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Bilder mit Rahmen – 8 Anbieter im Vergleich
Unsere Testrahmen (außer Pixelnet) im originalen Größenverhätnis.
© Markus Linden

Bilder mit Rahmen – 8 Anbieter im Vergleich

Fertig an die Wand gebracht
27.06.2021

Das eigene Bild mit Rahmen direkt online gestalten und bestellen. Diese Möglichkeit bieten mittlerweile immer mehr Anbieter. Wir haben acht Angebote getestet und zeigen, wo sich eine Bestellung lohnt.

Erst gerahmt kommt ein Foto richtig zur Geltung. Wir haben uns die Angebote von acht Online-Dienstleistern angesehen und geprüft: Wer liefert welche Qualität bei den Fotos im (Passepartout-)Rahmen? Dabei unterscheiden sich die Anbieter bei den angebotenen Drucktechniken, den Rahmen, den Größen, Passepartouts und bei den Gläsern. Die Bandbreite bei Passepartout-Rahmen ist groß, ein direkter Vergleich kaum möglich. Umso spannender ist die Vielfalt der angebotenen Produkte.
Wir zeigen Ihnen, was Sie und wie Sie bei den Dienstleistern konfigurieren können, welche Qualität Sie erwarten dürfen und welches Angebot sich für Ihre Bilder eignet.

Wo können Sie Bilder rahmen lassen?

Wir haben getestet:

  • Cewe
  • Meinfoto
  • MyPoster
  • Pixelnet
  • PixoPrint
  • Pixum 
  • PosterXXL 
  • WhiteWall

Wie viel kostet es, ein Bild rahmen zu lassen?

Die Preise in unserem Test lagen zwischen 64,80 Euro und 157,90 Euro. Sie setzen sich zusammen aus dem Betrag für den Druck des Fotos und dem Rahmen (mit Passepartout). Die Größe der Bilder mit Rahmen lag zwischen ungefähr 43 x 37 cm und ungefähr 69 x 49 cm. 
Die genauen Preise, Größen und Testergebnisse finden Sie auf der zweiten Seite.

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Bilder mit Rahmen – 8 Anbieter im Vergleich

Unsere Testrahmen (außer Pixelnet) im originalen Größenverhätnis.

© Markus Linden

Cewe

Bei Cewe bestellen Sie Wandbilder im Rahmen online über die Website oder über die Firmen-Software. „Foto im Rahmen“ heißt das Angebot. Zur Auswahl stehen verschiedene Holzrahmen mit unterschiedlichen Leisten, Alurahmen und – ohne Passepartout – auch Kunststoffrahmen. Die Größen und Seitenverhältnisse sind vorgegeben. Mit im Sortiment sind zwei Panoramaformate, die auch hochformatig angelegt und gehängt werden können. Leider können Sie das Passepartout nicht weiter beeinflussen – es steht nur weißer Passepartout-Karton zur Verfügung. Seine Breite ist abhängig von der bestellten Rahmengröße. Die Auswahl bei den Papieren ist groß: Es stehen mehrere Fotopapiere, Digitaldruck und ein Fine-Art-Druck zur Verfügung. Letzterer allerdings in der Größe beschränkt. 
Sowohl in der Software als auch online wird es kompliziert, wenn Sie das Papier oder den Rahmen neu konfigurieren möchten: Denn nicht jedes Papier und nicht jeder Rahmentyp stehen in jeder Größe zur Verfügung. Da verschluckt sich die Konfiguration manchmal. Die Voransicht mit dem eigenen Foto ist groß, realistisch und in der Software werden die Maße von Rahmen, Bild und Passepartout eingeblendet.
Das Glas lässt sich ebenfalls nicht beeinflussen – man kann alternativ zum Einsatz von Glas das Foto kaschieren und rahmen lassen. Dann ohne Glas und Passepartout und es stehen auch andere Rahmentypen zur Verfügung.

Ergebnis – Bilderrahmen mit Passepartout

Zum Einsatz kommt ein Wechselrahmen aus hochwertigen Echtholz-Leisten. Sie sind sauber verarbeitet und haben auf der Rückseite eine stabile Aufhängung sowie unten die erforderlichen Abstandshalter, damit der Rahmen in jedem Fall senkrecht hängt. Das Passepartout ist relativ steil, aber sauber geschnitten. 
Beim Glas handelt es sich um Acryl ohne Entspiegelung. Wir hatten eine Belichtung mit Seidenraster gewählt, die das Portrait gut wirken lässt und mit dem leicht spiegelnden Acrylglas gut zurecht kommt. Der Abzug wurde etwas knapp belichtet, ist aber sonst tadellos.

Meinfoto 

Meinfoto bietet Bilder gerahmt mit Passepartout an und sogenannte „Fotoboards“, bei denen scheinbar die gleichen Rahmen zum Einsatz kommen. Hier werden allerdings die Fotos vollflächig aufkaschiert und es wird kein Glas vorgesetzt.
Nach Hochladen eines Fotos startet der Konfigurator. Der Anwender kann zwischen Quadraten und Rechteckformaten bis zu einer Rahmengröße von 80 mal 60 cm wählen. Bei den Rahmen stehen fünf Farben/Holzarten zur Verfügung. Allerdings steht schon im Konfigurator „Walnuss-Optik“, sodass dem Anwender klar sein sollte, dass es sich um Kunststoffrahmen handelt. Passepartout (weiß) und Glas können nicht beeinflusst werden. 

Ergebnis – Foto im Rahmen

Der Rahmen ist aus Kunststoff, die Holzoptik wirkt an der Wand aber überzeugend. Er wird eigentlich ohne Hängesystem ausgeliefert – wir hatten aber das Befestigungsset für drei Euro dazu bestellt. Es muss vom Anwender selbst oben am Rahmen (Zweipunkt) verschraubt werden; dabei entsteht etwas Abstand zur Wand. Die Rückwand ist verklebt. Das Wechseln des Bildes ist nur mit Aufwand möglich. Das cremeweiße Passepartout ist sauber gearbeitet. Das Acrylglas ist unbehandelt. Der Print hat einen leichten Rotstich. Dennoch: Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her gut.

MyPoster

Bei MyPoster lassen sich neben Prints auch Kaschierungen und Leinwandbilder rahmen. Zudem haben Sie neben „Poster“ auch die Wahl, einen Hahnemühle-Print zu wählen – was wir getan haben. Bevor der Konfigurator startet, hat der Nutzer die Wahl zwischen vorgegebenen Formaten – kann aber auch eigene Werte zentimetergenau angeben. Der Konfigurator springt gern zu einer Empfehlung und dann direkt zum Warenkorb  – dann verpasst man aber das Beste: Denn unter „Optionen“ lassen sich verschiedene Kunststoff-, Alu- und Holzrahmen auswählen. Bei den Passepartouts gibt es die Wahl zwischen Weiß, Creme und Schwarz (mit weißem Kern). Die Breite kann in den Stufen 3, 6, 9, 12 und 15 cm eingestellt werden. Beim Glas gibt es lediglich „Museums-Acryl“. Alle Parameter werden sofort in der Vorschau sichtbar.

Ergebnis – gerahmtes Bild

Das erwähnte Museums-Acrylglas unterscheidet sich nicht von üblichem Acrylglas. Der Rahmen ist tatsächlich aus Holz, aber der von uns bestellte Wurzelholzanteil ist nur aufgebracht. Die Ränder sind schwarz lackiert. Sieht trotzdem gut aus. An den Ecken sind kleine Ungenauigkeiten in der Verleimung, die aber an der Wand nicht mehr auffallen. Der Print ist sehr gut ausgeführt. Die Ein-Punkt-Halterung befindet sich an der Rückwand, sodass das Bild ohne Abstand zur Wand hängt. Ein nicht perfektes, aber trotzdem an der Wand gut wirkendes Produkt.

Pixelnet

Anders als die anderen Anbieter hat Pixelnet – eine Tochter von Orwo –  keine einzeln gerahmten Bilder im Angebot. Stattdessen gibt es ein interessantes Produkt zum Zusammenstellen eines Ensembles an der Wand. „Framenator“ nennt Pixelnet das Ganze. Mit dem Online-Tool (das mit ähnlicher Funktionalität auch in die Pixelnet-Software integriert ist) lassen sich Ensembles von Rahmen in den Größen 40 x 30 cm, 30 x 21 cm und 13 x 18 cm (Bildgröße) als „Gesamtkunstwerk“ konfigurieren. Der Kunde kann vier, sieben oder zehn Rahmen als Ausgangskonfiguration wählen und diese jeweils in unterschiedlichen Hängungsarten miteinander kombinieren. Dabei werden die Regeln zum Gestalten einer Wand eingehalten – man wählt einfach das, was in der Vorschau passend erscheint. 
Pixelnet gibt die Gesamtgröße des Ensembles an, macht aber keine Angaben, bei welcher Vorlage welche Bildgrößen und Formate zum Einsatz kommen – das sehen Sie dann erst in der Vorschau. Die eigenen Fotos werden einfach auf die leeren Rahmen der Vorschau gezogen – fertig. Passepartouts gibt es nicht, es stehen nur die Farben Schwarz und Weiß für die Kunststoffrahmen zur Verfügung.

Ergebnis – Ensemble von Rahmen

Im Paket befinden sich die gerahmten Fotos, Befestigungsmaterial und eine Schablone. Diese wird an die Wand gepinnt. An den gezeichneten Stellen bohren Sie Löcher oder schlagen Nägel ein. Einfacher geht es kaum.
Die Rahmen sind von Hama. Es sind einfache Wechselrahmen mit Acrylglas. Die Verarbeitung ist gut, aber nicht wirklich hochwertig. Überraschung: In den Rahmen hinter den Fotos sind Passepartouts versteckt. Wer also neue Fotos rahmen will, kann diese nutzen und muss dann kleinere Prints wählen. 

PixoPrint

PixoPrint hat neben gerahmten Fine-Art-Drucken auch gerahmte Kaschierungen auf Alu Dibond oder hinter Acryl im Angebot. Auch Leinwandbilder können inklusive Rahmung bestellt werden. Neben normalen Rahmungen bietet PixoPrint auch für die erwähnten Produktgruppen Schattenfugenrahmen an.
Wir haben uns für einen Fine-Art-Print im Rahmen entschieden. Da alle vier Komponenten (Rahmen, Bild, Passepartout und Glas) inhouse gefertigt bzw. zugeschnitten werden, kann der Kunde die Größe zentimetergenau selbst festlegen. Bei den Rahmen gibt es insgesamt 25 Wahlmöglichkeiten, wobei sich einige der Alu- und Holzrahmen nur in der Farbe oder Breite unterscheiden. Bei den Passepartouts stehen zwei Weißtöne, Schwarz und einige Farben zur Verfügung. Schwarz und Farben haben einen weißen Kern, der im Schrägschnitt sichtbar wird. Die Breite kann in Stufen von 3, 5, 7, 10 und 15 cm gewählt werden. Es stehen Museums-Echtglas und Acrylglas (glänzend) zur Verfügung. Zum Testzeitpunkt war das Museums-Glas allerdings nicht lieferbar. Gedruckt wird mit Inkjet auf einem Bauwollpapier von Innova.

Ergebnis – Bilder einrahmen

Der hochwertig verarbeitete Holzrahmen ist zwar hinten mit Papier zum Schutz vor Staub verklebt, kann aber als Wechselrahmen geöffnet werden. Der Print ist makellos und kommt auf dem mattem Papier mit dem glänzenden Acrylglas gut zur Geltung. Was die reine Bildqualität angeht, kann nur Whitewall mithalten. Mit einem mattierten Echtglas wäre der Rahmen perfekt gewesen. Trotzdem: Auch mit Acrylglas ein sehr gutes Produkt.

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Markus Linden
Über den Autor
Markus Linden

Markus Linden hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er schreibt on- und offline über Fotografie und Fotografen, organisiert Fotowettbewerbe und fotografiert selbst leidenschaftlich gerne. Dem fotoMAGAZIN ist er seit 2003 zunächst als Redakteur und jetzt als freier Mitarbeiter verbunden.