Tamron Objektivschule: 12 Reisefotografie-Tipps vom Profi

Ab in den Urlaub!
01.08.2017

Egal ob Urlaub unter Palmen, Wandern in den Alpen oder das Entdecken einer angesagten Metropole: Die schönsten Tage im Jahr sollten Sie mit Ihrer Kamera festhalten. Für besseres Gelingen haben wir 12 Reisefotografie-Tipps für Sie

 

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Lissabon Tamron 18-400mm/18mm

Am Strand von Lissabon ist diese Aufnahme entstanden. Die Abendsonne spendet warmes Licht, perfekt für stimmungsvolle Portrait-Arbeiten

© Sarah Schmid & Philipp Johann

Endlich Urlaub! Endlich auf Reisen gehen, die Seele baumeln lassen und dem schönsten aller Hobbys nachgehen: dem Fotografieren. Denn Reisen und Fotografieren gehören zusammen, wie Sonne, Strand und Meer. Damit das Festhalten Ihrer schönsten Momente gelingt, haben wir 12 Top-Reisefotografie-Tipps für Sie.

1. Die Goldene Stunde: ein Muss für stimmungsvolle Aufnahmen

Sie haben Glück: Ihr erster Urlaubstag beginnt direkt mit einem Highlight. Denn die Stunde nach Sonnenaufgang – besser bekannt als die Goldene Stunde – liefert uns eine besonders warme Lichtstimmung. Die Sonne steht zu dieser Tageszeit noch nicht so hoch am Himmel, daraus resultieren super weiche Schatten – für Portraits besonders gut geeignet. Wer im Urlaub also gerne ausschläft, sollte sich besser einen Wecker stellen.

P. S. Frühes Aufstehen ist so gar nicht Ihr Ding? Schon wieder Glück gehabt! Denn auch die Stunde vor dem Sonnenuntergang liefert goldige Lichtbedingungen.

2. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: bitte nur das Nötigste!

Das Kofferpacken am Abend vor der Abreise fällt mal mehr, mal weniger stressig aus. Denn Fotograf will nebst Kleidung selbstverständlich auch ein gewisses Repertoire an Kamera-Equipment dabei haben. Damit Sie sich vor Ort jedoch nicht unnötig abschleppen, sollten Sie sich vorab schon Gedanken darüber machen, welche Bilder Sie tatsächlich machen wollen.

Praktisch sind Megazooms wie das Tamron 3,5-6,3/18-400mm. Dieses kompakte Objektiv bietet Ihnen – bei einem Gewicht von gerade einmal 705 Gramm – einen sehr großen Brennweitenbereich, mit dem Sie Bilder unterschiedlicher Art einfangen können. (Die Top Features entnehmen Sie bitte der offiziellen Tamron-Website.) Wichtig: Vergessen Sie auf keinen Fall, ein kleines Stativ einzupacken, damit Sie auch abends noch losziehen können. Mehr dazu auf Seite 2.

Geduld wird oft mit traumhaft schönen Bildern bezahlt. Also warten Sie besser auf das perfekte Licht. Am frühen Morgen und ab dem späten Nachmittag wird Geduld meist belohnt.

3. Aller guten Dinge sind drei: Die Drittelregel hilft Ihnen bei der Komposition Ihrer Bilder

Es hat noch keinem Fotografen geschadet, sich zumindest mit den Grundzügen der Bildgestaltung zu beschäftigen. Eine wirklich einfacher Weg, zu stimmigen Bilder zu gelangen, ist die Anwendung der Drittelregel. Sie leitet sich vom Goldenen Schnitt ab, ist jedoch einfacher erklärt:

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Drittelregel, Linien, Texturen

Diese Aufnahme aus Bali ist ein schönes Beispiel für die Anwendung der Drittelregel. Man kann es sehr klar in horizontale Drittel zerteilen: Unten haben wir das Wasser und in der Mitte die Baumstämme. Die Blätter oberhalb bilden eine sehr schöne Textur, welche das letzte Drittel dieses Bildes ausmacht

© Billion Lim

Man unterteile ein Bild in neun gleich große Teile, sodass zwei horizontale bzw. zwei vertikale Linien entstehen. Je nach Motiv platziert der Fotograf seine wichtigsten Bildelemente nicht (!) in der Mitte, sondern auf einer der Drittellinien. Die Bildwirkung erhöht sich so automatisch um ein Vielfaches und die Komposition wirkt direkt viel harmonischer. P. S. Die meisten Kameras sind längst mit Rasterlinien ausgestattet, diese sollten im Menü Ihrer Kamera zu finden sein!

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Lissabon Tamron 18-400mm/400mm

Gleiche Lichtsituation, wie auf dem Eingangsbild, doch dieses Mal sind wir ganz nah dran! Das Tamron 18-400mm ist ein sehr vielseitiges Objektiv, mit dem Sie sowohl Nah- als auch weite Landschaftsaufnahmen anfertigen können

© Sarah Schmid & Philipp Johann

4. Das Spiel mit den Schärfeebenen: der Schärfe-Unschärfe-Effekt

Neben dem Bildausschnitt und der Belichtung Ihrer Bilder ist die Schärfe eines der Gestaltungsmittel, mit denen Sie wunderbar experimentieren können.

Fokussieren Sie also auf Ihr Hauptmotiv – bei Portraits immer auf die Augen! –, sodass sich dieses automatisch im Zentrum Ihrer Aufmerksamkeit befindet. Die übrigen Schärfeebenen verschwimmen sanft im Hinter- oder Vordergrund. So verleihen Sie Ihren Bildern automatisch einen tollen Look!

5. Für mehr Bilddynamik: Suchen Sie nach Texturen und Linien

Wer es schafft, sein Bild abstrakt in seine Einzelteile zu zerlegen, der ist zugleich auch in der wunderbar vorteilhaften Lage, den Blick des Betrachters zu lenken. Suchen Sie also aktiv nach Linien beziehungsweise Texturen im Bild, denn: Es gibt kein Bild, das keine Linien und Flächen besitzt. Diese entstehen automatisch, sobald wir ein Abbild einer dreidimensionalen Situation erstellen.

Ein paar Beispiele: Wir finden am Horizont – wie der Name schon sagt – horizontale Linien, Straßen und Stege führen meist (mittels Fluchtlinien) dynamisch in ein Bild hinein und vertikale Linien (Gebäude, Bäume, etc.) verleihen Bildern Stabilität.

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Vordergrund mit einbeziehen

Bei dieser Aufnahme liegt der Fokus auf dem Vordergrund

© Tamron / Eric Willenbücher

6. Vordergrund macht Bild gesund: Ein einfaches Mittel, um Tiefe in ein Bild zu zaubern

Diese Fotografenweisheit ist nicht ganz unrichtig, denn viele Motive und Situationen leben von den Dingen, die um sie herum passieren. Dies gilt ganz besonders für Landschaftsaufnahmen und spontane Schnappschüsse.

Beispielsweise wirkt eine Landschaftsaufnahme gleich doppelt so gut, wenn wir sich im Vordergrund befindende Felsen oder Blumen mit einbeziehen. Sie lenken den Blick des Betrachters, machen Lust auf mehr und führen in das Bild hinein. Außerdem bekommen wir so viel eher eine Idee davon, wie eindrucksvoll das Panorama an diesem Fleckchen Erde gewesen sein muss.

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.