Foto-Hacks: Infrarotauslöser aus Blitzgerät

Neue Aufgaben für den alten Zusatzblitz
20.12.2014

Kabellos auslösen muss kein Luxus sein

Manchmal reicht ein Kabel nicht aus, um weiterentfernte Blitzgeräte auszulösen. Verfügt der Blitz über einen Infrarotsensor, wie der etwas ältere, aber bei Strobisten sehr beliebte Nikon SB26, können Sie ihn auch über einen Infrarotauslöser steuern.
Für Blitzgeräte ohne eingebauten Sensor gibt es entsprechende Adapter. Fehlt nur noch der passende Infrarotauslöser. Ideal für einen Selbstbau sind ältere, kleine Blitze mit geringer Leitzahl, die fast jeder Fotograf noch irgendwo in der Schublade liegen hat.

Unsichtbar blitzen

Damit das Licht des Blitzauslösers auf den Aufnahmen nicht erkennbar ist, muss der Anteil des sichtbaren Lichtspektrums wirkungsvoll ausgesperrt werden. Dafür werden einfach zwei Lagen unbelichteter, enwickelter Diafilme mit transparentem Klebeband über den Reflektor geklebt. Das Prinzip ist hier dasselbe wie bei dem Infrarotfilter.
Etwaige, nicht ganz abgedeckte Stellen können Sie nachträglich mit einem schwarzen Lackmalstift retuschieren. Der Diafilm lässt jetzt nur noch Licht aus dem nahen Infrarotbereich durch, das keinen Einfluss auf die Aufnahme hat aber vom Sensor des Empfängers als deutliches Signal erkannt wird. Der so unsichtbar angeblitze Slave-Blitz löst dadurch zuverlässig aus.

Lediglich bei Nahaufnahmen von glänzenden Objekten kann das Signal des Infrarotauslösers manchmal als schwacher, roter Reflex sichtbar werden – was aber auch bei gekauften Infrarotauslösern der Fall ist. Stärkere Systemblitzgeräte sollten Sie allerdings nicht als Infrarotauslöser zweckentfremden, da hier die Gefahr besteht, dass der Diafilm angeschmort wird.

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Cyrill Harnischmacher