Exklusives fM-Shooting in Stuttgart

23.08.2013

Ein Tag im Stuttgarter Profistudio mit weltweit einzigartiger 
Lichttechnik und einem Vorserienmodell des neuen Mercedes CLA. Für fM-Leser Martin Koziel ist Ende 2012 ein Traum wahr 
geworden. Wir haben ihn bei seinem Shooting begleitet.

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© Hans-Jürgen Wiesner. Koziel im Studio. Der helle Lichtstreifen (Bildmitte) stammt vom CIRCULIGHT

Eine Gewinnspiel-Bewerbung ist schnell verschickt. Eine herausragende Bewerbung, wie die von Martin Koziel, bedarf jedoch gründlicher Vorbereitung. Shooten Sie den neuen Mercedes-Benz-CLA, offerierte fotoMAGAZIN im September 2012. Und Hunderte wollten bei dieser exklusiven fM-Leseraktion mitmachen. Koziel, der zu dem Zeitpunkt im dritten Lehrjahr eine Fotografenlehre an der Kölner KISD-Designschule machte, ging zielstrebig vor. Zusammen mit dem Designstudenten Lukas Medeisis bereitete er sein visuelles Konzept für ein Shooting vor und schickte parallel zu seiner Online-Bewerbung eine Portfoliomappe, die seine Ideen illustrierte. Letztlich überzeugte der 26-Jährige, der neben der Ausbildung als Fotoassistent jobbt, mit den fundiertesten Vorstellungen zum avisierten Bild des neuen Mercedes CLA. Vor dem Shooting reiste der Bildermacher zu einem Treffen mit Art Director Oliver Schwarz von Mercedes im Stuttgarter Studio, bei dem die Zielrichtung abgesteckt wurde. Erste Erkenntnis: Das Konzept ist noch zu komplex. An einem Arbeitstag können allenfalls zwei Motive realisiert werden.   

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© Martin Koziel. Bildkontrolle der Lichtspuren am Bildschirm im Studio

Mein Tag in Stuttgart war viel zu kurz, meint Martin Koziel rückblickend. Gerne hätte ich die Nacht durchgearbeitet. Die patentierte CIRCULIGHT-Lichttechnik der 900 qm großen DEBEOS-Studios ist weltweit einmalig. Sie operiert mit einem 13 Meter langen und 2,80 Meter breiten Lichtsegel, das ein stehendes Objekt in beliebig regulierbarer Geschwindigkeit umkreist. Das Ergebnis bringt eine weiche Ausleuchtung und unendliche Möglichkeiten des Setzens von Lichtreflexen in der Karosserie. Nicht nur für einen Berufsanfänger ist derlei innovative Technik erfurchtserweckend. Doch Koziel ging nach Aussage aller Beteiligten ruhig und besonnen sein Shooting an und zeigte sich aufnahmebereit für die Vorschläge der Profis, ohne dabei seine eigenen Ideen aufzugeben.

 Herr Koziel hat ein beachtliches Verständnis für die Lichtführung gezeigt, lobt Hans-Jürgen Wiesner. Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Die wichtigste Erfahrung an diesem Tag war, dass die Idee des fertigen Bildes von Anfang an konzeptionell stimmig sein muss, meint Koziel. Sonst kommt man an das Motiv nie heran. Bis auf kleine Abweichungen hat der Kölner seine Ideen letztlich umgesetzt. Er kann sich heute gut vorstellen, später mal als Autofotograf zu arbeiten. Den enormen technischen und organisatorischen Aufwand beim Shooting, sowie die Perfektion und fotografische Kompetenz beim Lichtsetzen finde ich persönlich sehr reizvoll. Nach meiner Lehre werde ich eine Assistenz bei einem renommierten Autofotografen suchen. Welche Voraussetzungen sollte man für die Autofotografie mitbringen? Auf jeden Fall ein gutes technisches Verständnis für die Fotografie und die Liebe zum Automobil, findet der Profi Hans-Jürgen Wiesner. Autofotografen sind Tüftler und Lichtbastler. Sie müssen die Designphilosophie bei einem neuen Fahrzeug erkennen und diese dann im rechten Licht optimal transportieren.

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© Martin Koziel. Das Ergebins. Das Composing setzt sich aus zehn Einzelaufnahmen zusammen

Zwei lange Tage Arbeit am Computer steckte Koziel nach dem Shooting in die Post-Production. Die besondere Herausforderung bestand darin, aus den stilistisch ganz unterschiedlich ausgeleuchteten Einzelmotiven ein stimmiges Composing zu gestalten. Hier holte sich der junge Bildermacher noch ein wenig Hilfe in jenem Kölner Studio, in dem er sonst assistiert. Es ist faszinierend, wie professionell und begeistert Martin Koziel den neuen CLA in Szene gesetzt hat, lobt nun Charlotte Siegel, vom Konzernbereich Lifestyle Kommunikation bei Mercedes-Benz. Seine Bilder spiegeln diese Faszination perfekt wider.     Manfred Zollner

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Über den Autor
Manfred Zollner

Unser stellvertretender Chefredakteur Manfred Zollner gilt in der Fotoszene als "Anwalt des guten Bildes." Sein thematischer Schwerpunkt liegt in der professionellen Fotografie, seine Vorliebe gilt der Fotokunst. Die jährlich erscheinende fotoMAGAZIN EDITION mit herausragenden Fine Art-Portfolios ist sein Projekt. 1991 kam der Münchner als Director of Photography zum fotoMAGAZIN, von 2004 bis 2006 leitete er als Chefredakteur die Zeitschrift Photo Technik International.