Tamron Objektivschule: Reportage-Fotografie

Die Königsdisziplin der Fotografie
01.09.2017

Bei der Reportage gilt es, ein Thema umfassend, spannend und ästhetisch mit wenigen Fotos abzudecken. Wir erklären, worauf Sie bei Ihrer Reportage achten müssen

 

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Objektivschule – Überblick liefern

Der Überblick hilft dem Betrachter, das Geschehen in seinen Kontext einzuordnen. Entweder wählen Sie eine kleine Brennweite (24-35 mm) oder Sie treten wie hier ein paar Schritte zurück

© Philip Ruopp

Die Reportage ist eine der größten Herausforderungen für Fotografen: Das Thema ist begrenzt, die Räume und Personen sind gegeben und das Licht ist oft schwierig. Zudem ist Vielfalt gefragt: Das Motiv muss im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne von verschiedenen Seiten beleuchtet werden – denn es gilt, dem unkundigen Betrachter einen möglichst umfassenden Einblick zu geben – und dabei die Fotos ästhetisch so hochwertig wie möglich zu gestalten. Aber mit der richtigen Ausrüstung und etwas Kreativität bekommt man jede Reportage in den Griff.

Hier sind die besten Tipps der Reportage-Profis:

1. Liefern Sie den Betrachtern einen Überblick

Eine der wichtigsten Aufnahmen der Reportage: Das Überblicksbild. Es zeigt den Betrachtern, wo sich das Geschehen befindet. Dann können sie auf den anderen Bildern die Details räumlich und von ihrer Funktion her zuordnen.

Die besondere Herausforderung beim Überblick in Innenräumen: das Licht.

Da das vorhanden Licht oft nicht reicht oder im Zusammenspiel mit dem Sonnenlicht einen Farbstich verursacht, sollte man einen Blitz bereit halten. Er wird entfesselt ausgelöst und simuliert das Raumlicht. Ein kleines Stativ für den Blitz erhöht die Flexibilität beim Aufstellen.

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Objektivschule - Details zeigen

Werkzeuge oder die Hände sind immer eine gute Gelegenheit, um die Arbeit zu dokumentieren. Achten Sie darauf, den Bezug zur Arbeit aufzunehmen. Hier hat sich der Fotograf für den Dodge im Hintergrund entschieden

© Philip Ruopp

Der Überblick hilft dem Betrachter, das Geschehen in seinen Kontext einzuordnen. Entweder wählen Sie eine kleine Brennweite (24-35 mm) oder Sie treten wie hier ein paar Schritte zurück.

2. Zeigen Sie Details

Die Aufnahme von Details lassen den Betrachter in das Geschehen eintauchen – so, als wäre er vor Ort und könnte sich alles genau anschauen. Konzentrieren Sie sich auf Werkzeuge, die Hände der Menschen, auf kleine und oder schöne Dinge. Am besten mit mittlerer Brennweite (50 bis 70 mm) und wenn möglich ohne Blitz. Bei geöffneter Blende reicht oft auch das vorhandene Licht aus. Rücken Sie gegebenenfalls eine Lampe so zurecht, dass das Licht die Details ausleuchtet oder aber schieben sie Werkzeuge oder andere Dinge in das Licht.

3. Inszenieren ist nicht verboten!

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Objektivschule – Inszenieren

Beim Inszenieren der Menschen setzt man erst das Licht und stellt die Kamera ein – schließlich sind die abgebildeten Personen keine professionellen Models und müssen schnell wieder zurück an ihre Arbeit

© Philip Ruopp

Die Inszenierung der Personen ist in einer Reportage keinesfalls verboten – die meisten Profis geben den handelnden Personen Anweisungen. Am natürlichsten wirken die Menschen, wenn man sie aufmerksam bei ihrer Arbeit beobachtet und dann bittet, eine der Arbeiten noch einmal durchzuführen – wenn der Fotograf störende Elemente entfernt, das Licht verändert oder auf andere Art die Szene für ein Foto vorbereitet hat. Sollten Sie die Personen bitten, eine andere Position einzunehmen, dann prüfen Sie vorab die benötigte Brennweite und die optimale Blendeneinstellung. Mit einem lichtstarken Zoom wie dem Tamron SP 2,8/24-70 mm VC USD G2 sind Sie dabei schnell und flexibel.

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Markus Linden
Über den Autor
Markus Linden

Markus Linden hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er schreibt on- und offline über Fotografie und Fotografen, organisiert Fotowettbewerbe und fotografiert selbst leidenschaftlich gerne. Dem fotoMAGAZIN ist er seit 2003 zunächst als Redakteur und jetzt als freier Mitarbeiter verbunden.