Foto-Equipment für die Reise: Wo soll es hingehen?

Immer richtig gerüstet, vom Bohnensack bis zum Unterwasserbeutel.
26.01.2018

Was auf Reisen mitmuss, hängt von den Vorlieben des Fotografen und dem Reiseziel ab. Wir haben unterschiedliches Foto-Equipment für die Reise zusammengestellt. Und wohin geht Ihre nächste Reise?

 

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Wer ohne Fahrzeug unterwegs ist, muss nicht nur Foto-Equipment, sondern auch andere Reise-Utensilien mit in die Fototasche (hier die Bumblebee 230 von Manfrotto) bekommen.

© Manfrotto

Einiges muss – nicht alles kann mit. Vor jeder Urlaubsreise steht die Entscheidung an, was wirklich wichtig ist und wie Sie es am besten verstauen. Je nachdem, welche Art von Reise sie antreten, brauchen Sie mal mehr, mal weniger und mal spezielleres Equipment. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Strand- bzw. Tauchurlaub oder auch die Safari. Neben Kamera und Objektiv(en) sollten Sie zwei Akkus, Speicherkarten und das Ladegerät einpacken. Alles andere ist optional.

Allerdings entgehen Ihnen auf der Reise viele Motive, wenn Sie kein Stativ dabei haben. Und Sie benötigen eine Strategie zur Datensicherung: Bei Kameras mit Doppelslot können Sie Karten täglich tauschen und so immer Kopien im Hotelzimmer oder Zelt aufbewahren. Alternativ muss doch das Notebook ins Gepäck –  oder wenn es leicht und robust sein soll, ein Datensicherungsgerät wie das MPortable (Seite 70). Mit etwas Geschick und Aufwand können Sie auch Raw-Daten auf einigen Smartphones sichern. Diese können übrigens oft auch den Fernauslöser ersetzen (siehe fotoMAGAZIN 6/2017, S. 60ff), nicht aber ND- oder Polfilter. Alles andere hängt von Ihren speziellen fotografischen Bedürfnissen ab – und natürlich vom Reiseziel und der Art des Urlaubs. Was wir für die einzelnen Typen von Reisezielen empfehlen, lesen Sie auf den folgende Seiten.

Foto-Equipment für den Strandurlaub

Am Strand selbst machen Kameras viel Ärger: Sie sind leichte Beute für Langfinger, man sollte sehr vorsichtig dabei sein, (halb-)nackte fremde Menschen zu fotografieren und Wasser und Sand sind keine freundliche Umgebung für die Kameratechnik. Letztgenanntes Problem lösen Sie am einfachsten mit wetterfesten Kompaktkameras, die oft auch „Outdoor-Kameras“ genannt werden. Vorteil: Sie lassen sich von Sand und Wasser nicht beeindrucken und sind in der Regel auch „schnorchelfest“, manche eignen sich auch für richtige Tauchausflüge. Tipp: Sie passen oft in Armhüllen, die eigentlich für Smartphones gedacht sind und lassen sich so beim Schwimmen mitnehmen – sie werden also nicht aus dem Strandkorb gestohlen.

Wer keine Outdoor-Kamera hat, kann sich einen Schutzbeutel für die Systemkamera zulegen. Sie sind eigentlich für Tauchausflüge gedacht, helfen aber auch gegen Sand und Spritzwasser und machen auch auf dem Tretboot eine gute Figur. Leider wird die Kamera schwer zu bedienen. Die teuren Modelle von Ewa Marine kosten ab 200 Euro, günstigere Modelle aus China helfen gegen Sand und Spritzwasser, sind aber für Unterwasser nicht wirklich zu empfehlen, selbst wenn die Hersteller anderes behaupten. Trotz aller Probleme lassen sich am Strand tolle Fotos machen. Damit sich bei dem vielen Licht die Blende öffnen lässt, hilft ein ND-Filter (ND 1,2 oder 1,8. Sehr schön, aber teuer ist ein Vario-ND-Filter). Egal ob Ostsee oder Atlantik: Strandurlauber haben abends oft tolles Licht. Ein Stativ im Gepäck kann nicht schaden. Außerdem: Strandfotos mit Weitwinkel haben einen besonderen Reiz – wer ein Fisheye oder starkes Weitwinkel-Objektiv besitzt, sollte es mitnehmen.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Markus Linden
Über den Autor
Markus Linden

Markus Linden hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er schreibt on- und offline über Fotografie und Fotografen, organisiert Fotowettbewerbe und fotografiert selbst leidenschaftlich gerne. Dem fotoMAGAZIN ist er seit 2003 zunächst als Redakteur und jetzt als freier Mitarbeiter verbunden.