramide, die Schlange am Würstchenstand oder sich umarmende Menschen sind nur wenige Beispiele. Je nachdem, wie groß Sie die Distanz zwischen Objektiv, Vordergrundmotiv und Hintergrund halten, können so herrliche Bilder mit Detailaufnahmen entstehen, die es schaffen die Weihnachtsstimmung besonders gut einzufangen. Auch lassen sich auf diese Weise und je nach Blendenöffnung wunderschöne Bokeh-Aufnahmen anfertigen.

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Der berühmte Handytrick lässt sich vielseitig einsetzen.

© Tamron

Trick 17: Haben Sie es schon einmal mit dem Handytrick versucht? Hierfür ist dient das Display Ihres Smartphones als Vordergrundmotiv. Bitten Sie Ihre Begleitung, eine Übersicht des weihnachtlichen Treibens mit der Smartphone-Kamera festzuhalten. Fokussieren Sie nun auf die Hände Ihrer Begleitung samt dem Display, achten Sie dabei auf eine offene Blende, damit die Szene ordentlich freigestellt wird. Auf diese Weise erhalten Sie ein schönes Bokeh im Hintergrund und einen point of interest – und das von ein und derselben Szene.

4. Die Straßenbeleuchtung einfangen

Die Menschenmassen sind nicht nur ein Problem bei Detailaufnahmen. Oft stören Sie auch beim Abbilden der schönen Straßenbeleuchtung. Die Lösung: Fotografieren Sie gerne mal nach oben oder begeben Sie sich am besten direkt dorthin. Gibt es in der Nähe eventuell einen Turm oder eine andere Möglichkeit, die Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten? Nutzen Sie diese! Beachten Sie bei Architekturaufnahmen bitte unbedingt, starke Linien und Symmetrien mit einzubauen. Das Sorgt für Harmonie in Ihren Bildern.

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Es empfiehlt sich (nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt), bei der Motivsuche öfter mal einen Blick nach oben zu wagen.

© Tamron

5. Emotionen festhalten

Viele Menschen empfinden die Wochen vor Weihnachten als eine ganz besondere Zeit im Jahr. Die Atmosphäre, der Duft, der Glanz, der Geschenkekauf für die Liebsten: All das und noch viel mehr macht die Weihnachtssaison so speziell und sorgt für eine extra Portion Wohlbefinden. Vielen ist die Begeisterung anzusehen und gute Fotos halten das fest. Hilfreich bei Ihrem Bummel durch weihnachtlich geschmückten Gassen könnte also eine Begleitperson sein, die diese Stimmung ebenso gerne mag und sich bereitwillig fotografieren und in Szene setzen lässt: So haben Sie Ihr Vordergrundmotiv stets dabei. Setzen Sie Ihrer Begleitung beispielsweise eine Bommelmütze auf und drücken Sie ihr einen Glühwein oder einen Bratapfel in die Hand. Gerade Weihnachtsmärkte bieten unendlich viele Variationen dieser Art.

Doch Obacht: Falls Sie vorhaben, die anwesenden Schausteller und Verkäufer zu fotografieren, fragen Sie zuvor unbedingt um Erlaubnis. Sonst droht Ärger.

7. Setzen Sie auf ein Lichtstarkes Objektiv

Da die Lichtverhältnisse gerade am Abend stark schwanken können, ist ein lichtstarkes Objektiv absolut von Vorteil: Hermit sind Sie für alle Fälle gerüstet und können selbst bei Offenblende zu knackigen Ergebnissen gelangen. Ein optischer Bildstabilisator kann den Spielraum Ihrer kreativen Möglichkeiten noch zusätzlich erweitern und erlaubt längere Belichtungszeiten. Die lichtstarken Festbrennweiten von Tamron – beispielsweise das SP 1,8/35 mm Di VC USD bzw. das SP 1,8/45 mm Di VC USD – sind für abendliche Fototouren auf dem Weihnachtsmarkt ideal.

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Lebkuchenherzen sind stets ein sehr dankbares Motiv. Das warme Licht und ein schönes Bokeh lassen Weihnachtsstimmung aufkommen.

© Tamron

Die geringe Naheinstellgrenze von 20 cm (bei dem SP 1,8/35 mm) bzw. 29 cm (bei dem SP 1,8/45 mm) ist ein weiteres Feature, mit dem Sie auch Details gut abbilden können. So lässt sich beispielsweise ein Lebkuchenherz besonders schön vor einem Bokeh aus weihnachtlichen Lichtern freistellen. Diese Kombination aus Lichtstärke, Bildstabilisator und geringer Naheinstellgrenze ist so bisher einzigartig auf dem Markt und macht die neuen Festbrennweiten zum optimalen Begleiter für weihnachtliche Fototouren. Alle Weihnachtsmarktfotos in diesem Beitrag sind mit dem SP 45mm f/ 1.8 Di VC USD entstanden.

Haben Sie Lust, die lichtstarken Festbrennweiten von Tamron einmal zu testen? Dann leihen Sie sich diese doch einfach bei dem neuen Tamron Verleih-Service aus. Und mit ein wenig Glück, verlost der Hersteller ja noch eines seiner Objektive beim diesjährigen Adventskalender-Gewinnspiel.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.