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Fotografieren im Winter: Aufmacher
© Tamara Skudies

Fotografieren im Winter: 9 Tipps für schönere Fotos

Praxis-Tipp der Woche
01.01.2019

Wer kennt es nicht: Die Nase läuft, die Hände werden taub und das Display beschlägt. Das Fotografieren im Winter ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Wir haben ein paar Tipps für Sie.

Tipp Nr. 8: Gestalten Sie Ihr Bild aktiv mit

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Winterfotografie: Fichtelgebirge_03

Linien, Textur, Horizontallinie und die Anwendung der Drittel-Regel: Bei dieser Aufnahme hat der Fotograf viel richtig gemacht

© Fabian Schreiter

Auch wenn wir es auf den ersten Blick gar nicht wahrhaben wollen: Der Winter hat so viel zu bieten! Und abgesehen von den bereits genannten Punkten können sie aktiv daran mitwirken, dass Ihre Bilder nach mehr als schnell gemachten Schnappschüssen aussehen: Suchen Sie sich Ihre Motive mit Bedacht und wirken aktiv an der Komposition mit, gelingen Ihnen Aufnahmen wie aus dem Winterwunderland!

  1. Der Goldene Schnitt: Die Regel aller Regeln geht bis in die Antike zurück und beschreibt das Verhältnis zwischen den einzelnen Bildelementen zur gesamten Bildaufteilung.  Dies im Einzelnen zu erklären würde hier zu weit führen, im Internet finden Sie jedoch reichlich Material dazu.
  2. Die Drittel Regel: Leitet sich aus dem Goldenen Schnitt ab, ist aber ein wenig einfacher zu erklären. Hierbei wird das Bild in neun gleich große Teile unterteilt: es entstehen zwei horizontale und zwei vertikale Linien. Die wichtigsten Bildelemente liegen hierbei nicht in der Mitte, sondern auf einer der Drittellinien und die Bildwirkung erhöht sich dadurch automatischum ein Vielfaches. P. S. Die meisten Kameras sind längst mit Rasterlinien ausgestattet, also keine Panik!
  3. Die Linienführung: Betrachten Sie Ihr Motiv plastisch. Sie werden festellen, dass überall Linien (Fluchtlinien, Horizontallinien, etc.) zu finden sind.
  4. Die Perspektive: Seien Sie erfinderisch und spielen einfach mal mit unterschiedlichen Perspektiven! So stehen Ihnen beispielsweise die Frosch-, Vogel-, Zentral-, 2-Punkt-, Kavalier- und Heldenperspektive zur Verfügung. Ein wirklich wertvoller Tipp, denn sobald Sie Ihren Aufnahmestandort ändern, ändert sich auch die Wirkweise auf Ihr Motiv.
  5. Das Muster: Die Natur bietet uns unzählig viele, wiederkehrende Muster und Texturen. Suchen Sie beispielsweise nach Spuren im Schnee, Frost auf Blättern und Beeren, Eiszapfen, etc.
  6. Die Details: Haben Sie Texturen gefunden? Dann gehen Sie nah ran! Die schönsten Muster finden sich nämlich – gerade im Winter – im Detail. Schon mal Makroaufnahmen von Eiskristallen gemacht? Wenn nicht, dann wird es Zeit!
  7. Der Hintergrund: Sofern der Hintergrund zum Aufbau der Bildgeschichte gehört, sollten Sie diesen nicht vernachlässigen.  Doch sollte dieser auch nicht vom Hauptmotiv ablenken.  Arbeiten Sie also mit der Schärfentiefe, mit Kontrasten und fotografieren Sie auch mal gegen das Licht. 

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Fotografieren im Winter: Aufmacher
© Tamara Skudies

Tipp Nr. 9: Was brauche ich sonst noch?

Mut und Kreativität. Viele Fotografen mögen bei vermeintlich schlechtem Wetter nicht fotografieren gehen. Es fehlt ihnen das Licht und auf den ersten Blick das gut beleuchtete Motiv. Hier kommt Ihre Kreativität ins Spiel: Machen Sie sich auf die Suche nach neuen Motiven. Testen Sie Effekte, Objektive und Filter aus. Experimentieren Sie mit der Belichtungszeit und dem Spiel zwischen Schärfe und Unschärfe. Auch der neue Blickwinkel schadet nie. Der Aufwand wird meist mit umso tolleren Ergebnissen belohnt.
 

 

 

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Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.