Fotografieren im Urlaub: 11 Tipps für kreative Urlaubsbilder

Sommer, Sonne, Kaktus!
09.03.2017

Ob Urlaub unter Palmen oder der typische Städte-Trip: Das Fotografieren im Urlaub bringt einige Tücken mit sich. Wir geben Ihnen 11 Tipps für Urlaubsbilder mit absoluter Fernweh-Garantie

 

foto_14.07.15_14_37_44.jpg

Fotografieren im Urlaub: 11 Tipps für kreative Urlaubsbilder

Smile, you´re on Holiday :) Herzlich Willkommen zu unseren 11 Tipps für kreative Urlaubsbilder!

© Anne Schellhase

Fahren Sie auch bald in den Urlaub? Wie herrlich die Gedanken an ausgiebige Entspannung, wärmende Sonnenstrahlen, kulinarische Genüssen, architektonische Meisterwerken und dem einfachen Nichtstun doch sind. Das Fotografenherz verbindet Entspannung vor allem aber auch mit der intensiven Jagd nach neuen und schönen Motiven. Aber was tun wir, wenn es regnet? Oder wenn beliebte Anlaufstellen völlig überfüllt sind und uns von der ständigen Reizüberflutung die Ideen ausgehen? Am besten erweitern wir unseren Blick, gestalten unsere Bilder neu und passen uns den Gegebenheiten an. Damit Ihre nächste Reise auch fotografisch gesehen ein voller Erfolg wird, hat unsere fM-Volontärin einige hilfreiche Tipps für Sie parat – selbst erprobt auf ihren Reisen durch Südeuropa.

 1.    Datensicherung im Urlaub: auf Nr. Sicher gehen

Man mag es kaum glauben, aber unserem Autor Radomir Jakubowski ist passiert, wovor es den meisten Fotografen grault: Am Ende seiner Fotoreise brach jemand in den Mietwagen ein und stahl Kamera samt Equipment und Datensicherungsträgern. Was lernen wir daraus? Dass wir unsere Daten regelmäßig sichern und gut darüber nachdenken sollten, wo wir diese aufbewahren.

Haben Sie am besten mehrere Speicherkarten mit eher kleinen Speichermengen dabei und wechseln Sie diese lieber einmal mehr als zu wenig. Markieren Sie sich die vollen Speicherkarten beim Wechsel, so geraten Sie nicht durcheinander. Als oberstes Gebot gilt: Speicherkarten, externe Festplatten & Co. sind getrennt vom übrigen Equipment aufzubewahren. Denn eine Kamera kann man nachkaufen – die gemachten Bilder leider nicht. Und wer auf Nr. Sicher gehen will, der speichert seine Daten bequem von überall aus bei einem Cloud-Dienst.

scev_1_von_1.jpg

Fotografieren im Urlaub: Morgensonne fotografieren Scheveningen

Der Strand von Scheveningen erinnert mit seinem Riesenrad gerne mal an den Santa Monica Pier in Los Angeles. Wie praktisch, dass wir zum Strand von Den Haag nicht so lange fahren bzw. fliegen müssen!

© Bald&Bearded Photography

 2.    Die Morgensonne fotografieren: der frühe Vogel fängt den Wurm

Endlich Urlaub! Endlich ausschlafen! Moment! Für Fotografen weht unter Umständen ein ganz anderer Wind, denn wer Aufnahmen vom Sonnenaufgang oder gar bestimmten Hotspots ohne Menschenmassen, dafür aber mit einer ganz besonders atmosphärischen Lichtstimmung machen möchte, der sollte besser früher aufstehen.

Stellen Sie sich bloß vor, Sie hätten den Strand, die Metropole oder beliebte Anlaufstellen in der Natur ganz für sich alleine. Die Möglichkeiten, die sich Ihnen fotografisch bieten, sehen in den frühen Morgenstunden ganz anders aus als tagsüber. Denn Sie müssen sich all diese beliebten Plätze nicht mit dem Touristen-Pulk teilen und haben Zeit und Raum, um exklusivere Aufnahmen einzufangen. Und ganz nebenbei erleben Sie Ihren Urlaubsort auch auf eine ganz besondere Art und Weise, denn nicht jeder ist gewillt, im Urlaub früh aufzustehen. Das warme Licht der Morgensonne eignet sich darüber hinaus auch sehr gut für Portraits. Aber Achtung: Wer dies einmal ausprobiert hat, möchte es garantiert immer wieder tun!

Lassen Sie die Umgebung auf sich wirken, statt diese ununterbrochen durch den Sucher zu betrachten.

 3.    Sehenswürdigkeiten fotografieren: neue Blickwinkel suchen

img_0006.jpg

Fotografieren im Urlaub: Sehenswürdigkeiten fotografieren Florenz Kuppel

Etwa 80 Meter muss man überwinden, um über die Dächer von Florenz und auf Brunelleschis Kuppel schauen zu können. Ein Meisterwerk der Renaissance, dessen Bau rund 16 Jahre dauerte. Atemberaubend schön, diese Stadt!

© Anne Schellhase

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich gerne den lieben langen Tag Sehenswürdigkeiten anschauen? Die Florentinische Kathedrale, die Londoner Tower Bridge oder der Kölner Dom sind beispielsweise reine Tourie-Magneten. Viele Touristen machen unzählige Bilder und oft haben wir ebendiese auch in unseren Köpfen. Und wollen Sie die gleichen Bilder mit nach Hause bringen wie alle anderen? Wohl eher kaum. Deswegen rate ich Ihnen, nicht direkt drauflos zu knipsen und die typischen Reiseführer- und Google-Bilder aus Ihrem Kopf zu verbannen! Lassen Sie die Umgebung auf sich wirken, statt diese ununterbrochen durch den Sucher zu betrachten. Frei nach dem Motto “Mittendrin, statt nur dabei”.

foto_11.07.16_14_32_13.jpg

Fotografieren im Urlaub: Sehenswürdigkeiten fotografieren Pizza

Unvergleichlich lecker diese Pizza in Florenz. Deswegen musste ich einfach ein Foto davon machen!

© Anne Schellhase

Erfassen Sie also den Ort mit all Ihren Sinnen, denn wir sind umgeben von gänzlich neuen Eindrücken. Spannende Gerüche, Geschmäcker und Geräusche überfluten uns an neuen, großen Orten wie London, Sevilla oder Florenz. In letztgenannter Stadt begegnet uns dieses wunderbare Stadtbild. An jeder Ecke lockt Eis, für das sich das Niederknien lohnt. Wir kommen in den Genuss von Pizza, wie sie nicht mal der berühmte Dr. Oetker zaubern könnte. Und dann der muffige Geruch des Ponte Vecchios und natürlich eine fremde Sprache und kulturelle Eigenheiten, die uns von allen Seiten umgeben. All diese Beispiele sind Eindrücke, die geradezu auf uns einprasseln, wenn wir neue Orte entdecken – wir müssen sie nur bewusst wahrnehmen. Ein gutes Bild spiegelt all das wider und lässt die Erinnerung daran auch Jahre später wieder aufleben. Ist es außerdem nicht Sinn und Zweck des Urlaubs, selbigen mit all seinen Facetten wahrzunehmen, statt lediglich durch den Kamerasucher?

4.    Einheimische fotografieren: die Seele fremder Länder einfangen

foto_24.07.15_13_35_13.jpg

Fotografieren im Urlaub: Einheimische fotografieren Piratenschiff

Dieses Foto entstand bei einem Ausflug zu den Grotten der portugiesischen Steilküsten: Der Skipper legte ein kleines Nickerchen zur Erholung ein … War auch echt anstrengend!

© Anne Schellhase

Sie sind normalerweise nicht so der People-Fotograf? Das macht nichts, denn wichtig beim Fotografieren Einheimischer ist nicht, preisverdächtige Portraits zu schießen und wildfremde Menschen anzusprechen. Vielmehr geht es darum, dass Sie Ihr ganz persönliches Städte-Portrait mit nach Hause nehmen.

Neben spektakulären Sehenswürdigkeiten gehören hierzu auch landestypische Events wie Flohmärkte und Feste, vor allem aber die Menschen, die unseren Urlaub zu einem unvergesslichen Abenteuer machen: die Flamenco-Tänzerin auf der Straße, die Eisverkäuferin in der Gelateria, der Skipper auf dem Ausflugsboot. Fragen Sie die Menschen, die Ihnen begegnen, ob Sie ein Foto von Ihnen zur Erinnerung machen dürfen – Die wenigstens werden Ihnen diese kleine Bitte abschlagen, ganz im Gegenteil.

Es sind doch meist die Einheimischen, die ein sehr realistisches Bild ihres Landes widerspiegeln. Mit der Frage nach einem Erinnerungsbild bringen Sie den Menschen dort Wertschätzung für das entgegen, wofür sie stehen. Gleichzeitig schaffen Sie es, die Normalität und Kultur Ihres Urlaubsziels festzuhalten.

Wenn es darum geht Größenverhältnisse darzustellen, empfiehlt es sich auf Abstand zu gehen und sich Objekte zu suchen, die den Größenunterschied ganz klar hervorheben.

foto_31.05.15_18_33_30.jpg

Fotografieren im Urlaub: nah ran vs. weit weg Fischernetze

Wer an der Küste oder am Strand Urlaub macht und einen Hafen in der Nähe hat, konzentriert sich meist auf die vielen Fischerboote, große Fähren etc. Achten Sie zur Abwechslung mal auf die kleinen Details

© Anne Schellhase

5.    Das richtige Motiv: nah dran und doch lieber weit weg?

Bei diesem Tipp soll es nicht darum gehen, Ihnen zu raten, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen. Wir wollen Sie viel mehr dazu ermutigen, dass Sie sich – je nach Motiv – näher an dieses heranwagen. Denn meistens ist es doch so, dass die Umgebung sehr von unserem Hauptmotiv ablenkt: zu viel Grün, zu viel Stadt, zu viel Wasser, zu viel Himmel, zu viel von allem anderen. Überlegen Sie sich also, was konkret Sie zeigen wollen. Denn genau das wollen wir sehen und nicht die 20 Häuser drumherum.

Fotografieren im Urlaub: nah dran vs. weit weg

Sie sind fasziniert von den schönen Eingangstüren in Lissabon? Dann fotografieren Sie diese und nicht den gesamten Straßenzug samt parkender Autos. Sie können die Orangenbäume aus Sevilla nicht vergessen? Dann gehen Sie ganz nah ran, wir wollen sehen, was daran so delikat war. Aber Achtung: Wenn es darum geht Größenverhältnisse darzustellen, empfiehlt es sich auf Abstand zu gehen und sich Objekte zu suchen, die den Größenunterschied ganz klar hervorheben.

6.    Bei Regen fotografieren: Singing in the Rain

strandweg_1_von_1.jpg

Fotografieren im Urlaub: bei Regen fotografieren

Ein Strand braucht nicht unbedingt immer strahlenden Sonnenschein, um als schönes Fotomotiv herzuhalten. Auch bei nassen und grauen Bedingungen macht dieser Strandweg in Domburg/Niederlande eine super Figur

© Bald&Bearded Photography

Sie haben Pech mit dem Wetter? Grämen Sie sich nicht! Machen Sie doch einfach das Beste daraus, denn ein bedeckter Himmel spendet weiches Licht und ist das beste Mittel gegen harte Schatten. Darüber hinaus können Sie sich die Nässe zu eigen machen und als Gestaltungselement nutzen: Ob Spiegelungen, Regentropfen oder Regenbögen, auch nasse Bedingungen haben ihren ganz besonderen Reiz. Haben Sie für den Fall der Fälle am besten immer eine Duschhaube parat, diese können Sie im Handumdrehen zum Regenschutz für Ihre Kamera umfunktionieren. Und falls die Welt vor lauter Regen unterzugehen droht, können Sie sich immer noch nach drinnen verziehen!

7.    Innenräume fotografieren: keine falsche Scheu

Apropos! Viele meinen, man sollte sich bei gutem Wetter unbedingt mit seiner Kamera draußen aufhalten. Doch strahlender Sonnenschein bringt, wie zuvor erwähnt, hohe Kontraste und extreme Schatten mit sich. Schauen Sie sich also auch mal in den Innenräumen beliebter Sehenswürdigkeiten um.

fm_anne_7_von_9.jpg

Fotografieren im Urlaub: Innenräume fotografieren Telefonzelle London

Typisch London! Man wird mit nass-grauem Wetter begrüßt. Was tun? Man sucht Schutz im Inneren und entdeckt dabei so wunderschöne Telefonzellen wie dieses Exemplar in Mayfair

© Bald&Bearded Photography

Aufnahmen gelingen dort tagsüber super, denn Sie können mit Available Light arbeiten. Dort ist es schön hell und Sie können das Licht prima kontrollieren, da es schön ausgewogen ist. Denken Sie jedoch daran, ein Stativ mitzunehmen, denn Sie werden sehr wahrscheinlich mit längeren Belichtungszeiten arbeiten müssen.

8.    Aktive Bildgestaltung: Linienführung, Goldener Schnitt & Co.

Ihren Bildern fehlt der letzte Schliff? Setzen Sie sich mit den Grundregeln der Bildgestaltung auseinander, zumindest ein wenig. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die Sie beachten und ohne großen Aufwand umsetzen können, sodass aus einer bloßen Aufnahme ein besonders schönes Bild wird. Achten Sie also auf folgende Dinge, wenn Sie durch Ihren Kamerasucher blicken:

  • Welches Format passt am besten zu Ihrer Aufnahme?
  • Welche Perspektive macht Ihr Bild besonders interessant?
  • Was ist Ihr Hauptmotiv und welcher Bildausschnitt bringt es am besten zur Geltung?
  • Macht Ihre gewählte Linien- und Flächenführung Sinn?
  • Gibt es Kontraste, mit denen Sie arbeiten können?
  • Der "Goldene Schnitt" und die "Drittel-Regel": Welchen Kompositionsstil mögen Sie am liebsten, wählen ihn gar intuitiv?
  • Mut zur Lücke: Probieren Sie öfter mal etwas Neues aus! Sind Sie experimentierfreudig?

P. S. Einen guten Überblick über die Bildgestaltung erhalten Sie übrigens in unserem Praxis-Tipp “Bildgestaltung: 7 Tipps für bessere Fotos”.

Wenn der erste Tag mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs endet, ist der Urlaub bereits gelungen.

9.    In der Abendsonne fotografieren: Zeit für schöne Portraits

Langschläfer aufgepasst! Wer morgens lieber ausschlafen will, bekommt am Abend noch einmal die Gelegenheit auf warmes, weiches Licht ohne harten Schattenwurf. Verbunden mit einem netten Spaziergang am Abend kann man dann auch direkt dazu übergehen, den Sonnenuntergang zu betrachten.

Übrigens: Das Abendlicht eignet sich darüber hinaus auch perfekt für das Fotografieren von Silhouetten in der Dämmerung. Belichten Sie hierfür am besten auf den Himmel, im Zweifel wird eine Blende unterbelichtet und ein Stativ zur Hilfe genommen.

    10.    Den Sonnenuntergang fotografieren: Romantik pur

foto_28.03.15_19_42_45.jpg

Fotografieren im Urlaub: Sonnenuntergang fotografieren

Was habe ich sie genossen, die Sonnenuntergänge an der Costa de la Luz. Die Gegend in Andalusien ist bekannt für seine ganz besondere Lichtstimmung

© Anne Schellhase

Zum Thema Sonnenuntergang stellen Sie sich bitte kurz folgende Situation vor: Sie sitzen am Meer, halten einen Cocktail in der Hand, das Meeresrauschen hallt durch Ihre Ohren, es liegt Salz in der Luft und der Wind weht durch die Palmen um Sie herum. Die Sonne neigt sich immer mehr dem Horizont entgegen und gewaltige Farben tauchen das Meer, den Strand, ja die gesamte Szenerie in eine unvergleichlich romantische Stimmung. Wenn der erste Tag mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs endet, ist der Urlaub bereits gelungen.

Ein Naturschauspiel, dass Fotografen weltweit dazu motiviert, das perfekte Bild schießen zu wollen. Oft haben wir jedoch den Eindruck, dass wir diese geballte Schönheit gar nicht gänzlich einfangen können. Woran liegt das? Wir empfinden Sonnenuntergänge so intensiv, weil wir diese auf mehreren Eben wahrnehmen: Die salzige Luft, das rauschende Meer oder den fruchtigen Cocktail in einem Bild festzuhalten, ist eine ziemliche Herausforderung.

foto_22.04.15_21_26_27.jpg

Fotografieren im Urlaub: Blaue Stunde

Der Himmel sah an diesem Abend in Andalusien aus, wie gemalt. Wunderbares Licht, tolle Farben und ganz weit weg die kleine Mondsichel

© Anne Schellhase

Was uns bleibt, ist der Versuch, die Situation noch stimmungsvoller zu gestalten, indem wir einen Blickfang mit einbauen: Suchen Sie sich eine Sandburg, fotografieren Sie Ihr Glas samt Schirmchen. Steht irgendwo am Strand noch eine Sonnenliege herum? Dann bauen Sie diese in Ihr Bild mit ein, denn ein Bild vom Meer samt Himmel wirkt schnell langweilig. Es ist ein Bild, wie viele andere es machen.

    11.    Bei Nacht fotografieren: die Blaue Stunde einfangen

folgate_street.jpg

Fotografieren im Urlaub: bei Nacht fotografieren Folgate Street

Die Folgate Street in Whitechapel/London bei Nacht. Stellen Sie sich vor, wie Jack the Ripper hier einst sein Unwesen trieb … Gruselig!

© Bald&Bearded Photography

Packen Sie Ihre Kamera nach Untergang der Sonne  bitte nicht in die Tasche! Auch nach dem Sonnenuntergang passiert ganz, ganz viel. Es lohnt sich also, auch nachts auf Foto-Safari zu gehen. Bewaffnet mit einem Stativ können Sie nun die Blaue Stunde im Zentrum festhalten. Der positive Nebeneffekt ist, dass Sie sich auf diese Weise viel mehr Zeit nehmen. Sie werden Ihre Bilder mit Sicherheit aktiver gestalten und viel mehr darüber nachdenken, was Sie fotografieren. Probieren Sie es aus. Und vergessen Sie die langen Belichtungszeiten nicht!

Fazit der Redaktion: Seien Sie kreativ, seien Sie mutig, vergessen Sie die typischen Reiseführerfotos und kreieren Sie Ihr ganz eigenes Album schöner Erinnerungen!

Das Fotografieren im Urlaub ist für jeden Fotografen mit viel Vorfreude, Kreativität und Aufregung verbunden. Ich persönlich überlege mir vorher ganz genau, wann und wo ich digitale Technik einsetzen oder lieber analog unterwegs sein möchte.

foto_22.04.15_17_16_26.jpg

Fotografieren im Urlaub: im Ausland unterwegs

Ein Selfie von oben! So sieht es aus, wenn fM-Volontärin Anne Schellhase auf Reisen geht: Zwei Kameras hängen ihr um den Hals, eine weitere befindet sich in ihrer Hand und der Rucksack ist vollgepackt mit Zubehör … langweilen soll sie sich ja nicht!

© Anne Schellhase

Wichtig ist mir mittlerweile auch daran zu denken, dass ich vor lauter Knipserei nicht vergesse, Urlaub zu machen: Die Füße hochzulegen, zu entspannen und mich von dem Tempo meines Urlaubsortes treiben zu lassen. Alles können und doch nichts tun müssen, das bedeutet Urlaub für mich. Aus Erfahrung weiß ich zu berichten, dass es fast schon in Stress ausarten kann, mit verschiedenen Kameras, Filmen, Objektiven und diversem Zubehör unterwegs zu sein. Deswegen setze ich mir mittlerweile sogar ein Limit und nehme beispielsweise nicht mehr als drei Kameras mit.

Lassen Sie zwischendurch auch mal die Seele baumeln!

foto_15.05.15_11_53_16.jpg

Fotografieren im Urlaub: das richtige Motiv

Kitesurfer an der Küste von Tarifa sind kein seltenes Bild. Ganz im Gegenteil: Die Gegend ist berühmt für ihre super Winde und idealen Bedingungen für alles, was mit Wassersport zu tun hat

© Anne Schellhase

Ich achte außerdem sehr darauf, Fotos zu machen, die nicht nur bei mir, sondern (hoffentlich!!!) auch bei anderen Betrachtern Fernweh auslösen. Bilder, zu denen ich eine Geschichte erzählen kann. Denn ich möchte nur die schönsten Erinnerungen mitnehmen und natürlich auch teilen. Von besonders schönen Momenten und Orten mache ich sogar ein Foto mit dem Smartphone, wenn ich analog unterwegs bin, nur um sicher zu sein, dass nichts verloren geht ;-)

Wem es schwer fällt, sich einzuschränken, dem rate ich, die Kamera während der prallen Mittagssonne beiseite zu legen. Gehen Sie stattdessen ein Eis essen und einen Kaffee trinken. Oder holen Sie sich eine saftige Wassermelone: Mit dieser können Sie sich an einen schattigen Platz setzen und den bisherigen Tag Revue passieren und alle Eindrücke sacken lassen. Lassen Sie zwischendurch auch mal die Seele baumeln. Die Lichtverhältnisse sind ohnehin nicht optimal und die Ergebnisse werden Sie nicht glücklich machen. Alles klar soweit? Na dann: Ab in den Urlaub mit Ihnen!

P. S.: Denken Sie bitte auch unbedingt daran, einen oder gar zwei Ersatzakkus mitzunehmen. Man weiß ja nie.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.