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Kameradiebstahl auf Teneriffa: Aufmacher
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Kameradiebstahl: Der Horror von Teneriffa

"Offensichtlich wurde ich seit Tagen beobachtet."
01.02.2018

Ein Kameradiebstahl ist wohl der Albtraum eines jeden Fotografen. Unser Autor Radomir Jakubowski erlebte eben dieses Horrorszenario auf Teneriffa. Lesen Sie seine unglaubliche Geschichte.

 

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Kameraklau
© Thinkstock

Im März 2016 flog ich für ein Fotoprojekt nach Teneriffa. Endlich mal ein Ort, an dem es nicht so kalt ist, weshalb meine Lebensgefährtin unbedingt mitkommen wollte. Wir nahmen eine kleine Wohnung, die strategisch günstig zu den meisten guten Locations lag, und einen Mietwagen. Normalerweise wähle ich immer den billigsten und ältesten Mietwagen, den ich im Netz finden kann, doch aus Zeitdruck und aus Rücksicht auf meine Freundin wurde es ein Mietwagen von einer großen Kette. Dass mir dies zum Verhängnis werden sollte, wusste ich damals noch nicht.

Auf Teneriffa hatte ich große Pläne, unter anderem konnte ich ein Vorserienmodell der Canon EOS 1DX Mark II testen, aber auch die neuen Lensinghouse-Filter für das Canon EF 4/11-24 mm L USM. Es sollte also neben einer Reportage auch einiges an neuem Werbematerial mit nach Deutschland kommen.

Nach unserer Ankunft lief alles wie am Schnürchen, wir hatten super Fotobedingungen mit wunderschönen Sonnenaufgängen und unglaublichen Sonnenuntergängen. Wir legten jeden Tag viele Kilometer mit dem Mietwagen zurück, um alle wichtigen Locations im besten Licht zu erwischen. Mein Fotorucksack war dauernd dabei, egal ob im Supermarkt oder im Restaurant – eigentlich nehme ich meinen Fotorucksack immer mit. Ich hatte schon einige Highlights und klasse Bilder auf den Speicherkarten. Unterwegs sichere ich die Daten auf Speicherkarten, da ich mir dann das Notebook spare. Also hatte ich Karten über Karten voller Aufnahmen im Gepäck.

Auf der Suche nach Locations fahre ich oft die Küste entlang und gucke, ob sich irgendwo ein verborgenes Juwel versteckt, die Location der Locations sozusagen.

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Jakubowski Teneriffa 05

Die Traumküsten von Teneriffa waren nicht weg – aber die Bilder davon gestohlen

© Radomir Jakubowski/naturfotocamp.de

So auch am 5. April, dem letzten Tag vor unserer Abreise. Wir waren in der Nähe des Ortes Güímar auf der Suche. Ich stellte im Puertito de Güímar mein Auto kurz ab und da meine Ausrüstung im Kofferraum lag, parkte ich das Heck so nah an einer Parkbank aus Beton, dass der Kofferraumdeckel mechanisch nicht mehr zu öffnen war. Wir gingen kurz an den Strand und den Hafen, das Ganze dauerte keine zehn Minuten. Als ich wieder ins Auto stieg, wollte ich meine Sonnenbrille wegpacken und stellte fest, dass das Etui nicht in der Fahrertür lag; seltsam. Also blickte ich über die Schulter, um zu schauen, ob es nicht auf der Rückbank lag und regte mich erst einmal auf: Meine Freundin hatte das Fenster hinten, auf der Beifahrerseite offen gelassen, wie leichtsinnig!

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Radomir Jakubowski

Seine Leidenschaft gehört der Naturfotografie: Radomir Jakubowski bekam schon als Elfjähriger Vaters Pentax in die Hand gedrückt. Heute ist er als Naturfotograf renommiert und Mitglied in der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen. Sein erstes Buch ist "Die Fotoschule in Bildern. Naturfotografie". Für das fotoMAGAZIN erklärt er einige seiner Tricks.