typoapps_aufmacher.jpg

Typo Apps: Aufmacherbild
© Thinkstock

Typo Apps: Diese 5 Apps setzen Ihren Text ins Bild

Tolle Tools für kleine Botschaften
23.05.2017

Typo Apps: Sie sind beliebt und zaubern Poesie auf Ihre Bilder. Wir haben die 5 besten für Sie rausgesucht und verraten ihre Besonderheiten

 

phonto_kite.jpg

Typo Apps: Kite Surfer an einem Strand in Tarife, Sommer 2015

Hier und da ein Klecks Farbe, zwei unterschiedliche Typos und eine kleine Grafik machen aus einem einfachen Bild spanischer Kite Surfer eine besonders schöne Erinnerung

© Anne Schellhase

Blogger verschönern auf diese Weise ihre digitalen Tagebücher und man sieht sie auf Instagram, Facebook & Co.: Bilder mit kleinen Botschaften und grafischen Details. Die gute Nachricht: Das Erstellen dieser Bilder ist kein Hexenwerk, denn hierfür gibt es eine Vielzahl praktischer Typo Apps, welche in der Regel mit allen sozialen Netzwerken verknüpft sind. Die schlechte Nachricht: Manche dieser Apps gibt es nur für iOS-Geräte und die meisten von ihnen, die nicht kostenpflichtig sind, sind dafür reichtlich mit Werbung gespickt. Wir haben uns die Mühe gemacht, einige dieser Apps zu testen, damit auch Sie künftig ihre Fotos mit Text versehen können, stellen die fünf besten Tools vor und weisen auf besondere Merkmale hin.

Auf welche Kriterien haben wir
dabei geachtet?

  1. Kostenfaktor
  2. Unterstützte Betriebssysteme
  3. Anzahl der Filter
  4. Anzahl der Schriftarten
  5. Formatierungsmöglichkeiten
  6. Im Paket enthaltene Grafiken
  7. Im Paket enthaltene Quotes
  8. Integrieren des eigenen Logos
  9. Platziertes Logo bzw.Wasserzeichen des Anbieters
     

1. Typic

typics_beach.jpg

Typo Apps: Steg in Andalusien, versehen mit einem runden Rahmen und einem netten Spruch
© Anne Schellhase

Von all den getesteten Typo Apps hinterlässt Typic – nicht nur wegen der kinderleichten und intuitiven Handhabung – den wohl stimmigsten Eindruck. So kommt die App mit 23 Filtern, einer schier endlosen Palette an Schriftarten (105 an der Zahl) und der Option, ein eigenes Logo zu importieren. 12 zusätzliche Light Leak-Effekte zaubern noch mehr Charme auf die ausgewählten Bilder und 12 Rahmen geben dem Nutzer die Möglichkeit, sich kreativ auszuleben. Der Bildausschnitt ist frei wählbar und im Paket enthalten sind außerdem eine Vielzahl grafischer Ornamente und vorgefertigte Quotes.

Geheimtipp No. 1: Schriftarten mischen, verschiedene Farben auswählen und grafische Elemente verwenden . So erhalten Sie besonders  kreative  Ergebnisse!

Neben den Filtern können die Bilder im Kontrast, der Intensität und dem Belichtungsgrad verändert werden, auch die Leuchtkraft des Filtern an sich ist veränderbar. Wer es gern nostalgisch mag, hat außerdem die Möglichkeit den beliebten Polaroid-Look nachzuahmen. Auch können runde Polaroid-Rahmen – ähnlich denen von Impossible Project – erstellt werden. Die Schriftarten sind in verschiedene Kategorien unterteilt, beispielsweise in "Fun Fonts" und "Script Fonts". Ein extra Menüpunkt speichert die eigenen, am meisten benutzten Schriftarten. Die Farbe der eingesetzten Schriftart ist frei wählbar.

Im Sinne aller Android-Nutzern müssen wir leider einen Minuspunkt vergeben, denn Typic ist lediglich im App Store für iOS erhältlich. iPhone-Nutzern sind jedoch mit 3,99 Euro dabei. Wer Lust auf kindgerechte Grafiken und Schriftarten hat, der kann "Typic Kids" im Paket für nur einen Euro zusätzlich direkt dazu kaufen.

2. Phonto  – Put Text on Photos

phonto_hello.jpg

Typo Apps: Warten auf Adele beim Konzert in Hamburg

Schnell ein Foto gezaubert, während Adele auf sich warten lässt …

© Anne Schellhase

Die kostenlose Typo App "Phonto" zaubert ebenfalls Text auf Ihre liebsten Fotos. Besonders nett ist die Möglichkeit, auch eigene Schriftarten zu installieren. Außerdem verzichten die Hersteller trotz Freeware darauf, ihr eigenes Logo in einer der Bildecken zu platzieren. Der Import eines eigenen Logos ist jedoch nicht möglich.

iOS-User haben bereits bei der Basis-Version die Qual der Wahl zwischen rund 400 Schriftarten und 18 Filtern, deren Intensität angepasst werden kann. Der Bildausschnitt ist frei wählbar und neben den vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten wie Schattenwurf, Schriftgröße, Deckkraft und Schriftfarbe können außerdem die Abstände verändert und kleine Symbole (Herzen, Sterne, Sprechblasen, etc.) hinzugefügt werden. Für alle, die gerne noch mehr Text-Stile, Filter und Sprechblasen nutzen wollen, bietet Phonto Apple-Nutzern verschiedene Pakete zum Kauf an. Preislich liegen diese zwischen einem und zwei Euro. Bereits vorgefertigte Sprichwörter stellt Phonto nicht bereit. Wer mag, kann sein beschriftetes Bild aus der App heraus im Phonto-Channel von Instagram hochladen.

Geheimtipp No. 2: Spielen Sie mit der Deckkraft Ihrer verwendeten Fonts und Grafiken.
Diese wirken manchmal schöner und nicht so dominant, wenn ein wenig Blässe in´s Spiel kommt.

Die Android-Version von Phonto ist im direkten Vergleich mächtig abgespeckt – dennoch stehen dem Nutzer auch hier über 200 Schriftarten zur Verfügung. Die Bearbeitungsmöglichkeiten beziehen sich hauptsächlich auf die Eingabe von Text und dessen Formatierung. Die Funktionen ähneln denen für Apple-Geräte, sind jedoch nicht ganz so vielfältig. In-App-Produkte sind für bis zu 1,79 Euro erhältlich.

3. Font Candy

fontcandy_delfin.jpg

Typo Apps: Ergebnis 1/2 mit Font Candy. Delfin in der Straße von Gibraltar

Das Ergebnis: Ein verträumter Filter samt netter Typo lassen eine schöne Urlaubserinnerung noch einmal aufleben. Hier zu sehen sind Delfine in den Gewässern vor Marokko

© Anne Schellhase

Font Candy: Eine tolle Typo App, die leider nur für iOS erhältlich ist. Die App kommt mit 16 Filtern und diversen Formatierungsmöglichkeiten für den Text, ähnlich denen von Phonto. Der Bildausschnitt kann auch hier nach Belieben gewählt und verändert werden. Besondere Erwähnung verdienen die vorgefertigten Pakete mit Sprichwörtern und Artworks. So finden sich hier wunderbar aufbereitete Sprichwörter und Weisheiten zu Themen rund um Familie, Wanderlust oder auch Jahreszeiten, für eine kostenlose App ist die Auswahl hier sogar recht vielseitig. Der Import eines eigenen Logos wird von Font Candy nicht unterstützt.

Die zwei Wehrmutstropfen bei Font Candy? Das platzierte Wasserzeichen des Herstellers, welches jedoch noch sehr dezent ausfällt. Außerdem ist die App, wie die meisten kostenlosen Typo Apps, nicht gerade wenig mit Werbung gespickt. Im direkten Vergleich mit anderen Angeboten – beispielsweise mit PicLab, das man wegen der ständigen Aufforderungen zum Kauf der Vollversion nicht nutzen kann – überrascht Font Candy umso mehr mit seiner Vielfalt frei nutzbarer Typos, Elementen und Filter. Und natürlich mit den Ergebnissen! Wer also kein Geld ausgeben möchte, ist mit Font Candy sehr gut bedient.

99 Cent werden für das Entfernen des Wasserzeichens fällig und für 2,99 Euro werden alle Schriftarten, Filter, etc. freigeschaltet.

4. MocaDeco

moca_kuchen.jpg

Typo Apps: Schokokuchen mit Macadamia-Nüssen verziert von einem Pfeil und einem einfachen "Yummy"

Macht Hunger auf mehr: Dieser Schokokuchen, verziert mir einem Pfeil und einem einfachen "Yummy", lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen

© Anne Schellhase

Im App Store  kostenlos erhältlich ist außerdem MocaDeco. Eine Typo App, die einer ungefähren Mischung aus ihren zwei Vorgängern entspricht. Wer besonders gerne geometrische Elemente nutzt und mit grafischen Ornamenten spielt, wird an dieser App besonders Spaß haben. Die Bildbearbeitungsmöglichkeiten ähneln denen der anderen Apps und 39 Filter stehen zur Verfügung. Eine Liste von Schriftarten umfasst rund 100 Typos, deren Deckkraft und Größe formatiert werden können.

Dem Nutzer stehen zahlreiche In-App-Käufe zwischen 99 Cent und 4,99 Euro zur Wahl und der Hersteller verzichtet auf ein platziertes Logo. Die Möglichkeit ein eigenes Logo hinzuzufügen besteht leider nicht.

​​5. Marksta*

Mit Marksta können Sie Störer und Copyright-Informationen im Bild integrieren

Mit Marksta können Sie Störer und Copyright-Informationen im Bild integrieren

Mit Marksta können Sie Störer und Copyright-Informationen im Bild integrieren um es zu schützen

© Sandra Schink

​Marksta ist ein effektives Werkzeug für Presse- oder Profi-Fotografen, die ihre Fotos mit Wasserzeichen und Metadaten versehen möchten. Marksta führt  nach dem ersten Start der App mit der über das 'i' aktivierten Hilfe durch alle Funktionen und erklärt sich so sehr gut selbst.

Größe, Font, Stil und Position des Copyrights können frei bestimmt werden und wer sein Foto besonders auffällig markieren möchte, kann das Copyright auch als Rahmen um das Bild herumlaufen lassen.

Marksta - Captions und Metadaten im Bild (EXIFs)

Marksta - Captions und Metadaten im Bild (EXIFs)

Marksta - Captions und Metadaten im Bild (EXIFs)

Als zusätzlicher Schutz können Linien aktiviert werden, die wie ein Wasserzeichen durch das Bild führen. Der einmal gestaltete Stil kann als Template gespeichert und immer wieder schnell angewendet werden.

Für Profis ist die komplexe aber einfach zu bedienende App besonders wertvoll, da über sie auch Metadaten, Aufnahmestandort via GPS und Bildbeschreibungen in das Foto integriert werden können. So können wichtige Bild- und Kontaktinformationen für Redakteure oder Kunden in den Bildinformationen hinterlegt werden. Diese bleiben für den Betrachter dennoch unsichtbar, was besonders praktisch ist. Die Integierbarkeit eines eigenen Logos ist ebenfalls gegeben.

Mit Marksta können sogar Logos im Bild integriert werden

Mit Marksta können sogar Logos im Bild integriert werden

Mit Marksta können sogar Logos im Bild integriert werden

© Sandra Schink

Marksta gibt es leider nur für iOS. Die Investition lohnt sich und der Preis von 1,99 Euro ist für den Funktionsumfang angemessen. Die Lite-Versionen sind sehr eingeschränkt.

Wer für Android eine App sucht, die ebenfalls professionell Metadaten verwaltet, wird den EXIF Tag Editor mögen, der auch Batch-Verarbeitung anbietet, dafür aber keine Wasserzeichen auf dem Bild setzt. Mit 1,49 Euro sind Adroid-Nutzer hier dabei.

Fazit: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Ein Test, 5 Typo Apps und unendlich viele Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben. Es fällt schwer, sich auf einen einzige App zu beschränken, denn je nach Vorlieben ist man mit der einen und mal mit der anderen App besser bedient. Wollen wir es mal so ausdrücken: Es steht jedem Nutzer frei, die Apps miteinander zu kombinieren: Wie wäre es mit den Schriftarten und Light Leak-Effekten von Typic gemischt mit den Artworks von Font Candy? Frei nach dem Motto Trial & Error empfehlen wir, der eigenen Kreativität keine Grenzen zu setzen und wünschen viel Spaß dabei!

​Haben wir wichtige Apps vergessen? Sind sie auf der Suche nach einer bestimmten App, die wir für Sie testen sollen? Dann hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

* Praxis-Tipp Nr. 5 verfasst von Sandra Schink.

_______________________

Noch mehr tolle Themen rund um die Smartphonography finden Sie übrigens in unserem Heft SMART SHOT oder unter unter www.smart-shot.de.

Sie möchten immer mit den aktuellsten News aus Industrie, Kunst und Praxis versorgt werden? Dann folgen Sie uns jetzt auch bei Twitter, Instagram und Facebook!

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.