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Kickstarter für Fotografen: Aufmacher
© Kickstarter / fotoMAGAZIN

Kickstarter für Fotografen: 4 coole Kampagnen zum Mitmachen

31.01.2017

Das Crowdfunding erfreut sich großer Beliebtheit. Wir haben vier coole Kampagnen bei Kickstarter für Fotografen rausgesucht, die eventuell auch für Sie interessant sein dürften

Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo sind so beliebt, wie nie zuvor: Hier tummeln sich Erfinder, Start Ups und Künstler jeder Art. Die Ideen reichen von klein bis groß, ebenso wie die Finanzierungsziele, die hier erreicht werden wollen. Auch dem Fernauslöser-Bluetooth-Modul Unleashed sowie dem Bildband von Pascal Kerouche konnte via Crowdfunding auf die Sprünge geholfen werden. Wir haben uns bei Kickstarter für Sie umgesehen und vier aktuelle Kampagnen rausgesucht, deren Beteiligung sich für Fotografen lohnen könnte.

1.  Für mehr Privatsphäre: IS/CC Kamera-Cover

Sagen Sie Goodbye zu Ihren Post-its, denn hier kommt eine echte Alternative für den Schutz Ihrer Privatsphäre: IS/CC steht für Intelligent Security Camera Cover. Hierbei handelt es sich um ein 0,7 mm dünnes und selbstklebendes Cover für Ihre Kameras von Laptop, Smartphone, Tablet und dem All-in-One-PC. Es wurde speziell für Menschen entwickelt, die trotz der Nutzung modernster Geräte nicht auf den Schutz der eigenen Privatsphäre verzichten wollen. Der IS/CC hat eine Maße von 8 x 20 mm und ist mit seinen 0,7 mm Dicke um acht Prozent schmaler als eine Kreditkarte. Die Installation des IS/CC ist denkbar einfach, denn ebenso wie der beliebte Post-it hält dieses Cover von ganz allein auf Ihren Geräten – ohne dabei den Schließmechanismus von Tablet, Notebook & Co. zu behindern.

Informationen zur Crowdfunding-Aktion

Die Kampagne für den IS/CC läuft noch 30 Tage und hat bisher ein Vielfaches der Finanzierungssumme von 7500 Schweizer Franken eingenommen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Genf bietet verschiedene Pakete an: Ab einem Beitrag von beispielsweise 11 Schweizer Franken (ca. 10 Euro) erhält man ein Single Pack des IS/CC, für 35 Schweizer Franken (ca. 33 Euro) erhält man bereits fünf Exemplare. Firmengründer Laurent Paul Etienne lässt sein Produkt in den USA produzieren und rechnet mit einer Auslieferung im Mai diesen Jahres – diese erfolgt weltweit kostenlos. Besuchen Sie für noch mehr Informationen die Kampagnenseite des IS/CC bei Kickstarter.

2. Für Smartphone-Filmer: Steadycam Volt Schwebestativ

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Kickstarter für Fotografen: Steadicam Volt Smartphone Stabilizer
© Michael Cassara / Tiffen

1976 revolutionierte Garrett Browns Erfindung “Steadicam” das Filmemachen. Erstmal zum Einsatz kam das Schwebestativ für Film- und Fernsehkameras beim Dreh zu “Dieses Land ist mein Land” von Hal Ashby. Kurz darauf fand das Stativ Anwendung bei den Dreharbeit zu "Rocky" – der wesentlich erfolgreichere Film – und Brown erhielt zwei Jahre darauf den Oscar für seine Erfindung. Spätestens seitdem gehört die Steadicam zur Standardausrüstung großer Filmproduktionen.

Das Prinzip wurde nun für die Anwendung mit dem Smartphone übersetzt: Erst kürzlich mit dem CES Innovations Awards ausgezeichnet, sollen mit dem Steadicam Volt verwacklungsfreie Aufnahmen gelingen.

Die technischen Details auf einen Blick:

  • leichtes und klappbares Design für einen unkomplizierten Transport
  • präzise Kontrolle beim Filmen dank eigener App (für iOS und Android)
  • Anwender-Modi für Beginner und Fortgeschrittene, Sport- und Video-Modus
  • intuitive, haptische Steuerung
  • Lithium-Ionen-Batterien, Akkulaufzeit liegt laut Hersteller bei acht Stunden
  • für Smartphones zwischen 58 bis 80 mm geeignet
  • für Smartphones zwischen 100 und 250 Gramm geeignet
  • drahtlose Verbindung via Bluetooth

Informationen zur Crowdfunding-Aktion

Der Steadicam Volt Stabilizer kostet 139 Dollar (etwa 130 Euro) und bewegt sich mit über 524.000 Euro jenseits der ursprünglich geplanten Finanzierungsgrenze. Diese lag bei 100.000 Euro. Wer sich ein Exemplar sicher will, hat noch 33 Tage Zeit. Die voraussichtliche Lieferung erfolgt im Juni 2017.

3. Für mehr Umweltbewusstsein: Bildband "State of Nature" von Claudius Schulze

In Zeiten des Klimawandels hinterlassen Naturkatastrophen weltweit ihre Spuren. Sichtbarer werden die Auswirkungen noch durch Maßnahmen zugunsten des Katastrophenschutzes: So sind Steinschlaggalerien in den Bergen längst Teil unseres Landschaftsbildes geworden, Staudämme durchkreuzen malerische Gegenden und Lawinenverbauungen ziehen sich durch verschneite Winterwunderland-Kulissen.

Der Hamburger Fotograf Claudius Schulze machte es sich zur Aufgabe, den europäischen Naturzustand zu dokumentieren. Hierfür kaufte er einen alten Kran und reiste samt Katze und Großformatkamera entlang der größten Flüsse Europas in die Pyrenäen und das Mittelgebirge, in die Alpen, an die Nordsee und sogar bis an den Atlantik. Das Ergebnis seiner 50.000 Kilometer langen Reise möchte er nun in seinem Buch “State of Nature” veröffentlichen.

Es geht mir in diesen Bildern nicht darum, die Grenze zwischen "Künstlichem" und "Natürlichem" zu zeigen. Im Gegenteil, die Schutzbauten sind die Vorbedingung dieser Landschaften: In den Bergseen glitzert nur deshalb das Sonnenlicht, weil der See aufgestaut wird, die Dünen türmen sich nur deshalb auf, weil sie vor Sturmfluten und Erosion geschützt werden.

Informationen zur Crowdfunding-Aktion

Mit knapp 9800 Euro hat die Kampagne des Hamburgers bisher über 50 Prozent des angestrebten Finanzierungsziels von 17.500 Euro eingespielt. Für einen Mindestbeitrag von 8 Euro kann das Projekt bereits unterstützt werden. Der Bildband ist für 55 Euro zu haben und wer Lust hat, sich mit Schulze über den Klimaschutz und das Projekt zu unterhalten, kann dies für 600 Euro tun. Die Aktion endet in 14 Tagen und die Auslieferung der Bildbände ist für April 2017 geplant.

4. Für Technik-Fans: TwoEyes VR 360-Grad-Kamera

Diese kleine Kamera ist handlich, kann 3D, Virtual Reality und auch 360-Grad-Videos können mit der TwoEyes VR aufgenommen werden. Und wer es hochauflösend mag, dreht seine Videos in 4K-Qualität mit 3840 x 3840 Pixeln bei 30 Bildern/s.

Für die 3D-Videos sorgen zwei vor- und rückseitig nebeneinander platzierte Linsen: Die Distanz zwischen den Linsenpaaren beträgt 65 mm, dies entspricht dem Mittelmaß des menschlichen Augenabstands, wodurch besonders realistische Aufnahmen gelingen sollen. Die 360-Grad-Kamera kommt außerdem mit einer dazugehörigen App (für iOS und Android), welche die Betrachtung der Ergebnisse auf dem Smartphone erlaubt. Wer einen 3DTV zu Hause hat, kann seine Aufnahmen auch mit der VR-Brille bzw. 3D-Brille anschauen. Das Teilen und Veröffentlichen der Fotos bzw. Videos in sozialen Medien wie Facebook, Instagram & Co. kann mit der TwoEyes VR-App erfolgen. Übrigens: Hält man die Kamera hochkant, so filmt sie im “Single Eye-Modus”, ähnlich wie man es von der Theta SC kennt.

Informationen zur Crowdfunding-Aktion

Für die TwoEyes VR werden verschiedene Kickstarter-Pakete angeboten. Es geht bei 239 Dollar (ca. 222 Euro) los – wobei die Kampagne auch ohne Belohnung unterstützt werden kann – hierfür erhält man ein Exemplar der 360-Grad-Kamera. Wer sich diese im Doppelpack sichern will, sollte sich beeilen: Derzeit sind noch 48 Stück des Earlybird Doppelpacks für 399 Dollar (etwa 371 Euro) übrig. Die Kampagne läuft noch 25 Tage und hat bisher mit rund 124.000 Dollar über 300 Prozent des angestrebten Finanzierungsziels eingenommen. Die Auslieferung ist für August diesen Jahres geplant. Alle weiteren Informationen zur Kampagne finden Sie bei Kickstarter.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.