Foto-Hacks: Makro-Lichtzelt aus dem Küchenschrank

Weiches Licht für Makroaufnahmen im Studio und unterwegs
23.12.2014

Für diesen Hack sollten Sie dem Küchenchef ein paar Blümchen zum Trost mitbringen

Weiches, schattenfreies Licht ist auch bei Makroaufnahmen gefragt, wenn kleine Dinge möglichst neutral abgebildet werden sollen. Dafür können Sie entweder ein Lichtzelt anschaffen oder einen Blick in den Küchenschrank werfen.

In fast jedem Haushalt finden sich transluzente, also lichtdurchlässige, weiße Kunststoffschüsseln, die sich sehr gut zweckentfremden lassen. Sie müssen lediglich mit einer zusätzlichen Öffnung für das Objektiv versehen werden. Diese lässt aber nicht nur das Objektiv ins Innere schauen, sondern bestimmt auch die Blickrichtung der Kamera. Es ist daher sinnvoll, mehrere Kunststoffschüsseln zu modifizieren – eine für einen 45 Grad Einblick und eine für Aufnahmen direkt von oben.

Eine kreisrunde Öffnung ist schnell mit Hilfe eines Lochsägeaufsatzes für die Bohrmaschine hergestellt.
Als Beleuchtung kommt ein Systemblitz zum Einsatz, der sich, wenn Sie ihn entfesselt über ein TTL-Kabel steuern, rund um das Lichtzelt positionieren lässt.

Die aufgerauhte Oberfläche der Schüssel streut das Licht gleichmäßig, sodass fast schattenfreie Aufnahmen entstehen. Durch den Abstand der Lichtquelle lässt sich aber trotzdem eine ungefähre Betonung der Lichtrichtung erreichen.
Etwaige Farbstiche, hervorgerufen durch nicht ganz farbneutrale Kunstoffe, lassen sich durch einen individuellen Weißabgleich beseitigen.

Lichtzelt unterwegs

Selbstverständlich ist das Lichtzelt auch für Aufnahmen in der freien Natur geeignet; etwa bei kleinen Insekten, Blüten oder Pilzen.
Nach dem Außeneinsatz lassen sich Verschmutzungen mit Wasser und Spülmittel beseitigen.

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Cyrill Harnischmacher