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Verletzte Bildrechte: PhotoClaim Aufmacher
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Verletzte Bildrechte? PhotoClaim setzt Ihre Interessen durch

28.10.2016

Haben Sie auch schon einmal ein Foto von sich im Internet gefunden, das ohne Ihr Einverständnis zu kommerziellen Zwecken genutzt wurde? Wenn ja: Sind Sie dagegen vorgegangen? Oder war Ihnen der Weg zu müßig? Das Berliner Unternehmen PhotoClaim hilft Fotografen dabei, ihre Rechte auch ohne viel Aufwand wahrzunehmen

 

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Verletzte Bildrechte: PhotoClaim Nico Trinkhaus

Firmengründer Nico Trinkhaus setzt sich seit nunmehr zwei Jahren gegen Lizenzverletzungen und für Schadensersatzansprüche von Fotografen ein

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Wenn sich ein junges Startup aus Berlin für die Urheberrechte von Fotografen einsetzt, dann nennt sich das Ganze PhotoClaim. Das Unternehmen wurde erst 2015 von Profifotograf Nico Trinkhaus und seiner Frau Daria Trinkhaus gegründet und verzeichnet bis dato Zusammenarbeiten mit über 100 Fotografen weltweit. Die Berliner verbinden ihre Wertschätzung für Kunst mit einer ordentlichen Portion Gerechtigkeitssinn und rechtswissenschaftlichem Know-How. Ziel von PhotoClaim ist es, Fotografen und Fotografinnen die Möglichkeit zu bieten, sich voll und Ganz auf ihre Arbeit zu konzentrieren. So können diese die Überprüfung der Rechteverletzung und auch die Durchsetzung von Schadensersatz aus der Hand geben.

Das Konzept von PhotoClaim

Zum Einsatz kommt ein international getestetes Netzwerk von Anwälten, das dem Nutzer kostenfrei zur Verfügung steht und das Portfolio für diesen überwacht. Vorab werden die Fälle von Hand gefiltert, das Augenmerk liegt auf kommerziellen Urheberrechtsverletzungen. Hierfür arbeitet das junge Unternehmen nicht nur aus der Hauptstadt, sondern auch aus Danzig, Warschau, Posen und Breslau.

Das erfolgreiche Aufspüren illegal genutzten Bildmaterials ist u. a. auf die optimierten Teamwork-Skills des Startups zurückzuführen. Intensiv zum Einsatz kommt hierbei die Reverse Image Google-Suche. Hinzu kommen mittlerweile rund zwei Jahre Erfahrung und der Einsatz bestimmter Software. Die engmaschige Zusammenarbeit zwischen PhotoClaim, weltweit ansässigen Anwälten und dem betroffenen Fotografen selbst ist ein fundamentaler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Wie funktioniert PhotoClaim?

Der Anbieter verspricht eine unkomplizierte Herangehensweise für den Nutzer. Dieser meldet sich zunächst auf der Homepage an und reicht sein Portfolio bei PhotoClaim ein. Dies können zur verfügung gestellte Bilddateien sein aber auch Nutzerprofile bei Flickr, 500px, etc. Gemeinsam wird dann geschaut, ob Verletzungen der Bildrechte vorliegen. Gerade wenn es um Lizensverletzungen im Ausland geht, kann der Dienst eine Erleichterung bedeuten, denn das Unternehmen:

  • filtert kommerzielle Nutzungen für seine Nutzer.
  • filtert die Fälle europaweit aus.
  • bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, sich so weit in die Verhandlungen einzubringen, wie sie es sich selbst wünschen.
  • wird erfolgsbasiert bezahlt. Das heißt die Überwachung des Portfolios wird nur dann kostenpflichtig, sobald diese zum Erfolg führt.

PhotoClaim hat Urheberrechtsverletzungen an meinen Werken gefunden. Was nun?

Finden die "Case Researcher" des Berliner Unternehmens unrechtmäßig genutztes Bildmaterial eines Fotografen, so werden die Ergebnisse dem Betroffenen vorgelegt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt auf Wunsch die Zusammenarbeit zwischen PhotoClaim und seinem internationalen Anwaltsnetzwerk. Inwiefern sich der Fotograf in das Verfahren mit einbringt, obliegt seiner freien Entscheidung. Wird eine Schadensersatz-Zahlung erzielt, gehen 35 Prozent an PhotoClaim und der Geschädigte erhält die übrigen 65 Prozent.

Sind Sie nun neugierig geworden? Alle näheren Informationen bezüglich Abmahnung, Gerichtsverfahren und den Prozesskosten, hält die Homepage von PhotoClaim für Sie bereit.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Anne Schellhase war von 2015 bis 2019 Mitglied der fotoMAGAZIN-Redaktion.