Bunte Kameragurte: 4 trendige Modelle

Tragbares Design für Ihre Kamera
05.12.2016

Bunte Kameragurte sind selten, denn meist verraten die schwarzen Modelle der Hersteller in großen Lettern, zu welchem "Team" Kamera ein Fotograf gehört. Wir haben uns auf die Suche nach trendigen Alternativen gemacht und stellen Ihnen vier davon vor

 

Gute Kameragurte zeichnen sich durch einen hohen Tragekomfort für den Fotografen und eine gute Fertigungsqualität aus. Sie halten das Gewicht der Kamera und müssen je nach Modell anschmiegsam genug sein, um sich an Nacken und Schulter des Trägers anzupassen. Die mitgelieferten Modelle der Hersteller überzeugen zwar in puncto Funktionalität und Verarbeitung, kommen jedoch meist in einem einheitlichen Schwarz samt unübersehbarer Logo-Platzierung daher.

Der modebewusste Individualist möchte jedoch ganz gerne den Nutzen eines Kameragurtes mit Design verbinden: ein Wunsch, dem zahlreiche Hobbybastler an der heimischen Nähmaschine schon lange nachkommen, um ihre kreativen Gurte über diverse Online-Shops an den trendigen Fotografen zu bringen. Mittlerweile haben auch viele Hersteller diese Nische für sich entdeckt und bunte, edle sowie ausgefallene Stücke in ihr Sortiment aufgenommen. Gurte, mit denen sich der Fotograf nicht wie eine lebendige Werbetafel fühlt. Wir haben uns einige Exemplare näher angeschaut und mit leichten sowie schweren Kameramodellen kombiniert.
 

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Kameragurte von Eddycam

Den hier abgebildeten „35-mm“-Gurt mit Kontrastnaht gibt es für 199 Euro. Auf die übliche Kautschuk-Einlage wird bei dieser Ausführung verzichtet

© Eddycam

1. Kameragurte von Eddycam

Einen besonders wertigen Eindruck hinterlassen die Produkte von Eddycam: Die Gurte aus finnischem Elch-
leder fühlen sich gut an und sind enorm anschmiegsam. In der Kombination mit schweren Profimodellen liegen diese auch nach längerer Tragezeit gut im Nacken ohne dabei zu drücken oder gar einzuschneiden. Die besonders atmunksaktive Eigenschaft dieser Lederart verhindert extremes Schwitzen und passt sich den Gegebenheiten an. Der hessische Hersteller hat insgesamt 120 verschiedene Modelle im Angebot, welche in einer kleinen Manufaktur in Bayern gefertigt werden. So finden sich neben dem klassischen Kameragurt auch verschiedene Handschlaufen im Sortiment. Die zum größten Teil in Handarbeit gefertigten Stücke liegen preislich zwischen 90 und 200 Euro.

 

 

2. Kameragurte von Artisan&Artist

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Kameragurte von Artisan&Artist

Das Preisgefüge bei diesem Hersteller bewegt sich zwischen rund 30 und 205 Euro. Hier zu sehen sind die Gurte der Reihe „ACAM-E25S“, welche zu den Easy-Slider-Modellen gehören und bei 75 Euro liegen

© Artisan&Artist

Mit den Gurten von Artisan&Artist wird es bunt! Während die Gurte der ACAM-Reihe überwiegend sehr einfach gehalten sind, kommt der Easy Slider mit einer speziellen „Quick Adjust“-­Technik daher, dank deren Hilfe die Länge mit nur einem Finger sehr schnell justiert und fixiert werden kann: Ziehen Sie den Verstellring nach oben, so wird der Gurt verkürzt, der Zug nach nach unten verlängert ihn. Die minimale Länge des Easy Sliders beträgt 72 cm, maximal kommt man auf 130 cm. Wir empfehlen die Gurte des Herstellers insbesondere für die Nutzung mit Kompakten und leichteren Kameras – für den Einsatz mit schweren Spiegelreflexkameras fehlt eine ordentliche Polsterung.

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Kameragurte von 4V Design

Der Lusso Slim Kameragurt von 4V Design: Stylisch und dennoch funktional ist dieses Exemplar für rund 115 Euro erhältlich

© 4V Design

3. Kameragurte von 4V Design

4V Design steht für Handarbeit Made in Italy: Sie haben die Wahl aus sechs Kollektionen mit insgesamt 29 Gurten. Die Kameragurte und Handschlaufen sind gut gepolstert und überzeugen mit ihrem modernen Design. Hier treffen beispielsweise türkisfarbene Nähte und dunkelbraunes Cuoio-Leder aufeinander. Der Einsatz mit schweren Kameramodellen ist dank der Polsterung möglich, allerdings ist diese beschichtet, was besonders an heißen Tagen unangenehm für den Träger sein könnte. Preislich liegen die Gurte zwischen runden 95 und 140 Euro, für die Handschlaufen werden etwa 50 Euro fällig.

4. Kameragurte von Leuthard

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Kameragurte von Leuthard

Der "Leuthard-Strap" in der Farbe Retro. Der Hersteller unternahm mehrere Anläufe, um einen Gurt mit Bergsteigerseil zu kreieren und landete so bei einer minimalistischen Variante mit Wiedererkennungswert

© Leuthard

Street-Fotograf Thomas Leuthard fertigt in Handarbeit seine „Leuthard-Straps“ an. Als Material dienen ihm hierfür verschiedenfarbige Bergsteigerseile. Die minimalistischen Gurte versprechen eine besondere Langlebigkeit und sind dennoch ein Hingucker. Der Tragekomfort ist dank des robusten Materials gegeben, allerdings würden wir wegen der fehlenden Polsterung keine Kombination mit zu schweren Kameras empfehlen. Die Gurte sind derzeit in vier Farben (Edelweiß, Retro, Rot und Schwarz) und drei Längen erhältlich. Der Hersteller bietet sie in den Standardgrößen 96 cm, 108 cm oder 120 cm an. Gegen fünf Euro Aufpreis wird der Wunschgurt auch gerne an eine individuell gewünschte Länge angepasst. 40 Euro inklusive Versand werden pro Leuthard-Strap fällig – was aus unserer Sicht ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.