So veredeln Sie analoge Fotos

Analoge Bildveredelung
19.04.2020

Wie sich ausgedruckte Bilder mit Stempelkunst und Stickereien bearbeiten lassen.

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analoge Bildveredelung

Ob Malen, Stempeln oder Sticken: Mit etwas Kreativität stehen Ihnen viele Möglichkeiten zum Veredeln Ihrer Fotos offen. Besonders geeignet sind Verfahren, die dem Bild Dreidimensionalität verleihen, also nach oben aus dem flachen Bild ragen. Wird das Kunstwerk anschließend seitlich ausgeleuchtet und abfotografiert, entsteht eine Aufnahme mit Tiefenwirkung.

© Sebastian Sonntag

Wer nach Möglichkeiten für besonders kreative Personenaufnahmen sucht, merkt schnell: Es war fast alles schon mal da. Das muss allerdings kein Nachteil sein, denn gerade Tricks aus dem analogen Zeitalter sind heute zum Teil nahezu in Vergessenheit geraten und bieten Digitalfotografen nicht nur die Chance, einen besonderen Bildstil zu kreieren, sondern sich auch noch abseits des Computers kreativ zu betätigen. Eine besonders schöne Möglichkeit dieser Bildgestaltung ist das Bearbeiten ausgedruckter Bilder.

  • Das Prozedere ist einfach:
  • • Man macht ein Foto,
  • • druckt dieses großformatig aus,
  • • bestickt, stempelt, bemalt oder verändert es
  • • und fotografiert es anschließend wieder ab.

Wichtig bei dieser Art der Kreativ-Fotografie ist es, bereits vor den Aufnahmen das spätere Endergebnis vor dem inneren Auge zu haben und den Bildausschnitt sowie den Hintergrund entsprechend auszuwählen. Aufnahmen im Querformat vor einem Studiohintergrund eignen sich beispielsweise gut, um auf dem ausgedruckten Bild neben dem Model Elemente hinzuzufügen.
Als Druckformat empfiehlt sich DIN A3. In diesem Format sind die Drucke bezahlbar und bieten genügend Platz zur künstlerischen Gestaltung. Bestellen Sie gleich zwei oder drei Abzüge von jeder Aufnahme, so können Sie verschiedene Varianten ausprobieren.

An künstlerischen Elementen eignet sich alles, was eine gewisse Tiefe beziehungsweise Höhe mitbringt. Richtig abfotografiert erzeugen diese Elemente auf dem finalen digitalen Bild eine einzigartige Dreidimensionalität, die den besonderen Reiz dieser Technik ausmacht. Sie können wahlweise sticken, stempeln, mit Ölfarbe malen, kleben oder prägen. Natürlich können Sie das Foto auch leicht ankokeln, einreißen oder zerknüllen.
Damit die gewünschte Dreidimensionalität des finalen Bildes entsteht, ist es wichtig, das Bild beim Abfotografieren sehr flach von der Seite auszuleuchten, beispielsweise mit einer Softbox. Den dadurch entstehenden Helligkeitsverlauf können Sie entweder am Computer oder mit einer Styroporplatte auf der Gegenseite korrigieren. Richten Sie das Bild außerdem am Computer gerade – und machen Sie die Retusche, bevor Sie das Foto drucken lassen.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Sebastian Sonntag

Der Münchner Sebastian Sonntag ist sowohl freier Journalist, als auch Fotograf. In seinen Arbeiten konzentriert er sich auf die experimentelle Seite der Mode- und Beautyfotografie.